15.06.2005 - 17 Gesundheitsbericht der Hagener Gesundheitskonfe...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 17
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Zusätze:
- Verfasser : Schrage, Peter
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 15.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB53 - Gesundheit und Verbraucherschutz
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Matzke teilt mit,
dass die Hagener Gesundheitskonferenz zum Thema Lebenssituationen von
verhaltensauffälligen Kindern und Familien
eine Arbeitsgruppe eingesetzt.
Er stellt zunächst Frau Brück-Paschko
als Leiterin des Kinder- und
Jugendgesundheitsdienstes, Frau Opitz-Hildebrand als Schulrätin und Herr
Steinkamp als Leiter des Pädagogischen Zentrums vor, die dieser Arbeitsgruppe
angehören.
Er weist darauf hin, dass auf den
letzten drei Seiten der Vorlage die Maßnahmen komprimiert dargestellt sind.
Im Folgenden erläutern Herr Matzke
und Frau Brück-Paschko die Maßnahmen näher.
Er weist in diesem Zusammenhang darauf
hin, dass diese Kompetenzliste von Erstkontaktstellen fertiggestellt wurde und
nunmehr zur Verfügung steht.
Die Liste ist dem Protokoll als
Anlage 5 beigefügt.
Beim Thema Gewalt gegen Kinder
leitet Herr Matzke den Wunsch der Arbeitsgruppe an den Ausschuss weiter, der im
Einvernehmen mit dem freien Arbeitskreis von Frau Borchmann zu dem Bereich
Sexuelle Gewalt gegen Kinder und Kindesmißhandlung speziell für Fachleute, die
in diesem Arbeitskreis zusammenwirken, eine politische Plattform zu finden. Es
wurde vorgeschlagen, hierzu einen Unterausschuss zu bilden.
Herr Strüwer weist darauf
hin, dass sich Jugendhilfeunterausschüsse aus den Reihen der Jugendhilfeausschussmitglieder bilden.
Es sei möglich, regelmäßig jemanden in den Unterausschuss einzuladen, um zu
bestimmten Themen die Beratung vorzunehmen. Eine andere Möglichkeit bestehe
nicht.
Er schlägt vor, Frau Borchmann oder
auch andere Fachleute in regelmäßigen Abständen in den Jugendhilfeausschuss
einzuladen, um hier eine Rückkoppelung zu haben.
Herr Feldhaus bedankt sich
für die gute Ausarbeitung der Thematik. Im Rahmen der Erfassung der
Problemfälle würde ja auch auf die bestehenden Kindertagesstätten in Hagen
zugegriffen, die ja im Wesentlichen neben den städtischen Betreibern auch durch die freie Wohlfahrtspflege
betrieben werden. Herrn Reinke ist wichtig, dass die Ergebnisse, die aus den Auswertungen gezogen werden, auch
dann zurückfließen in die Angebote, die
die Wohlfahrtsverbände anbieten über Frühförderstelle, Wohngruppen und
dergleichen; das nicht letztendlich ein städtisches Angebot aufgebaut wird, das
auch durch andere Anbieter mit abgedeckt werden kann.
Frau Brück-Paschko kann die
Befürchtungen ausräumen. Dies sei auch so nicht geplant. Es werde eine Auswertung
gemacht. Eltern und Kinder, die einen Beratungsbedarf hätten, würden zunächst
in die bestehenden Einrichtungen geschickt.
Das Einzige, was als
Interventionsphase zwischen den beiden Studienzeitpunkten dazukommt, ist das
rein von der Kinder- und Jugendpsychatrie Herdecke durchgeführte Therapie bei
einem ganz ausgewählten kleinen Klientel als Pilotprojekt in einer bzw. zwei
Kindertageseinrichtungen.
Es soll eine Eltern-Kind Intervention
stattfinden.
Es stand von vorneherein fest, dass
keine neuen Therapieeinrichtungen aufgebaut werden, sondern das genutzt wird,
was an Angeboten da ist.
Herr Schledorn möchte
wissen, auf welchem Stand die Verhandlungen dahingehend sind, wann das Sozialpädiatrische Zentrum in Hagen eingerichtet werden soll.
Herr Matzke erwidert, es
habe eine rechtliche Auseinandersetzung gegeben mit der Kassenärztlichen
Vereinigung. Diese muss eine entsprechende Ermächtigung aussprechen. Die Sätze
wären dann noch mit den Kassen zu verhandeln.
Die Ermächtigung wurde inzwischen
ausgesprochen. Zur Zeit sei das AKH bestrebt, durch entsprechende
Umbaumaßnahmen und personelle Planungen diese Sozialpädiatrische Zentrum in
Fluss zu bringen und ans Netz zu schließen.
Herr Koslowski stellt als
Vertreter der Polizei die Frage, wenn man mit therapeutischen Konzepten
arbeiten wolle, wie man mit Sachverhalten umgehen wolle, wo man feststellt,
hier seien Kinder sexuell mißbraucht worden.
Herr Matzke erwidert
darauf, dass dies häufig eine Gradwanderung sei. Frau Buss von der Polizei
arbeite auch in diesem Arbeitskreis von Frau Borchmann mit zusammen mit der
Staatsanwaltschaft und verschiedenen Anwälten. Es handele sich dann natürlich
um ein Offizialdelikt. In der Gruppe würden die verschiedenen
Fallkonstellationen durchgespielt und Lösungsansätze gesucht.
Frau Brück-Paschko weist darauf
hin, dass in diesen Fällen immer eine ganz sensible Diagnostik am Anfang stehe.
Diese könne eigentlich auch nur interdisziplinär laufen.
Ein Großteil mache auch die Erfahrung
aus.
Herr Strüwer stellt den
Beschlussvorschlag zur Abstimmung.
Beschluss:
Der Rat der Stadt Hagen
nimmt den Gesundheitsbericht "Handlungsempfehlungen zur verbesserten
Versorgung verhaltensauffälliger Kinder und Jugendlicher in Hagen",
bestehend aus - Teil 1 - aus dem Jahr 2003 (Anlage 1) und die
dazugehörigen Handlungsempfehlungen und Maßnahmen - Teil 2 - aus dem Jahr 2004
(Anlage 2) zustimmend zur Kenntnis.
Vorgesehene
Handlungsempfehlungen und Maßnahmen, deren Umsetzung nicht der Stadt
Hagen obliegt, empfiehlt der Rat der Stadt den beteiligten Institutionen und
Einrichtungen im Rahmen der Selbstverpflichtung durchzuführen.
Vorgesehene
Handlungsempfehlungen und Maßnahmen, deren Umsetzung der Stadt Hagen obliegt, werden
im Rahmen der laufenden Verwaltungsgeschäfte ausgeführt.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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84,7 kB
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2
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96,1 kB
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3
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(wie Dokument)
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31,8 kB
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