17.05.2005 - 5 Haushaltsplanberatungen 2005
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 17.05.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr
Strüwer weist daraufhin, dass bei der Haushaltsplanberatung die vorliegende
Änderungsliste zu beachten ist.
Herr
Steuber teilt mit, dass drei Änderungsanträge im Zusammenhang mit der
Haushaltsplanberatung mitzuberaten sind:
1.
Zuschussantrag
der Beratungsstelle Hohlestraße über 10.000,-
2.
Projekt
Straßenkinder über 25.000,-
3.
Antrag
des Integrationsrates
Herr Haenel
gibt zu bedenken, dass keine Anlage zu den Stellenplänen beiliegt.
Herr
Schierau teilt mit, dass der
Stellenplan erst in der ersten Beratung des Personalausschusses ist.
Herr
Strüwer und Herr Schledorn weisen darauf hin, dass nach dem KJHG der
Jugendhilfeausschuss über den Stellenplan des Jugendamtes zu entscheiden hat
und die Beratung in der nächsten JHA-Sitzung erfolgen wird.
Auf
Nachfrage von Herrn Strüwer erläutert Herr Schierau die Null-Setzungen bei der
Gebäudereinigung.
Zum Punkt
Betrieb für soziale Einrichtungen Holding GmbH möchte Herr Strüwer eine
Stellungnahme, aus welchem Grund hier ein erheblicher Betrag neu eingebracht
worden ist. Herr Schierau erläutert, dass auf Grund der Betriebsprüfung eine
besondere betriebswirtschaftliche Konstellation der Betriebsprüfer dazu geführt
hat, dass Vermögen in den BSH eingebracht wurde und somit Körperschaftssteuer
zu entrichten war.
Frau
Klos-Eckermann bittet in diesem Zusammenhang, dass aus jugendhilfeplanerischer
Sicht von der Verwaltung ein Bericht
erstellt wird über die momentane Situation und über die konzeptionelle
Weiterentwicklung speziell des Kinderheimes. Dieser Bericht sollte in einer der
nächsten Sitzungen des Jugendhilfeauschusses vorgestellt werden.
Herr
Steuber sichert diesen Bericht zu.
Herr
Strüwer leitet über zum Unterabschnitt 4510 Jugendarbeit und erinnert an den
Änderungsantrag des Integrationsrates.
Im Rahmen
der allgemeinen Diskussion wird deutlich, dass ein Beschluss zur Erhöhung des
Ansatzes Integrationsförderung ausländischer Vereine das Abrücken von eigenen
Beschlüssen bedeuten würde. Herr Steuber weist daraufhin, dass
Integrationsförderung noch an weiteren sechs Stellen des Haushaltsplanes
Ansätze ausgewiesen sind.
Herr
Strüwer bittet die Verwaltung, ohne von
bestehenden Beschlüssen abzuweichen und ohne einen neuen Beschluss zu fassen,
gegebenenfalls Verschiebungen vorzunehmen, so dass die objektiven Bedürfnisse
der Vereine befriedigt werden können. Dies findet allgemeine Zustimmung.
Zu dem wünschenswerten
Projekt Straßenkinder wird nach Diskussion folgender Beschluss gefasst:
Der JHA empfiehlt dem Rat der Stadt
Hagen folgenden Beschluss zu fassen:
1.
Durch Umschichtung im Etat des Fachbereich Jugend und
Soziales sind pro Jahr
22.500,- für das Straßenkinderprojekt des Diakonischen Werkes
bereitzustellen.
2.
Die Bezuschussung ist zunächst begrenzt auf zwei Jahre.
Vor Ablauf dieser Zeit wird frühzeitig ein Sachstands- und Verlaufsbericht des
Diakonischen Werkes vorgelegt.
3.
Die Finanzierung ist in den bestehenden Budgetvertrag
mit dem Diakonischen Werk zu integrieren.
Abstimmungsergebnis:
x Einstimmig beschlossen
Enthaltungen: 2
Herr
Strüwer erinnert daran, dass die Beratungsstelle Hohlestraße einen Antrag auf
Zuschuss der Präventionsarbeit beim Projekt Tripple P über 10.000,- gestellt
hat. Er sieht keine Möglichkeit, da es auch keine Kompensationsmöglichkeiten an
anderer Stelle gebe, diese Mittel bereitzustellen. Eventuell könnten Gespräche
mit der Sparkasse helfen, dieses sinnvolle Projekt zu unterstützen.
Weiter
erkundigt sich Herr Strüwer, wie es zu den eklatanten Erhöhungen des Ansatzes
im Unterabschnitt 4530 kommen konnte.
Herr
Steuber berichtet, dass es im Bereich Hilfen zur Erziehung eine jährliche
Steigerung der Fallzahlen um 6% gibt. Im Vergleich mit anderen Städten belegt
Hagen den ersten Platz, somit den geringsten Aufwand an Hilfen zur Erziehung.
Im Bereich
der Heimerziehung bei unter 12jährigen besteht Verbesserungsbedarf. Dem wird
mit Qualitätsentwicklung und dem Qualitätshandbuch und dem Ausbau des
Pflegekinderdienstes begegnet.
Weitere
Maßnahmen zur Kostenreduzierung sind Zielvereinbarungen mit den freien Träger
und Controling zwischen den RSDs durch Excelvergleichstabellen.
Der
Gesetzgeber will dem Kostenanstieg durch Änderung des SGB VIII begegnen.
Herr
Haensel erkundigt sich, ob es ein einmaliges oder ein
Dauerrechnungsabgrenzungsproblem gibt.
Herr
Östereicher teilt mit, dass dieses Problem einmalig ist.
Herr Strüwer
macht darauf aufmerksam, dass der Jugendhilfeausschuss eine deutlichere
Darstellungsform benötigt, damit einzelne Positionen klarer werden. Größere
Transparenz ist erforderlich, damit zum Beispiel bei den Hilfen zur Erziehung
die Kostenverteilung im Ausschuss diskutiert werden kann.
Herr
Steuber sichert zu, diese verbesserte Darstellungsform bis zum Sommer
vorzulegen.
Weitere
Fragen von Herrn Schledorn, Herrn Strüwer und Frau Klos-Eckermann werden von
Herrn Steuber und Herrn Goldbach beantwortet.
Der Jugendhilfeausschuss stimmt dem
Verwaltungshaushalt 2005 unter Berücksichtigung der beschlossenen Änderung zu.
Abstimmungsergebnis:
x Einstimmig beschlossen
Enthaltungen: 1
