01.02.2017 - 9 Projekt Kooperation mit der Polizei Hagen und d...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 01.02.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Goebels berichtet über das Projekt “Kooperation mit der Polizei Hagen und dem Allgemeinen Sozialen Dienst des Fachbereiches Jugend und Soziales für straffällig gewordene Kinder aus EU-Zuwandererfamilien (siehe Anlage zu TOP 9).
Herr Passehl von der Polizei ergänzt die Ausführungen. Anfangs habe man pro Monat ca. 8 Fälle gehabt und seit zwei Monaten habe man nur noch 5 Fälle pro Monat.
Herr Goebels bewertet die geleistete Arbeit als Erfolg. Natürlich müsse man diese Entwicklung nochmal abwarten, ob sie so positiv weitergehe.
Herr Dittert äußert sich als Jugendschöffenrichter. Es gebe einige Familien, die regelmäßig auffällig würden. Außerdem sei die Sprachbarriere ein ganz großes Problem. Die Scheu vor Polizei und Gericht sei groß und man ziehe sich lieber zurück als zu kooperieren. Sein Eindruck sei, dass bei den Jugendlichen ein ganz anderes Verständnis zugrunde liege. Er halte die Kooperation für ein sinnvolles Projekt.
Herr Goebels ergänzt, dass man aus diesem Grunde auch die Eltern mit einbeziehen wolle. Einen Tag später werde vom Rat am Ring eine Beratung angeboten, die erstaunlicherweise von vielen Eltern angenommen worden sei. Man halte das zusammen mit der Jugendgerichtshilfe im Auge. Er halte es für besser, frühzeitig zu agieren als zu warten, bis das Kind mit 14 strafmündig sei. Da könne es in der Vielzahl der Fälle zu spät sein.
Er berichtet noch von einem anderen Projekt, das man auch für diese Zielgruppe mit den Hagener Grundschulen gemacht habe. Man habe mit den Grundschulen vereinbart, dass diese eine Meldung darüber machten, wenn ein Grundschulkind aus einer EU-Zuwandererfamilie die Grundschule nicht besucht. Dann werde über den Allgemeinen Sozialen Dienst ein Hausbesuch gemacht, um auf die bestehende Schulpflicht hinzuweisen. Das habe zur Folge gehabt, dass doch wieder einige Kinder wieder regelmäßiger die Schule besuchten. Man habe außerdem bei den Hausbesuchen festgestellt, dass in der Regel keine Vernachlässigung der Kinder vorliege.
Herr Passehl erklärt auf Frage von Herr Reinke, dass das Projekt „Kurve kriegen“ jetzt eine Initiative sei. Er schlage vor, darüber mal zusammen mit dem Pädagogen im Ausschuss zu berichten.
Herr Reinke nimmt das Angebot dankend an.
Anlagen
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