01.02.2017 - 8 Psychisch kranke Kinder und Kinder psychisch kr...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Reinke erinnert daran, dass der Wunsch nach einem solchem Bericht aus dem letzten Jahr stamme, als es um die Anforderungen  der psychologischen Betreuung der unbegleiteten  Minderjährigen gegangen sei. 

 

Herr Goebels berichtet über psychisch kranke Kinder und Kinder psychisch kranker Eltern (siehe Anlage zu TOP 8).

 

Herr Schmidt ergänzt die Ausführungen.

 

Herr Reinke berichtet, dass er zu Beginn seiner Tätigkeit als Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses die Gelegenheit gehabt habe, anlässlich  eines Fachtages ein Grußwort zu sprechen. In diesem Zusammenhang habe er sich zum ersten Mal mit diesem Thema befasst und habe Beiträge unter dem Stichwort „Die vergessenen Kinder“ gefunden.  Da sei ihm die ganze Tragweite der Problematik erst bewusst geworden und er sei froh zu hören, dass nun eine ganze Menge in dem Bereich getan werde. Lägen Fallzahlen vor?

 

Herr Goebels legt dar, dass man sich den stationären Bereich näher angeschaut habe. Aktuell habe man ca. 180 Kinder im Rahmen der Hilfen zur Erziehung stationär untergebracht. Bei 90 % der Kinder lägen bei deren Eltern eine psychische Erkrankung oder eine Suchterkrankung vor oder die Kinder hätten eine Gewalterfahrung gemacht. Diese hohe Zahl habe die Verantwortlichen betroffen gemacht. Diese drei Faktoren führten in der Regel zu einer stationären Unterbringung.

Bei substituierten Eltern befinde mach sich in regem Austausch mit dem Allgemeinen Krankenhaus und der Drogenhilfe. In dem Bereich müssten Kinder auch in Obhut genommen werden. Das sei in 37 Fällen geschehen, weil man das nicht mehr habe verantworten können, dass die Kinder in Obhut ihrer substituierten Eltern blieben.

 

Frau Kaufmann betont, dass man an dieser Stelle die hohe Qualität dieser Arbeit sehe. Herr Goebels und seine Mitarbeiter/innen  erführen dafür eine hohe Anerkennung von allen Seiten und insbesondere von Seiten der Verwaltungsspitze.  

Man habe vor einiger Zeit eine Fachtagung für Erzieher/innen zu dem Thema „Traumatisierte Kinder“ gehabt. Sie sei enttäuscht  gewesen, dass daran kaum Vertreter der  Freien Träger teilgenommen hätten, weil dieses Thema immens wichtig sei. Es müsse ganz dringend auf den ganzen Bereich „Schule“ ausgeweitet werden. Ihr Wunsch sei, dass man die Schulsozialarbeiter diesbezüglich schule und überlege, wie man bei den Lehrern eine höhere Sensibilisierung und ein Bewusstsein  für diese Problematik erziele.    

 

Herr Schmidt macht deutlich, dass immer mehr Menschen in ihrem Leben ein oder mehrmals psychisch krank würden. Das bedeute aber nicht automatisch, dass alle Kinder von einem psychisch kranken Elternteil auch psychisch krank würden.  

Es gebe indem Zusammenhang ein interessantes Projekt „Verrückt-na-und“, das gemeinsam mit Schulen gemacht werden könne. Die Internetseite dieses Schulprojektes sei zu finden unter: www.verrueckt-na-und.de/.

 

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Anlagen