01.02.2017 - 5 Präsentation des Konzeptentwurfs Jugendberufsag...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Zu diesem Tagesordnungspunkt begrüßt Herr Reinke Frau Böhm von der Agentur der Arbeit und Herrn Vogt vom Jobcenter.

 

Frau Böhm und Herr Vogt präsentieren den Konzeptentwurf der Jugendberufsagentur Hagen (siehe Anlage zu TOP 5).

 

Herr Reinke fragt, zu welchem Zeitpunkt mit einer Umsetzung des Konzeptentwurfes zu rechnen sei.

 

Frau Böhm antwortet, dass nach aktuellem Stand damit zu rechnen und  geplant  sei, dass man im Sommer 2017 in die Umsetzung gehen wolle. Das könne sich allerdings auch jederzeit ändern. Für den Fall bitte sie um Verständnis. 

 

Herr Goldbach merkt an, dass der Fachbereich seit Jahren  dritter Partner sei.

Man beschäftige sich schon lange mit diesem Thema und habe seit Jahren eine Kooperationsvereinbarung und eine bilaterale Vereinbarung mit dem Jobcenter über das sogenannte Schnittstellenmanagement. Dieser Baustein  werde auch bei Umsetzung des Konzeptes bleiben. Man werde auch mit kommunalem Personal unter diesem Dach vertreten sein. Man müsse das Ganze als Projekt verstehen, das langsam wachsen müsse. Er beschreibt anhand eines Beispiels die Problematik der Bereitstellung von Personal, das die Kommune in diesem Zusammenhang hat. Das Ganze müsse im Rahmen des  bestehenden Stellenpools erfolgen.

Das Projekt sei ausgereift und bedeute für Hagen eine Bereicherung und man werde sich sicher auch in Zukunft in diesem Ausschuss damit beschäftigen. 

 

Frau Buchholz möchte wissen, wie viele Mitarbeiter dort tätig sein sollen und über welchen Zeitraum ein solches Beratungsangebot  erfolge. Gebe es Maßnahmen wie bei dem Projekt „Go4Work“, um die jungen Menschen nicht zu verlieren?

 

Frau Böhm  macht deutlich, dass es keine durchschnittliche Beratungsdauer gebe, weil jeder Fall individuell  sei. Es handele sich auch nicht nur um eine reine Beratungsleistung, sondern sei umfassender gestaltet.

 

Herr Vogt führt aus, dass alle Leistungen, die aktuell unter den drei Rechtskreisen SGB II, SGB III und SGB VIII angeboten werden, sollten auch künftig in der Jugendberufsagentur angeboten werden.  In dem  Zusammenhang solle der Jugendliche umfassender beraten und betreut werden. Aus dem Bereich des Jobcenters seien 21 Mitarbeiter für den Einsatz in der Jugendberufsagentur vorgesehen.       

 

Frau Böhm ergänzt, dass aus ihrem Bereich aktuell 26 Mitarbeiter vorgesehen seien. Es gebe aber noch Überlegungen, die die Anzahl der Mitarbeiter ggf. noch auf 30  verändern könnten.

 

Frau Gericke stellt eine Frage zum geplanten praktischen Ablauf in der Jugendberufsagentur.  Habe der Jugendliche nur noch einen Ansprechpartner oder müsse er auch weiterhin parallel mit seinen Anliegen zu anderen Stellen gehen.

 

Frau Böhm betont, dass der Jugendliche nur noch einen  Ansprechpartner haben solle. Wenn es Fragen gebe, werde sich dieser Hauptbetreuer die Informationen von den anderen Stellen holen und an den Jugendlichen weitergeben.

 

Frau Gericke fragt, ob das auch für die Leistungsgewährung gelte.

 

Herr Vogt bestätigt, dass er seine Aussage für diesen Bereich  leider einschränken müsse und das nicht möglich sei,  da sich die Antragstellung in der Regel auf Bedarfsgemeinschaften beziehe. Da wäre noch eine Schnittstelle vorhanden.

 

Frau Kaufmann nimmt Bezug auf die Jugendlichen, die keine Ausbildung und deutliche soziale Defizite hätten, was ihre Sozialkompetenz angehe. Was werde im Hinblick auf diese Defizite getan? Leider beendeten viele Arbeitgeber Arbeitsverhältnisse und teilten nicht mit, aus welchem Grund das geschehe. Sie habe den Eindruck, dass viele Arbeitgeber auch eine wirkungsvolle Begleitung dieser Jugendlichen  vermissten. Sie würde gern im Rahmen dieses Spannungsfeldes erfahren, wer welche Aufgabe zu übernehmen habe. Frau  Gebhardt als Geschäftsführerin des Jobcenters habe von sich gegeben, dass es ihre Sache wäre, hier eine Brücke zu bauen und die Lücken mit entsprechenden Angeboten zu schließen.

 

Herr Vogt macht deutlich, dass es gerade für die Unterstützung der Jugendlichen und auch der Arbeitgeber während der laufenden Ausbildung  seit zwei Jahren ein Programm „Assistierte Ausbildung“ gebe. Das Programm setze genau an dem geschilderten Punkt an. Es sei in zwei Phasen geteilt. Die erste Phase sei die Anbahnung der Ausbildung. Dort würde den Jugendlichen in den verschiedensten Bereichen ein Praktikum ermöglicht in der Hoffnung, dass sich daraus ein Ausbildungsverhältnis ergeben könne. Mit dem Beginn der Ausbildung beginne die zweite Phase. Dort bekomme der Jugendliche an mehreren Stunden  in der Woche in den Fächern Nachhilfeunterricht, in denen es nötig sei und werde außerdem sozial-therapeutisch begleitet.  Auch der Arbeitgeber werde in administrativen Dingen unterstützt.

Daneben biete man die ausbildungsbegleitenden Hilfen an. Dabei handele es sich um reinen Nachhilfeunterricht, den die Jugendlichen in Anspruch nehmen könnten. Dieses Programm sei in den letzten Jahren sehr gut angenommen worden. Beide Programme seien komplett ausgelastet.

Zum ersten Teil der Frage von Frau Kaufmann gehe er davon aus, dass sie sich auf die  schwer erreichbaren Jugendlichen bezogen habe. Da gebe es den neuen Paragraphen 16h im SGB II. Hier seien das Jobcenter und der Fachbereich eng im Kontakt und arbeiteten an Maßnahmen, die entwickelt werden könnten, um auch solche Jugendliche in die Regelsysteme Schule und Beruf zurückzuführen.        

 

Herr Sondermeyer merkt an, dass er sich darüber freue, dass das Wort „Jugendliche“ anstelle des Wortes „Kunde“ verwendet worden sei.

 

Herr Gül stellt fest, dass sich das Angebot der Jugendberufsagentur von bisherigen Angeboten unterscheide. Die intensive Förderung  sei besonders für Jugendliche mit Migrationshintergrund besonders wichtig. Er schlage vor, diese Dinge auch mal im Integrationsrat vorzustellen und lade die Vertreter der Jugendberufsagentur herzlich ein.   

 

Frau Böhm betont, dass diese Informationen nicht nur für die Jugendlichen, sondern auch für die Partner der Jugendberufsagentur wichtig seien.

 

Herr Reinke bedankt sich für den Vortrag und wünscht weiterhin viel Erfolg bei der Umsetzung des Konzeptes.

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Anlagen