29.11.2017 - 4.1 Neophyten in Hagen am Beispiel der Herkulesstau...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hohenlimburg
- Datum:
- Mi., 29.11.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB69 - Umweltamt
- Bearbeitung:
- Uwe Wiemann
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Dr. Geck vom Projekt Riesenbärenklau (RBK) aus Schwerte erläutert die von ihm erstellte Präsentation.
Im Wesentlichen geht es darum, dass das Ausgraben der Knolle der Pflanzen am effektivsten ist, um die Ausbreitung der gesundheitsschädlichen Pflanze einzudämmen.
Der RBK verdrängt zunehmend die heimischen Pflanzen, aus 50 Stauden RBK werden innerhalb kürzester Zeit 500, dann 5000 bis zu 5 Millionen Pflanzen.
Eine regelmäßige Schafbeweidung verhindert zwar die Ausbreitung, führt jedoch nicht zur Beseitigung, dazu ist erforderlich, die Knolle auszugraben.
Für Hohenlimburg ist es sinnvoll, aus der Verwaltung einen Koordinator zu benennen, der als Ansprechpartner zur Verfügung steht und zum Beispiel die Zahlen der ausgegrabenen Knollen dokumentiert und die Abfallentsorgung klärt. Die Freiwilligenzentrale wird ehrenamtliche Helfer stellen.
Hilfsmittel für die ehrenamtlichen Helfer müssen bestellt und bereitgestellt werden, dazu gehören sogenannte Drainagespaten und lange Handschuhe mit Schaft, sowie Abfallsäcke.
Ansonsten reicht als Schutzkleidung für die Aktion vor Ort eine lange Hose, ein langärmeliges Hemd und festes Schuhwerk, Gummistiefel sind sinnvoll.
Start sollte Anfang 2018 sein, um möglichst viele freiwillige Helfer zu finden.
Frau Schulte bekräftigt die Gewichtung des Projekts und bietet von Seiten des Umweltamtes Unterstützung an.
Herr Schmidt möchte wissen, wann der beste Zeitpunkt für die Schafbeweidung ist.
Herr Dr. Geck erklärt, dass eine Schafbeweidung nicht unbedingt erforderlich ist, größere Flächen können auch mit technischem Gerät gemäht werden. Die optimale Zeit für das Ausgraben der Knollen ist von März bis Mai, wenn die Pflanzen noch relativ klein sind.
Frau Pfefferer schlägt eine Beschlussergänzung vor, dass auf den Einsatz von Pestiziden nach Möglichkeit verzichtet werden soll, so wie der Umweltausschuss auch beschlossen hat.
Auf die Frage von Herrn Reinke, ob Pestizide im Straßenbereich eingesetzt werden antwortet Herr Dr. Geck, dass auf den Einsatz von Pestiziden verzichtet wird, es sei denn, die Situation macht den Einsatz erforderlich.
Frau Schulte untermauert diese Aussage und ergänzt, dass der Einsatz von Pestiziden in geschützten Bereichen generell verboten ist.
Herr Voss gibt bekannt, dass die erste Organisation des Projekts durch die Bezirksverwaltungsstelle initiiert wird.
