08.03.2017 - 7.1 Breitbandausbau Internet im Stadtbezirk Eilpe/D...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Herr Ellinghaus von der HAGENagentur teilt einleitend mit, dass die Stadt Hagen seit etwa 2 Jahren ein Breitbandausbau mit Glasfaser anstrebe, dies aber nur in Zusammenarbeit mit den Telekommunikationsunternehmen möglich sei. So gebe es mittlerweile eine ganze Reihe Förderprojekte dazu. Seit gut einem Jahr gebe es ein Bundesförderprogramm, welches Kommunen ermögliche, eine 50%-ige Förderung für den Ausbau zu erhalten. Darüber hinaus hat sich das Land NRW dazu bereit erklärt, diese Förderung um weitere 40% aufzustocken. Für Nothaushaltskommunen, wozu Hagen gehöre, bestehe ferner auch die Möglichkeit, die noch fehlenden 10% vom Land gefördert zu bekommen.

Wenn die Kommune diese Förderzusagen habe, kann sie entsprechende Aufträge an die antragstellenden Telekommunikationsunternehmen vergeben.

 

So habe man zunächst geschaut, wo sich in Hagen die sogenannten „weißen Flecken“ befinden, also die Bereiche, die unterversorgt sind. Eine Unterversorgung liegt mittlerweile vor, wenn die Geschwindigkeit unter 50 Mbit/s liege.

Diese Bereiche der Unterversorgung habe man zusammen in einen Förderantrag aufgenommen, der termingerecht am 27. Februar gestellt worden ist.

Neben den unterversorgten Bereichen gibt es bereits viele Gebiete, die eine bestimmte Internetversorgung haben. Diese Gebiete werden in Hagen von zwei Telekommunikationsanbietern versorgt. Die Telekom habe eine Strategie entwickelt, wie sie mit diesen Gebieten zukünftig umgehen werde.

 

Herr Baldzun von der Deutschen Telekom informiert zunächst darüber, dass sich die Bundesregierung zum Ziel gesetzt habe, alle deutschen Haushalte bis zum Ende des Jahres 2018 mit mindestens 50 Mbit/s zu versorgen.

Bis zur Erlangung der Fördermittel baue die Telekom selbst aus.

So stellt Herr Baldzun nachfolgend vor, was die Telekom in diesem Jahr noch umsetzen möchte.

Für die Bereiche Dahl, Priorei und Rummenohl, aber auch jene, die die Vorwahl 02337 haben, gebe es eine Versorgungsstelle. Von den sogenannten Kabelverzweigern, das sind die grauen Kästen, die häufig an der Straße zu sehen sind, werden einige aufgerüstet. Insgesamt werden 12 dieser Kabelverzweiger ausgetauscht, von denen aus 12 bereits bestehende mitversorgt werden. Dafür sind Tiefbaumaßnahmen in einer Länge von etwa 7000 Meter notwendig.

In den Bereichen Eilpe und Selbecke werden insgesamt 18 dieser Kabelverzweiger ausgetauscht, von denen dann wiederum weitere 26 bestehende mitversorgt werden. Hier seien rund 5000 Meter Kabel zu verlegen.

 

Einzelne Fragen werden durch Herrn Baldzun entsprechend beantwortet.

 

Nachfolgend stellt Herr Baldzun anhand einer PowerPoint-Präsentation die beabsichtigte Durchführung des Internetausbaus ausführlich vor.

 

Parallel zu den bestehenden Kupferkabeln werde das Glasfaserkabel bis in die Verteilerkästen verlegt. Von dort aus werden die die bereits bestehenden Kupferkabel bis in die Haushalte genutzt. Mit der neuen Vectoring-Technik werden Störsignale herausgefiltert und höhere Geschwindigkeiten erreicht. Darüber hinaus können Kunden mit der Hybrid-Technik dann sogar Geschwindigkeiten von bis zu 500 Mbit/s erwerben.

Um die neuen Techniken nutzen zu können, ist eine entsprechende Beantragung des Bürgers notwendig.

 

Herr Huyeng wendet ein, dass selbstverständlich auch über alle anderen Anbieter diese Technik erworben werden kann.

 

An der nachfolgenden Erörterung nehmen Frau Opitz, Frau  Peddinghaus sowie die Herren Dahme, Gebhard, Huyeng, Neuhaus,  Hoffmann, Eiche, Schulz, Ellinghaus und Herr Baldzun teil.

 

Auf die Frage, ob man zum Beispiel bei einem aktuell bestehenden Vertrag mit 16 Mbit/s, tatsächlich aber weit weniger ankomme, dann allein durch die Verlegung der neuen Glasfaserkabel höhere Geschwindigkeiten erreiche, könne Herr Baldzun nicht pauschal beantworten. Das hänge von der aktuell bestehenden Technik jedes einzelnen Anschlusses ab.

 

Es gibt keine garantierten Mindestgeschwindigkeiten.

Je weiter die Entfernung vom Verteiler bis zum Haus, umso weniger komme am Ende an.

 

Frau Opitz möchte wissen, ob es dennoch Bereiche in Eilpe/Dahl gebe, die nicht versorgt werden bzw. unterversorgt bleiben.

 

Dazu teilt Herr Baldzun mit, dass sich während der Bauarbeiten immer noch Änderungen ergeben können, wie zum Beispiel, dass man für eine Gewässerüberquerung keine Genehmigung erhalte, weil möglicherweise schon andere Telekommunikationsunternehmen zuvor gekommen seien. Dort verbleibe es dann zunächst bei dem derzeitigen Stand.

Diese zuvor angesprochenen „weißen Flecken“ sollen dann unter Zuhilfenahme von Fördergeldern in einem nächsten Schritt von dem Unternehmen, welches die Genehmigung zum Ausbau erhalten habe, ausgeführt werden.

 

Herr Ellinghaus fügt hinzu, dass der Nahbereich 500 Meter rund um die Vermittlungsstelle sei, für den die Deutsche Telekom eine grundsätzliche Genehmigung der Bundesnetzagentur erhalten habe, dort mit der Vectoring -Technik auszubauen. Für die Bereiche darüber hinaus, müsse jeweils eine Einzelgenehmigung beantragt werden.

 

Auf die Frage, ob das Glasfaserkabel auch mal bis ins Haus verlegt werde, damit die mögliche Geschwindigkeit auch verlustfrei ankomme, teilt Herr Baldzun mit, dass alle unterversorgten Bereiche, die keine 30 Mbit/s erreichen mit Glasfaser versorgt werden sollen.

 

Herr Dahme möchte wissen, ob bereits eine Bürgerinformations-veranstaltung dazu geplant sei.

 

Dies, so Herr Baldzun, könne man gerne durchführen. So werde er sich um einen entsprechenden Termin dazu kümmern.

 

Weitere Wortbeiträge gibt es nicht.

 

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Beschluss:

Die Bezirksvertretung Eilpe/Dahl nimmt den mündlichen Sachstandsbericht der HAGENagentur dankend zur Kenntnis.

 

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Abstimmungsergebnis:

X

Zur Kenntnis genommen