27.06.2017 - 7.1 Sozialraumanalyse des Stadtteils Altenhagen, vo...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Quardt begrüßt die Studenten und den zuständigen Professor der Fachhochschule Dortmund, die sich mit dem Thema „Sozialraumanalyse des Stadtteils Altenhagen“ beschäftigt haben. Nach einer kurzen Einführung durch den Professor, stellen sie ihre Ergebnisse anhand einer PowerPoint Präsentation vor und erläutern diese entsprechend.

 

Hinweis der Schriftführerin:

Die vorgestellte PowerPoint Präsentation ist als Anlage 4 Gegenstand der Niederschrift.

 

Ziel dieses Projektes sei es gewesen, die Bürger des Stadtteils Altenhagen zur Lebensqualität im Stadtteil zu befragen. Zu diesem Zweck seien 170 Fragebogen verteilt worden, von denen 83 Fragebögen zurückflossen. Diese wurden auch in den Sprachen Englisch, Arabisch und Türkisch ausgeteilt. In Zusammenarbeit mit ortskundigen Akteuren wurde der Stadtteil, wie auf dem Kartenausschnitt zu sehen sei, in 3 Bezirke aufgeteilt. Neben der quantitativen Befragung erfolgte auch eine qualitative Befragung von ca. 20 Personen auf dem Friedensplatz.

 

Leider sei kein Zugang zu den südosteuropäischen Bürgern – vermutlichen wegen sprachlicher Hindernisse – möglich gewesen.

 

Herr Ali Oglu bedauert, von diesem Projekt nicht früher erfahren zu haben, da er im Stadtteil Altenhagen gut vernetzt sei und daher Hilfestellung hätte leisten können. Außerdem seien Integrationshelfer ausgebildet, die jedoch von der Stadt Hagennicht eingesetzt würden.

 

Frau Keller erwidert, dass die Verwaltung durch ein Landesprogramm Quartiersmanager eingesetzt habe, die Integrationsarbeit, insbesondere für südosteuropäische Zuwanderer, leisten. Außerdem sei ein Lotsenprogramm mit einem finanziellen Volumen von 250.000 € bewilligt wurde, dass für die nächsten 3 Jahre 6 Sozialarbeiterstellen finanziere, wobei 1 Stelle davon für Altenhagen vorgesehen sei. Dieses Programm sehe auch eine Art Verfügungsfonds vor, für ein Frauencafé und einem kleineren Beschäftigungsprogramm für Zuwanderer. Jedoch seien Sozialarbeiter mit südosteuropäischen Sprachkenntnissen sehr schwer zu finden.

 

Herr Schwemin ergänzt, dass zu den sozialen Aspekten auch im Rahmen der Stadtentwicklung bzw. Städtebau durch ein Modellvorhaben des Bundes eine neue Koordinierungsstelle mit 2 Stellen eingerichtet wurde. Diese beschäftige sich zusammen mit dem Fachbereich Jugend und Soziales, um Problemimmobilien und deren Bewohner. Begehungen dieser Immobilien werden grundsätzlich mit entsprechenden Dolmetschern durchgeführt.

 

Auf die Nachfrage von Herrn Quardt bestätigt Frau Keller, dass der „Runde Tisch Altenhagen“ weiterhin in den Prozess involviert sei. Als neue Ansprechpartnerin für Herrn Hannusch sei Frau Schwanke zurzeit zuständig.

 

Frau Buchholz bedankt sich für die Präsentation und bedauert auch, dass nach der Beendigung verschiedener Förderprojekte solche Einrichtungen wie das Stadtteilbüro geschlossen werden. Sie möchte wissen, wie die bezirkliche Einteilung vorgenommen wurde. Ein Studierender erklärt, dass auf der Grundlage einer älteren Studie insbesondere mit Frau Sauerwein diese Einteilung vorgenommen wurde.

 

Auch Frau Kingreen empfindet die Sprachbarrieren als großes Problem der Zuwanderer und sieht auch dringenden Handlungsbedarf für Sozialarbeiter, die Verhaltensregeln vermitteln können.

 

Auf die Frage von Herrn Kempkens erklären die Studierenden, dass dieses Projekt über zwei Semester lief und der Stadtteil Altenhagen 12 bis 13 Mal besucht wurde. Aus Sicht des Professors war ein überdurchschnittlicher Arbeitsaufwand nötig, der ohne ein entsprechendes Budget durchgeführt wurde.

Auf die weitere Anregung von Herrn Kempkens, dass es doch sinnvoller sei, Hagener Studenten mit einer solchen Aufgabe zu betrauen, sagt der begleitende Professor, dass eine solche Studie aus Neutralitätsgründen besser von „Außen“ gemacht werde.

 

Zur Frage von Herrn Wetzel zum Thema Busverbindungen sagt der Vortragende, dass die Taktung der Buslinien als nicht ausreichend empfunden werde.

 

Herr Fischer möchte wissen, wie viele Fragebögen aus den einzelnen der drei Bezirke abgegeben wurden.

Auch zu den Fragen von Frau Kingreen und Herrn Häßner zu Fragebögen aus verschiedenen Sprachen oder der Auswertung der Frage 21, bzw. 22 des Fragebogens bieten die Studenten an, diese und auch weitere Fragen zu sammeln und später zu beantworten, da die angesprochenen Daten jetzt nicht greifbar seien.

 

Herr Quardt nimmt dieses Angebot gerne an und erklärt, dass diese und auch weitere Fragen durch die Geschäftsstelle an die Fachhochschule Dortmund zur Beantwortung weitergeleitet werden können.

 

Weiter bedankt sich Herr Quardt ausdrücklich bei den Akteuren der Fachhochschule Dortmund für den gelungenen Vortrag mit einem kleinen Präsent.

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Beschluss:

Der Bericht wird dankend zur Kenntnis genommen.

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Abstimmungsergebnis:

 

X

Zur Kenntnis genommen

 

 

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Anlagen