09.05.2017 - 2 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Bezirksvertretung Hagen-Mitte
- Datum:
- Di., 09.05.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Frau S. möchte wissen, ob es richtig ist, dass in der Kindertagesstätte „Erlebniskindergarten Emst“ umfangreiche Umbauarbeiten erforderlich seien, bei denen asbesthaltige Materialien entfernt werden sollen.
Weiter fragt sie, ob das Risiko der Kindeswohlgefährdung dabei in Kauf genommen werde. Bei einer Einladung zu einer Informationsveranstaltung, die in der letzten Woche stattgefunden habe, sei nicht die Rede von einer „Asbestsanierung“ gewesen, vielmehr sei von „umfangreichen Umbauarbeiten im Außenbereich“ in der Einladung gesprochen worden. Aus diesem Grunde waren auch nur sechs Eltern bei der Informationsveranstaltung anwesend.
Jetzt habe sie erfahren, dass die Sanierungsarbeiten 9 Monate dauern sollen, die Arbeiter Schutzkleidung tragen werden und trotzdem der Betrieb der Kindertagesstätte normal weitergeführt werden solle, obwohl auch Arbeiten im Innenbereich vorgesehen seien. Sie sei der Meinung, dass bei einer solchen Maßnahme alle Eltern schriftlich umfassend zu informieren seien.
In anderen Städten würden bei derartigen Sanierungsmaßnahmen die Einrichtungen vorübergehend räumlich verlegt. Da es sich um ein Familienzentrum handelt, stehen solche Räumlichkeiten unter Umständen auch fußläufig zur Verfügung.
Herr Hannusch berichtet, dass am 04.05.2017 ein Informationsabend stattgefunden habe, nach dem es weder Beschwerden noch Fragen gegeben habe. Er sei kein Fachmann für derartige Sanierungsmaßnahmen, doch könne er berichten, dass schon mehrere gleichartige Einrichtungen auf diese Weise saniert wurden. Diese Maßnahmen seien immer ohne Schwierigkeiten abgelaufen.
Bei dem Informationsabend sei von den Fachleuten der Gebäudewirtschaft sehr transparent über die Maßnahmen informiert worden. Es handele sich um ein Unterdruckverfahren, bei dem keine Stoffe freigesetzt werden. Die belasteten Stoffe werden abgekapselt vor Ort verpackt und entsprechend entsorgt.
Nach jedem Baufortschritt werden die Eltern entsprechend informiert.
Er sagt zu, eine Stellungnahme der Fachfirma bzw. der Gebäudewirtschaft zum Protokoll nachzureichen.
Herr Grothe bestätigt die Ausführungen von Herrn Hannusch und erklärt nochmals, dass keine Personen irgendwelchen Gefahren ausgesetzt werden und man mit derartigen Maßnahmen bereits umfangreiche Erfahrungen habe.
Herr Quardt sagt zu, Frau Sinn die Stellungnahme zur Kenntnis zu geben und bietet außerdem zu jedem Zeitpunkt seine Gesprächsbereitschaft an.
Frau Kingreen bittet ausdrücklich, auch die Bezirksvertreter entsprechend zu informieren.
