04.05.2017 - 2.4 Personal- und Organisationsbericht 2016
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.4
- Gremium:
- Haupt- und Finanzausschuss
- Datum:
- Do., 04.05.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB11 - Personal und Organisation
- Bearbeitung:
- Bianca Martinez
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Rudel bezieht sich auf die Ausführungen zum „Fördermittelmanagement“ auf Seite 20 des Berichtes. Seiner Erkenntnis nach solle das Fördermittelmanagement der Idee nach von einer Einzelperson abgedeckt werden. Recherchen seiner Fraktion hätten ergeben, dass die Stadt Gelsenkirchen für 2017 Landesmittel in Höhe von 13 Mio. Euro zur Förderung von Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt akquirieren konnte. Die Stadt Dortmund habe in ähnlicher Höhe Projekte beim Land beantragt. Seine Fraktion bitte daher um intensive Befassung mit dem Fördermittelmanagement im Hinblick darauf, dass es im Ergebnis möglicherweise von mehr als einer Person wahrgenommen werden sollte.
Herr Oberbürgermeister Schulz weist darauf hin, dass ein interkommunaler Vergleich wegen unterschiedlicher Strukturen manchmal nicht aussagekräftig sei. Hinsichtlich der Maßnahmen im zweiten Arbeitsmarkt habe Hagen mit der agentur mark eine eigene Gesellschaft, in der man sich um Fördermittel bemühe. Letztendlich müsse man sich die Frage stellen, ob Fördermittelmanagement zentral oder dezentral betrieben werden solle. Man sei dabei, den für Hagen richtigen Weg herauszufinden. Die Personalstärke sei zunächst kein Indikator für die Intensität der Antragsbearbeitung oder die Höhe der Fördermittel.
Herr Schmidt bezieht sich auf die ab Seite 57 des Berichtes dargestellte Altersstruktur bei der Hagener Stadtverwaltung. Mehr als zwei Drittel des Personals sei 46 Jahre alt oder älter. Der Altersdurchschnitt werde in den nächsten Jahren weiter steigen.
Die Krankenquote läge über dem Durchschnitt des Deutschen Städtetages. Ältere Mitarbeiter würden oft längerfristiger krank als jüngere. Dies habe in mehreren Bereichen negative Auswirkungen auf den städtischen Haushalt und die Leistungsfähigkeit der Stadtverwaltung.
Er rege daher an, dass sich Politik und Verwaltung diesem Thema in nächster Zeit intensiv widmen sollten, um dem entgegenzuwirken.
Herr Oberbürgermeister Schulz erwähnt, dass die Stadt sich im Ausbildungsbereich bemühe, Personalnachwuchs zu gewinnen. Er sei gerne bereit, in der Kommission für Beteiligungen und Personal gemeinsam nach Strategien gegen die Überalterung zu suchen.
Herr Keßen berichtet, dass versucht werde, die Entwicklungen durch betriebliches Gesundheitsmanagement und die Einstellung von Auszubildenden und jungen Mitarbeitern ein Stück weit auszugleichen. Die Rahmenbedingungen könne man jedoch in den nächsten zehn bis zwanzig Jahren nicht wesentlich verändern.
Herr König begrüßt eine gemeinsame Beschäftigung mit dem Thema. Er hält es für problematisch, dass beispielsweise bei Berufen im technischen und sozialen Bereich, in denen die Stadt Hagen nicht ausbilden könne, nur befristete Stellen ausgeschrieben würden, während andere in diesen Bereichen unbefristete Stellen anböten.
Hinsichtlich des zweiten Arbeitsmarktes wendet er sich an Frau Kaufmann in ihrer Funktion als Vorsitzende der Gesellschafterversammlung der agentur mark. Er fragt, ob es einen konkreten Antrag gebe, im Rahmen des neu aufgelegten Landesprogrammes für den zweiten Arbeitsmarkt tätig zu werden. Seiner Auffassung nach ginge es darin in erster Linie nicht um Qualifizierung, sondern um Maßnahmen für Beschäftigte, die aufgrund ihrer besonderen Problematik weder für den ersten Arbeitsmarkt noch für eine Qualifizierung geeignet seien.
Frau Kaufmann sagt eine schriftliche Information zu.
