16.03.2017 - 2.3 Präsentation zum Vertriebskonzept der Sparkasse...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
Reduzieren

Wortprotokoll

 

Herr Oberbürgermeister Schulz begrüßt Herrn Klaus Oberliesen, Vorstandsmitglied der Sparkasse HagenHerdecke, und Herrn Frank Mohrherr, stellvertretendes Vorstandsmitglied.

 

Herr Oberliesen und Herr Mohrherr stellen anhand einer Powerpoint-Präsentation (siehe Anlage zum Protokoll) die „Vertriebsstrategie der Zukunft“ vor.

 

Herr Hentschel teilt mit, dass er über mehrere Tage verteilt in der Hauptsparkasse einige Stunden lang beobachtet und festgestellt habe, dass Kunden Hilfe bei der Automatenbedienung benötigt hätten. Er möchte wissen, ab es nicht möglich sei, die zur Schließung vorgesehenen Zweigstellen zumindest mit einem Sparkassenmitarbeiter zu besetzen, der bei entsprechenden Problemen helfen könne, oder Rufanlagen zu installieren, mit denen Mitarbeiter herbeigerufen werden könnten.

 

Herr Oberliesen kann die Beobachtungen so nicht nachvollziehen, wenngleich es in Einzelfällen Verwechslungen zwischen den Automatenarten geben könne.

Geschäftsstellen mit nur einem Mitarbeiter zu besetzen sei rechtlich nicht zulässig.

Er würde auch keinem Mitarbeiter zumuten wollen, alleine in einer Geschäftsstelle zu sitzen und darauf zu warten, dass er mal am Automaten benötigt würde. Notknöpfe werde es geben.

 

Herr Schmidt hält die beabsichtigten Maßnahmen für Verschlechterungen. Er habe Verständnis für die Situation der Sparkasse im Wettbewerb mit anderen Banken und den Kostendruck, werde die beabsichtigten Maßnahmen gegenüber dem Bürger aber weder als Politiker noch als Journalist beschönigen, wenngleich sie wohl nicht zu vermeiden seien.

 

Herr Thieser teilt mit, dass die Strategie im Verwaltungsrat der Sparkasse zweimal intensiv diskutiert und zur Kenntnis genommen worden sei. Auch mit dem neuen Vertriebskonzept sei die Sparkasse das Bankinstitut mit dem engsten Zweigstellennetz; darauf sollte man stolz sein.

Auch durch Filialschließungen in den letzten Jahren sei das System nicht zusammengebrochen.

Menschen, die aufgrund Ihres Alters oder von Behinderungen bei Bankgeschäften bei der Sparkasse Hilfe benötigten, würden diese auch erhalten.

Die Stadt als Gewährträger müsse auch an der wirtschaftlichen Entwicklung der Sparkasse interessiert sein. Er sei überzeugt davon, dass sich das neue Vertriebskonzept auch im Vergleich mit anderen Bankinstituten sehen lassen könne und unterstützt werden sollte.

 

Herr Strüwer ist der Auffassung, dass das neue Konzept zwar für einige Kunden mit höherem Aufwand und Nachteilen verbunden sei, aber im Zuge zunehmender Digitalisierung im Kundenverhalten sei ein Vertriebskonzept unabdingbar, das weiterhin Kundennähe zeige, aber auch Wirtschaftlichkeit. Aufgrund einer gesicherten Wirtschaftlichkeit könne dem Bürger durch Unterstützungen im Kultur-, Sport- und sozialen Bereich etwas zurückgegeben werden.

Trotz vereinzelter Nachteile habe der Bürger dadurch einen Nutzen.

 

Herr Hentschel geht davon aus, dass der Erhalt der Sparkasse nicht an den einzusparenden Filialen hänge. Heutzutage seien Serviceleistungen oft entscheidend für die Wahl eines Unternehmens. Er gehe lieber zu einer Bank, die vor Ort einen persönlichen Ansprechpartner habe.

 

Herr Thielmann hält die Sparkasse für ausgesprochen serviceorientiert und das neue Konzept für die richtige Reaktion auf das veränderte Nutzungsverhalten der Kunden.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz weist darauf hin, dass der Tagesordnungspunkt dazu dienen sollte, umfassend über die Gründe für das neue Vertriebskonzept zu informieren. Die Entscheidung für das Konzept sei bereits gefallen; er appelliere daher daran, nicht mehr im Nachgang das Für und Wider zu diskutieren.

Der Verwaltungsrat habe ausdrücklich begrüßt, dass die vorgeschlagenen Änderungen auf Basis der Kundenfokusgruppen entwickelt wurden.

 

Herr Rudel betont, dass es sich der Vorstand und der Aufsichtsrat nicht leicht gemacht hätten. Es musste eine Abwägung getroffen werden einerseits hinsichtlich dem, was vom Kunden nachgefragt werde und ihm angeboten werden soll, und andererseits hinsichtlich dem, was für den Erhalt und das dauerhafte Ergebnis des Instituts richtig sei. Mit dieser Thematik habe man sich intensiv auseinandergesetzt.

 

Herr Schmidt berichtet, dass die kleinen Filialen der Volksbank Hohenlimburg nicht täglich, aber tageweise besetzt seien. Er möchte wissen, ob die Sparkasse diesen Vertriebsweg auch geprüft habe und, wenn ja, was sie letztendlich davon abgehalten habe.

 

Herr Mohrherr teilt dazu mit, dass man sich intensiv mit allen Standorten auseinandergesetzt habe. Aktive Beratungen würden in den kleinen Filialen vom Kunden kaum nachgefragt.

Der Gedanke an Teilöffnungen sei verworfen worden.

Man habe es für wichtiger gehalten, einfache und transparente Öffnungszeiten anzubieten. Das sei auch Wunsch der Kunden.

 

Herr Wisotzki möchte dem Vorstand der Sparkasse gegenüber anregen, für gebrechliche und pflegebedürftige Menschen einen mobilen Service einzurichten, der ihnen Geld bringe und Bankgeschäftsunterlagen mitnehme. 

 

Herr Hentschel weist darauf hin, dass der Verwaltungsrat gegenüber dem Unternehmen verpflichtet sei. Die Politik sei es aber gegenüber dem Bürger und dem Gemeinwohl.

 

Herr Eiche ist der Meinung, dass der Markt vieles regele. Wenn man der Logik von Herrn Hentschel folgen würde, müsste es auch in fast jeder Straße noch Telefonzellen und Briefkästen geben. Dies sei aber nicht so, was einer ähnlichen Entwicklung geschuldet sei. Diese Entwicklungen seien nicht zu vermeiden und müssten so gestaltet werden, dass man sie mittragen könne. Hinsichtlich des Vertriebskonzeptes könne seine Fraktion dies.

Reduzieren

 

Reduzieren

__

Reduzieren

Anlagen