05.10.2017 - 4.5 Resolution des Rates der Stadt HagenHier:Autoba...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.5
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 05.10.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB01 - Oberbürgermeister
- Bearbeitung:
- Kerstin Eckhoff
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Oberbürgermeister Schulz erläutert, dass die Erneuerung der Talbrücke Volmarstein auf der Autobahn A1 mit der korrespondierenden geplanten Schließung für einen geplanten Zeitraum von 3 Jahren in der Auffahrt Richtung Nord zu erheblichen Problemlagen führe. Auch wenn eine Umleitung geplant ist, sei zu befürchten, dass die betroffenen Kommunen zusätzliche Verkehre bekommen, weil sich nicht alle LKW-Fahrer an die Umleitungen werden halten müssen. Er teilt mit, dass er gemeinsam mit den Bürgermeistern der betroffenen Kommunen sowie den Hauptgeschäftsführern der IHK und dem Arbeitgeberverband den Verkehrsminister des Landes NRW mit der Bitte angeschrieben hat, die Schließung entweder in ihrer Länge zu reduzieren oder alle gemeinsam erarbeiteten Alternativen zu realisieren seien. Die Resolution des Rates sei eine gute Ergänzung hierfür.
Beschluss:
Resolution
Der geplante Neubau der Talbrücke Volmarstein auf der Autobahn A1 führt zu umfangreichen Veränderungen der Verkehrsführung auf den viel befahrenen Streckenabschnitt. Wegen der komplizierten Einfädelung von Lkws in den Baustellenbereich wollen die Baugesellschaft DEGES und Straßenbehörde die Auffahrt in Richtung Norden für drei Jahre sperren. Der Schwerlastverkehr soll in dieser Zeit einen Umweg bis zum Autobahnkreuz Wuppertal fahren, um dort zu wenden. Diese Idee der Planer hätte erhebliche Umwege und Mehrkosten für die Speditionen zur Folge.
Realistischer ist deshalb anzunehmen, dass sich der LKW-Verkehr die kürzeren und mautfreien Wege durch Hagens Stadtteile Haspe, Wehringhausen und die Hagener Innenstadt sucht. Das wiederum hätte eine erhebliche Überlastung des Hagener Verkehrsnetzes und einen massiven zusätzlichen Eintrag von Schadstoffen zur Folge. Diese Entwicklung hätte also weit reichende Folgen für die Menschen in Hagen und die betroffenen Unternehmen.
Deshalb fordert der Rat alle Verantwortlichen auf, das Baustellenverkehrskonzept an der Anschlussstelle Volmarstein noch einmal gründlich zu überarbeiten. Vorrangiges Ziel muss es sein, die geplante Sperrung der A1-Auffahrt Volmarstein in Richtung Bremen komplett zu vermeiden.
Der Oberbürgermeister, die Hagener Bundestags- und Landtagsabgeordneten sowie der Regierungspräsident sind gemeinsam mit dem federführenden Unternehmen DEGES aufgerufen, sich aktiv in das Genehmigungsverfahren des Baustellenverkehrskonzepts einzuschalten, um eine dauerhafte Anbindung der Anschlussstelle Volmarstein in alle Richtungen aufrecht zu erhalten. Dazu braucht es einen beschleunigten Prüf- und Genehmigungsprozess. Der Landesbetrieb Straßen.NRW ist ausdrücklich gebeten, sein über Jahrzehnte gesammeltes Fachwissen in diesem Verfahren beizusteuern.
Sollten die Sperrungen trotz Nutzung aller denkbaren Alternativen tatsächlich unvermeidlich sein, sind diese auf ein Minimum zu beschränken. Bei der Planung der Umleitungsverkehre sind die betroffenen Kommunen im Vorfeld mit einzubinden.
Die kommunalen Gremien der Anliegerstädte sowie die Öffentlichkeit sind über den Fortschritt der Neuplanung des Baustellenverkehrskonzepts und der Zeitabläufe jeweils unverzüglich zu unterrichten.
Anlagen zur Vorlage
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(wie Dokument)
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7,6 kB
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