05.10.2017 - 4.4 Resolution des Rates der Stadt Hagen
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.4
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 05.10.2017
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Vorschlag zur Tagesordnung
- Federführend:
- FB01 - Oberbürgermeister
- Bearbeitung:
- Kerstin Eckhoff
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Thielmann teilt mit, dass die FDP-Fraktion dieser Resolution nicht zustimmen werde. Es sei ihm alles noch viel zu vage. In der Resolution würden eine Menge Konjunktive in einer teilweise gewerkschaftsnahen Sprache aufgeführt.
Herr Rudel erläutert die große Sorge um die Arbeitsplätze in Hagen bei Betrieben und bei Betrieben, die durch Zulieferung betroffen seien. Daher sollte sehr offen im Konjunktiv und appellierend mit einer solchen Resolution in Richtung Unternehmensverbund vorgegangen werden.
Beschluss:
Resolution des Rates der Stadt Hagen
Der Rat der Stadt Hagen appelliert an Geschäftsführung und Aufsichtsrat von ThyssenKrupp, im Rahmen der geplanten Fusion mit dem indischen Stahlkonzern Tata sowohl die Konzernstandorte als auch die Arbeitsplätze zu erhalten.
Die Belegschaft, die Betriebsräte und die IG Metall wehren sich gegen die Fusion und kämpfen für die Wahrung ihrer Arbeitnehmerrechte. Nach allem, was bisher bekannt wurde, enthält die Vereinbarung große Risiken. Schon jetzt seien 2 000 Arbeitsplätze bei Thyssen-Krupp in Gefahr. Es wird befürchtet, dass die Fusion der Einstieg in einen massiven Stellenabbau sein könnte.
Betroffen sein könnten auch die rund 950 Mitarbeiter am ThyssenKrupp-Standort Hohenlimburg. Das Unternehmen ist Spezialist für kundenspezifische Anwendungen, bei denen auch kleine Losgrößen wirtschaftlich gefertigt werden. Hauptabnehmer sind die Hagener Kaltwalzunternehmen sowie die Automobil- und Zuliefererindustrie.
Betriebsrat und IG Metall hatten am 22. September zu einer Großdemonstration in Bochum aufgerufen, auf der 7 000 Teilnehmer gegen die Fusionspläne und für den Erhalt ihrer Arbeitsplätze demonstrierten.
Der Rat der Stadt Hagen erklärt sich mit den ThyssenKrupp-Arbeitnehmern und deren Familien bei ihrem Kampf um den Erhalt aller Arbeitsplätze solidarisch.
Anlagen zur Vorlage
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
|---|---|---|---|---|---|
|
1
|
(wie Dokument)
|
253,9 kB
|
