03.05.2016 - 6.2 Berücksichtigung der planungsrelevanten Art Has...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Di., 03.05.2016
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Welzel berichtet anhand einer Powerpoint-Präsentation vom Vorkommen des Haselhuhns in Hagen, einem endemischen Vorkommen der Unterart rhenana (Westliches Haselhuhn) und dessen europäische Bedeutung. Er erklärt die standorttreue und scheue Lebensweise und die Lebensraumansprüche der Art sowie die Schwierigkeit, das Haselhuhn im Rahmen von Standardkartierungen zu erfassen. So sind die meisten Begegnungen mit Haselhühnern zufällig. Aus seiner Sicht sollte um die Orte, an denen seit Jahrzehnten regelmäßig Haselhuhnnachweise erbracht werden, v. a. mit Windkraftanlagen ein Abstand von 1000 m eingehalten werden. Seine Sorge ist, dass das Haselhuhn im Rahmen der Kartierungen zu den aktuellen Planungen in Hagen übersehen wird und es dadurch zu einem Erlöschen der europäisch bedeutsamen endemischen Population kommt.
Unter Beteiligung von Frau Buchholz sowie der Herren Huyeng, Dr. Bücker, Dr. Braun und Welzel wird erörtert, dass die Existenz einer Haselhuhnpopulation in Hagen nicht auf laienhaften Annahmen und Vermutungen basiert, sondern auf wissenschaftlich anerkannten Schlüssen, die aus der Auswertung von seit Jahrzehnten immer wiederkehrende Beobachtungen, Eierschalenfunden und Rufnachweisen resultieren.
