09.03.2016 - 2 Einwohnerfragestunde
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Mi., 09.03.2016
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Frau Buchholz referiert über die fachlich technischen Hintergründe zur Entstehung von Lärmemissionen, Infraschall und bedrängende Wirkungen von Windenergieanlagen sowie über den rechtlichen Umgang damit. Anhand ihrer unabhängigen Berechnungen kommt sie zu dem Ergebnis, dass die im FNP-Änderungsverfahren veranschlagten Abstandsflächen ausreichend zum Schutz der Anwohner/innen bemessen sind. Lärmbelästigungen seien bei einem Abstand von 750 m aus fachlicher Sicht nicht zu erwarten.
Auf Anfrage von Herrn Dr. Bücker zur max. Geschwindigkeit der Rotorspitzen von WEA wird von Frau Buchholz erklärt, dass die max. Geschwindigkeiten keinen Überschallknall erzeugen können.
Anfrage von Herrn Berger: Warum legt die Verwaltung einen Lärmpegel von WEA zu Grunde, ohne den eigentlichen Anlagentyp zu kennen; gehört dieser Aspekt nicht in das Genehmigungsverfahren nach BImSchG?
Antwort der Herren Bleja und Gimpel: Der Windenergieerlass empfiehlt, eine vorsorgliche Immissionsschutzprognose auf FNP-Ebene durchzuführen. Ferner ergab sich aus der politischen Beschlusslage die Anforderung, sich mit der Thematik zu befassen.
Anfrage von Herrn Berger: Warum betreibt die Verwaltung bei der Ausweisung der WEA-Konzentrationszonen eine „Negativplanung“, bei der die Kyrillflächen nachkartiert werden müssen?
Antwort von Herrn Bleja: Die Berücksichtigung der aktuellen Waldgesellschaften ergibt sich aus der verfahrensgemäß erforderlichen Beteiligung des Landesbetriebes Wald und Holz.
Anfrage von Herrn Bühren: Wiegt das nationale Ziel der Emissionsreduzierung nicht höher als artenschutzrechtliche Belange?
Antwort Herr Bleja: Artenschutzrechtliche Belange unterliegen nicht der Abwägung.
Anfrage Herr Bühren: Kommt Infraschall auch noch an anderen Orten in der Umwelt vor?
Antwort Frau Buchholz: Laut Studien ist Infraschall ein natürlicher Bestandteil unserer Umwelt, dem man bei vielen Gelegenheiten, z. B. im Auto, ausgesetzt ist.
