31.08.2016 - 7 Bericht aus der Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr

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Wortprotokoll

Frau Adamczak teilt mit, dass sich die Arbeitsgruppe Bauen und Verkehr am 17.08.2016 getroffen habe. In der Sitzung ging es zunächst noch einmal um blindengerechte Ampelanlagen und es wurde die Frage aufgeworfen, warum an diesen Ampelanlagen die Grünpfeilschilder ausgetauscht werden müssen.

 

Frau Gleiß verliest die Antwort von Herrn Winkler von der Abteilung Straßenplanung zum Thema Grünpfeilschilder. Demnach bestimmt die Verwaltungsvorschrift zur Straßenverkehrsordnung, dass an Knotenpunkten, die häufig von Blinden, seh- oder mobilitätsbehinderten Personen gequert werden, die Grünpfeil-Regelung nicht angewandt werden sollte. Die Stadt Hagen hat sich daher dazu entschlossen, die Grünpfeilschilder nach und nach abzubauen.

 

Frau Adamczak weist darauf hin, dass die Stadtwerke Münster - im Gegensatz zu vielen anderen Verkehrsunternehmen in NRW - E-Scooter befördern. Allerdings müssen die Betroffenen ihre Fahrkompetenz nachweisen und an einer Schulung teilnehmen.

 

Sie berichtet über ein Projekt im Kreis Unna. Hier wurden alle Busse mit einer Hardware für ein Blindenleitsystem ausgerüstet. Mit einer entsprechenden Handy-App kann man Busverbindungen suchen, sich Haltestellen ansagen lassen und an den Haltestellen werden die ankommenden Busse angesagt.

 

Frau Adamczak erwähnt einen Presseartikel, nach dem im Freilichtmuseum künftig eine Museumsbahn fahren soll. Vom Parkplatz bis zur Bäckerei sind sechs Haltestellen vorgesehen. Falls die Politik zustimmt, soll mit den Bauarbeiten im Frühjahr 2017 begonnen werden. Gleichzeitig soll der Eingangsbereich hinunter zum Parkplatz verlegt werden.

 

Sie teilt mit, dass der Bahnübergang Rummenohl saniert wird, allerdings wird der Bahnsteig nicht barrierefrei umgebaut.

 

Die Löwen Apotheke an der Johanniskirche hat das Signet barrierefrei erhalten.

 

Sie berichtet, dass die Städte Aachen und Münster Bushaltestellen nach einer Prioritätenliste umbauen. In Hagen ist dies auch angedacht, allerdings fehlt für die Umsetzung das nötige Personal. Es soll nun gemeinsam mit dem Seniorenbeirat eine Arbeitsgruppe mit dem Titel „Barrierefreier ÖPNV“ gebildet werden. Die Ergebnisse der Arbeitsgruppe sollen dann der Öffentlichkeit und im Sozialausschuss vorgestellt werden.

 

Herr Wirth ergänzt die Ausführungen um die Mitteilung über eine Änderung der Straßenverkehrsordnung. Ab 2016 müssen neue Fernbusse mindestens über zwei Rollstuhlplätze verfügen, ab 2020 müssen alle Fernbusse diese Rollstuhlplätze haben. Werden Personen im Rollstuhl sitzend im Auto oder Bus transportiert, so müssen die Rollstühle ab sofort mit einem Kraftknoten gesichert werden, sofern die entsprechenden Vorrichtungen vorhanden sind.

Auf Nachfrage von Herrn Wirth melden sich für die Arbeitsgruppe „Barrierefreier ÖPNV“ Herr Wortmann, Frau Lischke, Frau Noack, Frau Adamczak und Herr Quadt.

 

Herr Goldbach berichtet über die geplante Umgestaltung des Wilhelmsplatzes. Das Gefälle des Platzes soll durch Rampen in Teilbereichen abgefangen werden. Demnächst werden die Pläne im Rahmen einer öffentlichen Anhörung vorgestellt werden.

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