01.06.2016 - 4 Wohnen für Menschen mit Handicap

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Wortprotokoll

Frau Ursula Baumann stellt sich als Architektin des Hohenlimburger Bauvereins vor. Sie ist unter anderem zuständig für das Projekt des Bauvereins „Chancen für ein gutes Leben, lebenslanges Wohnen im Quartier“. Der Verein möchte seinen Mietern die Möglichkeit bieten, lebenslang in der vertrauten Umgebung wohnen zu bleiben. Der Verein vermietet die Wohnungen, für Betreuung und Pflege stehen Kooperationspartner zur Verfügung. Neben einem Pflegedienst sind zum Beispiel auch ein Sanitätshaus, eine Praxis für Ergotherapie und ein Friseur Kooperationspartner. An zwei Standorten gibt es Mieter-Cafés. Eine Mitarbeiterin führt  bei Bedarf auch Hausbesuche durch und berät zur barrierefreien Ausstattung der Wohnungen und zu barrierefreien Umbaumaßnahmen. Auch ein Pflegeheim - das Hülsemannhaus - steht den Mietern zur Verfügung, wenn ein Verbleiben in der eigenen Häuslichkeit nicht mehr möglich ist. Nach und nach sollen die Wohnungen - soweit dies möglich ist - barrierearm werden. So werden alle Erdgeschosswohnungen mit einer ebenerdigen Dusche ausgestattet. Dort wo es möglich ist, werden Rampen an Hauseingänge angebaut. Für demenzkranke Menschen gibt es seit kurzem ein neues Angebot: in einer Demenz-Wohngemeinschaft wohnen neun Bewohner weitgehend selbstbestimmt.

Frau Baumann erläutert, dass das Projekt „Chancen für ein gutes Leben“ durch den Spitzenverband der Krankenkassen (GKV) gefördert wird. Das Projekt soll weiter ausgeweitet werden. Im Anschluss an den Vortrag beantwortet Frau Baumann Fragen der Anwesenden. Abschließend stellt sie fest, dass die Nachfrage an barrierearmen Wohnraum sehr groß ist, das Angebot jedoch zu klein ist.

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