08.06.2005 - 5 Situation der älteren Migranten- mündlicher Ber...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 5
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 08.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Verrieth berichtet, dass die
Verwaltung 2002 durch die Politik beauftragt worden ist eine Umfrage unter
älteren Ausländern in Hagen durchzuführen, um nähere Erkenntnisse über deren
Lebens- und Bedürfnislagen zu gewinnen.
Zu diesem Zweck wurde ein Fragebogen
entwickelt nach dem ältere Migranten in Hagen zu ihrer sozialen Situation, zu
ihren Wohnsituationen, Gesundheit, Freizeitgestaltung und Lebenszielen befragt
wurden.
Dabei wurden die fünf größten
Nationalitäten Türken, Italiener, Griechen, Jugoslawn und Portugiesen befragt.
Insgesamt erfasste die Befragung 110 ältere ausländische Mitbürger.
Zur integrativen Situation der älteren
Migranten wurden in Hagen überwiegend positive Aspekte benannt, so zum Beispiel
waren die meisten bei der Beurteilung ihrer Wohnsituation positiv eingestellt.
Nur wenige der befragten Personen waren aber mit den ihnen zur Verfügung
stehenden Haushaltseinkommen zufrieden. Die überwiegende Anzahl gab an, ihren
Lebensabend in der Stadt Hagen verbringen zu wollen.
Das Ergebnis der Umfrage wurde dann in
der Sitzung des Sozialausschusses am 21.05.2003 vorgestellt, ebenso im
Ausländerbeirat/Integrationsrat, in der Arbeitsgemeinschaft der Verbände, im
Seniorenbeirat, in der Arbeitsgemeinschaft der Heimleiter, der
Arbeitsgemeinschaft der ambulanten Dienste und in der Arbeitsgemeinschaft der
Begegnungsstätten( offene Seniorenarbeit).
Bei der Beratung der Ergebnisse hat
sich herausgestellt, dass bereits viele Angebote für ältere Migranten bestehen
und sich die vorgenannten Organisationen bemühen, verstärkt auf die Bedarfe der
Migranten einzugehen.
Zum Beispiel wurde festgestellt, dass
praktisch alle stationären Einrichtungen bereits Erfahrungen mit
pflegebedürftigen Migranten gemacht haben; diese wurden fast ausnahmslos
positiv bewertet.
Auf die ambulanten Dienste sind diese
Erfahrungen ebenfalls übertragbar.
Allgemein konnte festgestellt werden,
dass insbesondere im pflegerischen Bereich zur Zeit kein akuter Handlungsbedarf
in Hagen vorhanden ist.
Zur Zeit wird im Bereich der offenen
Altenarbeit im Stadtteil Altenhagen für ältere Migranten ein niedrigschwelliges
Angebot entwickelt. In Form eines Runden Tisches sollen die Bedarfe der
unterschiedlichen Nationen ermittelt werden. Unter dem Thema Senioren bauen
Brücken sollen Deutsche und ausländische Senioren zu gemeinschaftlichen
Aktivitäten angeregt werden.
Im Herbst 2005 ist eine Sondersitzung
( gemeinsame Sitzung) von Seniorenbeirat und Integrationsrat vorgesehen.
Über die Ergebnisse und weitere
Schritte wird die Verwaltung Bericht erstatten.
