08.06.2005 - 6 Ärztliche Versorgung im Männerasyl-mündlicher B...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Datum:
- Mi., 08.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Zur aktuellen Situation führt Frau Dr.
Sommer aus, dass die Kosten für eine einfache Basisausstattung (
Behandlungszimmer) und Grundausstattung wie z.B. Verbände ca. 2800 betragen.
Problematisch ist, dass neben diesen
Basiskosten nicht kalkulierbare Folgekosten entstehen, da weder klar ist welche
Sachmittel verbraucht werden noch welche Kosten durch die Behandlungspflege
entstehen.
Überdies sind auch die Personalkosten
für die behandelnden Ärzte zu berücksichtigen.
Im Anschluss an eine rege Diskussion
bietet Herr Dr. Schmidt an mit Frau Dr. Sommer einen Termin zu vereinbaren um
das vom Ausschuss verfolgte Ziel möglichst zeitnah umzusetzen.
Bevor es hier zu einer näheren
Konkretisierung kommt weist Herr Gierke darauf hin, dass aktuell ein
entsprechendes Projekt mit dem Namen Mobil aufsuchender Gesundheitsdienst
auf Landesebene diskutiert werde.
Dieses Modell sieht folgende Eckpunkte
vor:
-
die gesetzliche Krankenversicherung und die
Kassenärztliche Vereinigung tragen jeweils 50% der Kosten.
-
das Team des mobil aufsuchenden Gesundheitsdienstes
besteht aus einem Facharzt und einer examinierten Pflegekraft, die 220 Fälle
pro Quartal bearbeiten sollen.
-
in Hagen beläuft sich der Bedarf auf ca. 50 Fälle pro
Quartal mithin auf 200 Fälle im Jahr. Damit kann Hagen ein entsprechendes Team
nicht tragen und müsste mit anderen Gemeinden kooperieren.
-
es ist davon auszugehen, dass ein Fall pro Quartal
157,00 an Kosten verursacht wovon die Stadt Hagen 50% tragen muss. Die Kosten
für die Stadt Hagen belaufen sich somit auf 15700,00 pro Jahr.
Nach reger Diskussion beauftragt der
Sozialausschuss die Verwaltung im Bereich verbesserter Versorgung von
Obdachlosen die Möglichkeit der Teilnahme an diesem Projekt auszuloten.
