20.09.2016 - 7.6 Gefährdung der Hagener Brücken durch Spannungsr...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Grothe berichtet, dass der WBH die Fortentwicklung der Hagener Brücken untersucht. Derzeit sind alle Brücken einmal untersucht worden. Es wird  jedoch ein Zweitgutachten anvisiert um auch Alternativmaßnahmen zu bekommen. Es ist schon jetzt absehbar, dass Verkehrskonzepte erforderlich sind, um im Ernstfall eine Entlastung der gefährdeten Brücken und der betroffenen Straßen sicherstellen zu können. Gemäß Empfehlungen des Bundes zur Spannungsrisskorrosion kommt nach jetzigem Kenntnisstand die Stadt Hagen nicht um einen Neubau der gefährdeten Bauwerke umhin. Bevor jedoch solch eine große Investition geplant werden kann, muss sichergestellt sein, dass alle anderen Maßnahmen nicht zielführend sind.

Herr Bihs von der WBH hat zu dieser Thematik eine Präsentation vorbereitet und stellt diese den Mitgliedern des Ausschusses vor. Die Präsentation ist als Anlage beigefügt.

 

Herr Dr. Ramrath fragt, ob bei den Brücken ohne Ankündigungsverhalten eine Möglichkeit gegeben ist, mit einer Sonde die Feinkanäle zu inspizieren oder Kernbohrungen anzusetzen um an die Spannelemente heran zu kommen. Herr Bihs erklärt, dass die Spannkanäle verpresst sind und eine solche Untersuchungsmethode nicht möglich ist. Herr Grothe gibt an, dass die mitwirkenden Ingenieure innovative Ideen eingebracht haben und ein Monitoring mit Hilfe eines Mikrophons vorgeschlagen haben. Hierbei können die Risse sofort akustisch aufgenommen werden.

 

Herr Schmidt erkundigt sich, wann mit Ergebnissen zu rechnen ist, um eine Sicherheit auf den Bauwerken zumindest temporär zu gewährleisten. Weiterhin möchte Herr Schmidt wissen, warum bei einer der gefährdeten Brücken ein Schwerlasttransport genehmigt wurde. Herr Bihs erklärt, dass ein fester Termin nicht möglich ist. Die angeforderten Zweitgutachten sind individuell und können zeitlich nicht begrenzt werden. Herr Grothe erläutert, dass der genehmigte Schwerlasttransport aufgrund mangelnder Alternativen an dieser Brücke und des Gesamtgewichts von 60 Tonnen sowie einer günstigen Achsenverteilung so gefahrlos genehmigt werden konnte.

 

Herr König bittet, darum den Vortrag der Niederschrift beizufügen. Weiterhin stellt Hr. König fest, dass die Mobilität ein wichtiger Standortfaktor für Hagen ist. Die produzierenden Gewerbe sind auf sichere Transportwege und funktionierende Verkehrssysteme angewiesen. Die Beteiligung des Umweltausschusses ist hier dringend zu empfehlen. Die finanzielle Auswirkung sowie eine Mittelbereitstellung für Sanierung, Neubau oder Rückbau müssen sofort ermittelt werden.

 

Daher beantragt Hr. König die Vorlage mit einem weiteren Punkt wie folgt zu ergänzen:

Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Gesamtkonzept unter Berücksichtigung der Planungsschritte zu Ziffer 1 und 2 bezogen auf die Brückenbauwerke zu entwickeln, das auch Überlegungen zum möglichen Rückbau einzelner Brücken enthält. In diesem Gesamtkonzept sind auch die Planungszeiträume, die Zuschussoptionen und Investitionsbedarfe darzustellen.

 

 

 

 

Herr Ludwig weist darauf hin, dass es bei der Ribbertstraße in Dahl keine Alternativen gibt und bei einer Vollsperrung ein ganzer Stadtteil nicht erreichbar wäre. Daher ist es aus seiner Sicht geboten so schnell wie möglich alternative Konzepte zu entwickeln. Herr Ludwig fragt nach, wie schnell so ein Verkehrskonzept überhaupt umgesetzt werden kann im Ernstfall. Herr Grothe erklärt, dass die Zweituntersuchung abgewartet werden muss und ein Handeln ohne konkreten Schaden ja nicht möglich ist. Es ist nicht möglich jetzt schon eine neue Brücke zu bauen und sie neben die gefährdete Brücke zu stellen.

Herr Romberg stimmt Herrn Grothe zu und weist auf die Fertigstellung der Bahnhofshinterfahrung in 2019 und die Möglichkeit danach neue Investitionen und Förderungen in Angriff zu nehmen. Er empfiehlt dem Vorschlag der Verwaltung zu folgen und Schritt für Schritt die Möglichkeiten und Konzepte zu erarbeiten.

 

Herr Dr. Ramrath unterbricht die Sitzung um 18:00 Uhr  für fünf Minuten, um den Mitgliedern Gelegenheit zu geben den Ergänzungsantrag zu formulieren.

 

Herr Dr. Ramrath führt die Sitzung um 18:05 Uhr fort und lässt über den Beschlussvorschlag der Verwaltung und dem Ergänzungsantrag der SPD – Fraktion abstimmen. Der Ergänzungsantrag wird als Beschlussvorschlag unter Punkt 3 wie folgt eingebunden:

 

3. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Gesamtkonzept unter Berücksichtigung der Planungsschritte zu Ziffer 1 und 2 bezogen auf die Brückenbauwerke zu entwickeln, das auch Überlegungen zum möglichen Rückbau einzelner Brücken enthält. In diesem Gesamtkonzept sind auch die Planungszeiträume, die Zuschussoptionen und Investitionsbedarfe darzustellen. Vorrang haben Ersatzneubauten.

 

 

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Beschluss:

 

1. Für die 3 Brückenbauwerke ohne ausreichendes Ankündigungsverhalten:

- Auffahrtsrampe B 7 am Arbeitsamt Hagen-Mitte

- Ribbertstraße über die DB Hagen-Dahl

- Stennertbrücke Hagen-Hohenlimburg

sind umgehend Verkehrskonzepte zu entwickeln, um die Erschließung aller betroffenen Bereiche im Falle einer erforderlichen Sperrung  sicherzustellen.

Weiterhin sind zeitnah Planungen und Kostenermittlungen für entsprechende Ersatzneubauten zu erstellen.

 

2. Im Hinblick auf die Gefährdung der Brückenbauwerke im Zuge der Hauptverkehrsachse B 54 (Volmetalstraße, II. Ebene Altenhagener Brücke) und unter Berücksichtigung der ab 2019 realisierten Bahnhofshinterfahrung sollen im Rahmen eines Verkehrsgutachtens Alternativrouten gefunden und untersucht werden, die im Ernstfall zur Entlastung der gefährdeten Bauwerke führen können.

 

 

3. Die Verwaltung wird aufgefordert, ein Gesamtkonzept unter Berücksichtigung der Planungsschritte zu Ziffer 1 und 2 bezogen auf die Brückenbauwerke zu entwickeln, das auch Überlegungen zum möglichen Rückbau einzelner Brücken enthält. In diesem Gesamtkonzept sind auch die Planungszeiträume, die Zuschussoptionen und Investitionsbedarfe darzustellen. Vorrang haben Ersatzneubauten.

 

 

 

Der Stadtentwicklungsausschuss empfiehlt die Beteiligung des Ausschusses für Umwelt, Stadtsauberkeit, Sicherheit und Mobilität.

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

 

X

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

16

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

 

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Anlagen

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