08.12.2016 - 2 Programmvorstellung Emil-Schumacher-Museum 2017...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 08.12.2016
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Söhnchen begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt ganz herzlich Herrn Rouven Lotz, den wissenschaftlichen Leiter des Emil Schumacher Museums.
Herr Lotz bedankt sich für die Einladung. Herr Lotz präsentiert parallel zur mündlichen Programmvorstellung einige Kunstwerke der jeweiligen Ausstellung per PowerPoint.
(Anmerkung der Schriftführerin: Die Übersicht der Ausstellungen 2017 ist als Anlage 1 dieser Niederschrift beigefügt).
Herr Lotz berichtet, dass das Emil Schumacher Museum im Jahr 2017 insgesamt 4 Ausstellungen eröffnen werde. Neben diesen Ausstellungen werde noch ein reichhaltiges Rahmenprogramm angeboten, welches die jeweiligen Ausstellungen inhaltlichen ergänzen werde. Vorab möchte Herr Lotz alle Kulturausschussmitglieder recht herzlich zu einer persönlichen Führung durch das Emil Schumacher Museum einladen. Diese Führung könne idealerweise evtl. nach einer der nächsten Kulturausschusssitzungen erfolgen.
Anschließend präsentiert Herr Lotz zwei Kunstwerke von Emil Schumacher, die sich in der ständigen Sammlung befinden und die sehr schön zeigen, dass sich Emil Schumacher vor allem in seinem späten Werk aber auch in seinen Frühwerken, häufig dem Orient zugewandt habe. So habe man sich, gerade vor dem Hintergrund der aktuellen Flüchtlingsproblematik dazu entschieden, im letzten Sommer eine Ausstellung zum Thema „Reisebilder aus dem Orient“ zu zeigen. Um die Reisen des Emil Schumachers in den Orient darzustellen und damit auch darauf hinzuweisen, dass eben auch ein Künstler wie Emil Schumacher genauso vom Orient beeinflusst wurde, wie der Orient heute unsere Welt beeinflusse. Seit dem 13. November 2016 zeige das Emil Schumacher Museum die Ausstellung „Gilgamesch – Baumeister und Schumacher „. Diese Ausstellung endet am 26. Februar 2017. Eine der großen Ausstellungen im Jahr 2016 sei die Ausstellung „Karel Appel – Der abstrakte Blick“
In der ersten Ausstellung die im Jahr 2017 präsentiert werde, gehe es um Orte der Geborgenheit. Bei Emil Schumacher seien dies vor allen die Häuser und diese betrachtet in der Vor- und Nachkriegszeit.
In den vergangenen Jahren wurden im Museum sehr viele Frühwerke von Emil Schumacher gezeigt. Im Jahr 2017 werde man sich sehr stark auf das Spätwerk von Emil Schumacher konzentrieren.
Eine weitere spannende Ausstellung im Jahr 2017 werde die Pastorale, als eine Perspektive der Kunstgeschichte, sein. Emil Schuhmacher habe sich zeitlebens immer wieder auf dieses Thema, „der Mensch in der Landschaft“, zurückziehen können. Insbesondere in dem letzte großformatige Gemälde von Emil Schumacher sei das Thema der Pastorale deutlich erkennbar.
Die große Ausstellung 2017 werde dem Künstler Peter Brüning gewidmet. Peter Brüning ist ein jüngerer Maler als Emil Schumacher und entwickelte in sehr jungen Jahren ein eigenständiges, informelles Werken. Peter Brüning habe es geschafft, sich in der Zeit, als die Popart die frühen Abstrakten ablöste, sich anzupassen und etwas Eigenständiges beizutragen. Dazu gehöre u.a. ein bekanntes Autobahndenkmal, zu sehen von der Autobahn A1 bei Wuppertal.
Am Ende des Jahres 2017 zeige das Museum eine Ausstellung zum Porzellan von KPM, welches Emil Schumacher bearbeitet habe.
Abschließend möchte Herr Lotz noch einen Aufruf, bezogen auf das Rahmenprogramm des Emil Schumacher Museums starten. Es werden dort häufiger auch musikalische Veranstaltungen ausländischer Künstler angeboten, häufig auch Eintrittsfrei und dies wäre genau die Gelegenheit, Flüchtlingsgruppen oder Menschen in das Museum zu bringen, die sonst nicht auf die Idee kommen würden in ein Museum zu gehen.
Herr Söhnchen bedankt sich für die Präsentation und die Vorstellung des Jahresprogramms bei Herrn Lotz.
Herr Dr. Fischer fragt zur Ausstellung der Porzellane von KPM, ob zeitgleich auch die große Porzellansammlung aus der Stiftung Laufenberg-Wittmann, die sich im Besitz der Stadt Hagen befinde, ausgestellt werde.
Herr Lotz ist diese Sammlung bekannt, die auch in früheren Jahren im Altbau des Osthaus Museum ausgestellt wurde und sich jetzt im Bestand des Stadtmuseum befinde, weil sie vor allem kein kunsthistorisches, sondern ein kulturhistorisches Artefakt sei. Die Ausstellung der Porzellane von KPM werde keine Ausstellung zur Geschichte von KPM sein, sondern es gehe wie immer um Emil Schumacher und seiner Arbeit mit den Porzellanen.
Herr Söhnchen stellt fest, dass keine weiteren Fragen bestehen. Er werde das Angebot von Herrn Lotz sehr gerne aufnehmen um im Anschluss an einer der nächsten KWA-Sitzungen eine gemeinsame Führung durch das Haus, durchzuführen.
Anlagen
| Nr. | Name | Original | Status | Größe | |
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1
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(wie Dokument)
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275,9 kB
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2
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(wie Dokument)
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292,6 kB
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