13.09.2016 - 4 Vorstellung des Projektes "Urban Heroes"hier: m...

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Wortprotokoll

Herr Söhnchen begrüßt zu diesem Tagesordnungspunkt recht herzlich den Kurator des Projektes „Urban Heroes“, Ihsan Alisan und bittet ihn um eine kurze Darstellung des geplanten Projektes, wie es zu diesem Projekt gekommen sei und welche Nachhaltigkeit sich daraus für Hagen ergeben werde.

 

Herr Alisan bedankt sich für die Einladung und beginnt zunächst mit einem kurzen Bericht über seine Person, seinen Werdegang und zu seiner Affinität zur Kunst und KulturAnschließend stellt er sein Projekt „Urban Heroes“ anhand einer PowerPoint Präsentation vor. Die Grundidee dieses Projektes bestehe darin, sämtliche Künstler, sowohl Autodidakten als auch akademische Künstler, auch kulturell übergreifend, in der schaffenden Kunst im öffentlichen Raum, zusammenzubringen.

 

(Anmerkung der Schriftführerin: Die Präsentation ist als Anlage 3 dieser Niederschrift zugefügt.

Zum Zeitpunkt der Genehmigung dieser Niederschrift lag die Präsentation noch nicht vor. Bei Eingang wird die Präsentation nachträglich in Allris eingepflegt).

 

Herr Alisan berichtet weiter, dass ihn ein Objekt im Rahmen dieses Projektes, ganz besonders begleite. Dabei handelt es sich um die DB-Brücke – Wehringhauser Straße. Für dieses Objekt habe er aktuell einen Vorschlag von dem Kölner Künstler, Lars Breuer, vorliegen. Herr Breuer ist ein international tätiger Künstler, der auch bereits schon mehrere Auszeichnungen erworben habe. Der Vorschlag von Lars Breuer sorge derzeit für regen Diskussionsstoff in Hagen. Herr Breuer würde gerne die ersten zwei Zeilen des Gedichtes von Franz Wilhelm Winterreise (Fremd bin ich eingezogen, fremd ziehe ich wieder aus) an die Wände der Unterführung bringen. Vertont wurde dieses Gedicht von Franz Schubert. Der Künstler sei auf diese Gedichtverse gekommen, da er sich im Vorfeld kritisch mit der Örtlichkeit auseinandergesetzt habe. Aber wie bereits zu Anfang erwähnt, sorge dieses Vorhaben für großes Diskussionspotential, insbesondere mit dem Eigentümer des Objektes, der Deutschen Bahn. Überwiegend reibe man sich an dem Begriff „Fremd“ und verliere dabei die eigentliche Idee des Künstlers, diesen Ort mit Romantik und Musik unterlegen zu wollen, vollkommen aus den Augen. Allerdings zeige ihm, als Kurator, diese Diskussionen aber auch, dass man sich mit Kunst und künstlerischen Auffassungen auseinandersetzte und dies sei, unter anderem auch sein Ziel des Festivals.

 

Herr Söhnchen möchte gerne wissen, ob eine Einigung mit der Deutschen Bahn bis zum Festivalbeginn in Sicht sei.

 

Herr Alisan antwortet, dass die Deutsche Bahn sich nicht verweigern werde, wenn auch Vertreter der Stadt und der Politik sich hinter dieses Projekt stellen würden.

 

Herr Söhnchen signalisiert stellvertretend für alle Kulturausschussmitglieder und der Kulturdezernentin, seine Zustimmung zu diesem Projekt.

 

Herr Alisan würde sich sehr freuen, wenn er diese Zustimmung auch in schriftlicher Form erhalten könnte.

 

Frau Kaufmann und Herr Söhnchen signalisieren auch hier ihre Zustimmung. Es werde hier noch ein persönlicher Austausch aller erfolgen, damit die Zustimmung verschriftlicht werden könne.

 

Herr Söhnchen bedankt sich herzlich bei Herrn Alisan für diese ausführliche Präsentation des Projektes und wünscht ihm damit viel Erfolg.

 

 

Herr Eiche möchte der Äußerung von Herrn Alisan zustimmen, dass dieser Gedichtvers, wenn er von einem Mitglied der AfD-Partei geäußert worden wäre, in der Öffentlichkeit sicherlich einen anderen Beigeschmack bekommen könnte. Er sieht das Problem aber eher in den unterschiedlichen Bildungsständen der Bevölkerung. Es werde immer Menschen geben, die so etwas aufgrund ihres geringen Bildungsstandes vollkommen falsch auslegen werden. Auch er ist der Meinung, dass ein kritischer Austausch darüber, nur förderlich sein kann und das Interesse an Kunst und Kultur wecken werde.

 

Herr Arndt möchte gerne wissen, ob es ähnliche Projekte gebe die dasselbe Ziel verfolgen würden und in welchen wesentlichen Punkten sich das heute vorgestellte Projekt von diesen unterscheidet und wie das Vorgehen von anderen Projekten gewesen sei, die dieselben Ziele vielleicht auch schon erreicht hätten.

 

Herr Alisan antwortet, dass er nicht der Entwickler von „Urban Art“ sei, dass er aber behaupten könne, dass er der Erste sei, der eine solche Ausstellung unter dem Titel „Urban Heroes“ in Hagen gemacht habe. Zu Anfang seiner Präsentation habe er bereits seine Projektziele vorgestellt. Zum einen sei dies, feiern der Kunst im öffentlichen Raum, zum anderen, dass Zusammenbringen von Menschen, die unter normalen Umständen so nicht zusammenkommen würden. Sein gesamtfristiges Ziel sei es, die Kunst den Menschen näher zu bringen. Dies sei auch so in seinem Logo interpretierbar.

 

Herr Söhnchen unterbricht die anhaltende Diskussion und bittet die Beteiligten Herrn Arndt und Herrn Alisan vielleicht an anderer Stelle, evtl. an einem der drei Veranstaltungsorte ihre Diskussion fortzuführen.

 

Herr Arndt nimmt diesen Abbruch der Diskussion mit Bedauern zur Kenntnis.

 

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Beschluss: