04.05.2016 - 2 Sachstandsbericht zum Förderverein "Haus Harkor...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Mi., 04.05.2016
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Söhnchen heißt zu diesem Tagesordnungspunkt den Stadtheimatpfleger, Herrn Michael Eckhoff, recht herzlich willkommen und bittet ihn über den Sachstand zum Förderverein „Haus Harkorten“ zu berichten.
Herr Eckhoff berichtet, dass von dem nationalen Denkmal „Freigut Harkorten“ fast alle sanierungsbedürftigen Gebäude gerettet seien. Es fehle jetzt nur noch das eigentliche Herrenhaus, also das Hauptgebäude. Es habe sich in den letzten Monaten herauskristallisiert, dass eine Rettung ohne Vereinsbeteiligung kaum vorstellbar sei. Genau diese Vereinsgründung sei nun in Angriff genommen worden. Mitte März haben sich sieben Personen, u.a. er selbst, zusammengesetzt, um diesen Verein aus der Taufe zu heben. Die genaue Bezeichnung des Vereins lautet: „Verein zur Förderung, Erhalt und Entwicklung von Haus Harkorten“. Mitte Mai werde der Verein seine Arbeit aufnehmen. Zunächst werde es darum gehen, ein Konzept zu entwickeln, welche Restaurierungsarbeiten vorzunehmen seien und zu überlegen, wo die finanziellen Mittel dafür herkommen könnten. Die vornehmliche Arbeit aber werde zunächst sein, diverse Förderanträge auf den Weg zu bekommen. Der 1. Vorsitzende des Vereins ist Herr Hans Hermes, ein Investor, der auch zur Sanierung des Geburtshauses beigetragen habe und der auch in der Nachbarschaft des „Hauses Harkorten“ ein Seniorenzentrum errichtet habe. Der 2. Vorsitzender des neuen Vereins ist Herr Dietmar Thieser, der, als Bezirksbürgermeister Haspe, für diesen Verein eine unverzichtbare Größe darstelle.
Herr Asbeck findet es sehr begrüßenswert, dass sich ein Förderverein zur Rettung des „Hauses Harkorten“ gebildet habe. Aber, soweit er sich an seine Zeit als Stadtentwicklungsausschussvorsitzender erinnert, war mit dem damaligen Verkauf des Geländes eigentlich auch verbunden, dass der Investor entsprechende Konzepte erstellen und auch finanzieren solle, um den Erhalt des „Hauses Harkorten“ sicherstellen zu können. Herr Asbeck möchte wissen, warum es dazu nicht gekommen sei bzw. warum dieses gescheitert sei.
Herr Eckhoff antwortet, dass der Investor selbstverständlich eingebunden sei und sich auch finanziell beteiligen werde. Das Beispiel des Geburtshauses hätte aber gezeigt, dass es kaum funktionieren könne, wenn nicht auch Fördergelder hinzukämen. Zumal auch eine teilweise öffentliche Nutzung des Herrenhauses, möglicherweise in Form einer musealen Nutzung im Erdgeschoss, angestrebt werde. Dieses sei ohne Fördergelder definitiv nicht zu schaffen.
Herr Dr. Geiersbach weiß von mehreren Bemühungen, potenzielle Käufer dazu zu verpflichten „Haus Harkorten“ zu retten. Leider seien dann sämtliche Investitionskosten in die Sanierung der anderen Gebäude geflossen. Insofern sei es jetzt zu begrüßen, dass es mit der Gründung des Vereins einen neuen Impuls geben werde, dass Herrenhaus zu retten. Ihm stellt sich aber die Frage, ob es gewollt sei, einen dermaßen kleinen Träger- und Entwicklungsverein mit 7 Mitgliedern fortzuführen. Er vermisse deutlich die Öffentlichkeitsarbeit des Vereins, die sein Bekanntwerden forciere um damit mehr Mitglieder zu akquirieren.
Herr Eckhoff ist der Meinung, dass der Verein zunächst seine Arbeit aufnehmen müsse. In einem weiteren Schritt könne man an das Akquirieren von weiteren Mitgliedern denken. Die Vereinsgründung ist vor dem Hintergrund geschehen, möglichst schnell reagieren zu können um das schlimmste zu verhindern. Definitiv soll der Verein kein exklusiver kleiner Verein bleiben. Sobald der Verein seine Arbeit aufgenommen habe, werde man auch an die Öffentlichkeit gehen.
Herr Dr. Belgin möchte, bezogen auf den Wortbeitrag von Herrn Asbeck, berichten, dass auch er mit Herrn Hermes, als Investor, in den vergangenen Jahren immer mal wieder Gespräche geführt habe. Dem Investor gehe es u.a. darum, dem Haus eine kulturelle Dimension einzuverleiben. Damals wurde dem Investor seitens des Fachbereiches zugesagt, dass man sich durchaus vorstellen könne, im Erdgeschoss des Hauses, Exponate aus dem Stadtmuseum auszustellen. Dadurch könne von der Verwaltung durchaus eine ideelle, aber keine finanzielle Betreuung des Hauses stattfinden.
Herr Söhnchen stellt fest, dass keine weiteren Wortbeiträge vorliegen und wünscht Herrn Eckhoff, stellvertretend für den Verein, viel Erfolg bei der zukünftigen Arbeit.
