14.06.2005 - 10 Beurteilungswesen und Beförderungskriterien für...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 10
- Sitzung:
-
Sitzung des Personalausschusses
- Zusätze:
- Verfasser : J. Gregull
- Gremium:
- Personalausschuss
- Datum:
- Di., 14.06.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- 19 Zentrale Steuerung
- Bearbeitung:
- Susanne Tschiesche
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Frau Zühlke Kluthke stellt das
bisherige Beurteilungswesen und die geplanten Neuregelungen anhand eines
Folienvortrages dar.
Herr Dr. Bäcker erklärt, dass
dieser Vorlage der Arbeitsauftrag aus der letzten Legislaturperiode zugrunde
liege. Seitens der CDU Fraktion werde eine Kenntnisnahme als zu wenig
erachtet. Aus diesem Grund sei ein Beschlussvorschlag erarbeitet worden mit
folgendem Wortlaut:
1. Die Verwaltung wird aufgefordert, unter
Berücksichtigung der Darstellung in der Vorlage ein System gegenseitiger
Mitarbeiterbewertungen (für Beamte und Angestellte) zu entwickeln und dem Personalausschuss
noch in diesem Jahr vorzulegen.
2. Durch eine
externe Begleitung sollen die Erfahrungen aus anderen Kommunen und Unternehmen
Berücksichtigung finden.
3. Im Anschluss
an die Freigabe des Konzeptes durch den Personalausschuss wird der Gesamtpersonalrat
um eine Stellungnahme aus Sicht der Personalvertretung gebeten. Daran wird sich
Beratung und Verabschiedung des Systems gegenseitiger Mitarbeiterbewertungen
anschließen.
4. Die
Beförderung der Mitarbeiter/innen ist in erster Linie an den Leistungsbewertungen
festzumachen. Die Wartezeit ist unerheblich.
5. Dasselbe gilt
für die noch zu entwickelnden Leistungszulagen.
Herr Dr. Bäcker ist der
Meinung, dass das vorgestellte Beurteilungssystem durch gegenseitige
Mitarbeiterbewertungen ergänzt werden sollte. Durch die Bewertung nach oben
werde unter anderem die Richtigkeit der Beurteilung des Vorgesetzten
nachvollziehbarer. Dieses System werde bereits an Hochschulen durchgeführt. Die
Ankoppelung der politischen Gremien solle durch diesen vorgelegten
Beschlussvorschlag herbeigeführt werden und eine engere Einbindung
gewährleistet werden. Bei Beförderungen sei nach dem Beamtengesetz nur die
Leistungsbewertung maßgeblich. Die Wartezeit sei grundsätzlich unerheblich.
Lediglich gesetzliche Bestimmungen der Frauenförderung und Schwerbehinderten
müßten zusätzlich beachtet werden. Hinsichtlich des Beförderungsstaus sei eine
Übergangslösung zu finden. Dieser Ergänzungsantrag der CDU Fraktion sei dazu
da, das Verfahren etwas formalisierter zu beschließen und nicht lediglich zur
Kenntnis zu nehmen.
Herr Peters teilt mit,
dass lediglich die Kenntnisnahme eingeplant war, da die SPD Fraktion die
Angelegenheit als ureigenes Geschäft des Oberbürgermeisters, der Verwaltung und
des Gesamtpersonalrates ansehe. Die Vorlage sei lediglich als diskutierfähiger
Bericht zu verstehen. Zu dem von der CDU Fraktion vorgelegten
Beschlussvorschlag erklärt Herr Peters, dass die Notwendigkeit einer
externen Beratung nicht gesehen werde. Auch die Unerheblichkeit des Kriteriums
der Wartezeit sei nicht nachvollziehbar. Hinsichtlich der Leistungszulagen sei
weiterer Gesprächsbedarf nötig.
Frau Kingreen erläutert,
dass dem Oberbürgermeister der Beschlussvorschlag der CDU Fraktion als
Vorschlag unterbreitet werden sollte, ohne in die Kompetenzen eingreifen zu
wollen. Der Personalausschuss habe das Recht, sich in solchen Angelegenheiten
zu äußern. Verfahrenstechnisch sollte der Vorschlag der Verwaltung zur Kenntnis
genommen werden, der Antrag der CDU Fraktion sollte auf den Weg gegeben
werden.
Herr Dücker ist der
Meinung, dass die Vorlage der Verwaltung zunächst zur Kenntnis genommen werden
sollte. Der Antrag der CDU Fraktion sollte zunächst in den Fraktionen
diskutiert und in der nächsten Sitzung des Personalausschusses erneut beraten
werden.
Herr Finck hält es für
sinnvoll, dass der Personalauschuss in dieser Sache mitwirkt. Die BfH würden
sich dem Vorschlag der CDU Fraktion anschließen, um den zeitlichen Rahmen
nicht noch weiter nach hinten zu schieben.
Herr Röspel erklärt, dass
der Vorschlag der CDU Fraktion als Ergänzung zur Vorlage, die zur Kenntnis
genommen werden sollte, dienen sollte. Trotzdem sollte der Beförderungskorridor
weiter in der von der Verwaltung dargestellten Weise abgearbeitet werden. Die
Vorlage sollte daher mit dem Ergänzungsantrag der CDU auf den Weg gebracht
werden.
Herr Brandau teilt mit, dass in der
Vergangenheit zahlreiche Gespräche mit dem Oberbürgermeister, Frau Grehling und
dem Gesamtpersonalrat stattgefunden haben hinsichtlich der Abarbeitung des
Beförderungsstaus und der Einführung eines neues Systems für die Zukunft. Die
vorliegende Vorlage sei das Ergebnis dieser Gespräche. In den bisherigen
Schulungen sei deutlich geworden, dass die Einführung eines neuen Systems Zeit
benötige. Die Vorgesetzen müssten ausreichend geschult und die Mitarbeiter
informiert werden.
Frau Grehling erklärt, dass mittlerweile ein gemeinsamer Weg bestritten
werde. Das Konzept scheine grundsätzlich einvernehmlich im Ausschuss auf
Akzeptanz zu treffen. Eine Aufstockung dieses Konzeptes durch den Antrag der
CDU Fraktion als Diskussionsgrundlage sei als Vorschlag für die Verwaltung zu
werten, wenn man nicht in die Organisationsgewalt des Oberbürgermeisters
eingreife. Die Aufstockung des Systems durch gegenseitige Mitarbeiterbewertungen
und nicht die Frage der Durchführung sei daher der Verwaltung und dem
Gesamtpersonalrat als Vorschlag zu unterbreiten. Eine externe Beratung in
neutralisierter Form sei hilfreich bei der Definierung von Richtlinien und
deren Akzeptanz. Das Thema der Abarbeitung des Beförderungskorridors scheine
ebenfalls im Ausschuss dem Grunde nach auf Akzeptanz zu stossen.
Herr Dr. Bäcker unterstreicht noch einmal, dass der Vorschlag als
konstruktiver Ansatz und Richtungsweisung zu sehen sei. Im Rahmen der
Abarbeitung dieses Vorschlages sollten eventuell neue gewonnene Erkenntnisse
mit hinzugezogen werden. Eine wesentliche Aufgabe des Personalauschusses sei
es, sich um gerechte Personalentwicklung zu kümmern. Ein Gremium habe immer das
Recht, Vorschläge zu machen und konzeptionelle Dinge zu unterbreiten. Erst nach
Einbringung eines Zwischenberichts am Ende des Jahres würde eine erneute
Diskussion eine endgültige Entscheidung hervorbringen.
Herr Peters weist noch einmal darauf hin, dass der Beförderungskorridor
angesichts des Zeitverzuges abgearbeitet werden sollte. Die zukünftige
Vorgehensweise sollte zunächst interfraktionell abgestimmt werden.
Herr Röspel ist der Meinung, dass aufgrund des Zeitverzuges der
Vorschlag an die Verwaltung weitergegeben werden sollte. Die Diskussion sollte
dann bei Vorliegen einer Vorlage wieder aufgegriffen werden.
Herr Röspel läßt über die Kenntnisnahme und den Vorschlag der CDU
Fraktion getrennt abstimmen.
Beschluss:
Die Neuregelung des Beurteilungswesens
als Grundlage für die anstehenden Beförderungen für Beamtinnen und Beamte wird
zur Kenntnis genommen.
Folgende Handlungsweise wird der
Verwaltung empfohlen:
1. Die Verwaltung
wird aufgefordert, unter Berücksichtigung der Darstellung in der Vorlage ein
System gegenseitiger Mitarbeiterbewertungen (für Beamte und Angestellte) zu
entwickeln und dem Personalausschuss noch in diesem Jahr vorzulegen.
2. Durch eine
externe Begleitung sollen die Erfahrungen aus anderen Kommunen und Unternehmen
Berücksichtigung finden.
3. Im Anschluss
an die Freigabe des Konzeptes durch den Personalausschuss wird der Gesamtpersonalrat
um eine Stellungnahme aus Sicht der Personalvertretung gebeten. Daran wird sich
Beratung und Verabschiedung des Systems gegenseitiger Mitarbeiterbewertungen
anschließen.
4. Die
Beförderung der Mitarbeiter/innen ist in erster Linie an den Leistungsbewertungen
festzumachen. Die Wartezeit ist unerheblich.
5. Dasselbe gilt
für die noch zu entwickelnden Leistungszulagen.
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Abstimmungsergebnis: |
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Einstimmig beschlossen |
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Mit Mehrheit beschlossen |
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Einstimmig abgelehnt |
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Mit Mehrheit abgelehnt |
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Abgelehnt bei Stimmengleichheit |
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Ohne Beschlussfassung |
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X |
Zur Kenntnis genommen |
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Dafür: |
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Dagegen: |
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Enthaltungen: |
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Abstimmungsergebnis: |
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Einstimmig beschlossen |
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X |
Mit Mehrheit beschlossen |
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Einstimmig abgelehnt |
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Mit Mehrheit abgelehnt |
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Abgelehnt bei Stimmengleichheit |
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Ohne Beschlussfassung |
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Zur Kenntnis genommen |
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Dafür: |
8 |
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Dagegen: |
7 |
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Enthaltungen: |
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