30.11.2016 - 5 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...

Reduzieren

Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Naudorf berichtet über die Betreuung der unbegleiteten minderjährigen Ausländer in Hagen (siehe Anlage zu TOP 5).

 

 Herr Reinke dankt Herrn Naudorf für den Vortrag und die Einblicke in das Feld. Er nimmt Bezug auf diejenigen, die zwischenzeitlich volljährig würden. Den Berichten sei  zu entnehmen gewesen, dass diese nicht aufgrund der Volljährigkeit aus der Jugendhilfe entlassen würden. Auch die Kinder, die nicht mehr aufzufinden seien, machten betroffen. 

 

Frau Köppen fragt nach der Situation der Beschulung der jungen Menschen. Gebe es wieder Wartelisten?

 

Herr Naudorf berichtet, dass es bei einigen der Zielgruppe tatsächlich eine unklare Schulsituation gebe.  Zurzeit betreue man drei junge Volljährige, bei denen nicht klar sei, ob eine geistige Behinderung vorliege. Daneben lägen Anfragen von Schulen dahingehend vor, dass Einzelne leistungstechnisch nicht in der Lage seien,  dem Stoff weiter zu folgen. In den Fällen müsse man überlegen, ob es alternative Beschulungen gebe.  Er stelle sich dabei die Frage, wie eine Schulform gestaltete sein müsse, dass die Schüler weiterkämen, da es sich dabei schon um Förderklassen handele.

 

Herr Gebauer weist darauf hin, dass es im Gegensatz dazu auch einige Beispiele gebe, bei denen eine Unterforderung vorliege und ein Schulwechsel nicht möglich sei. Das sei auch ein Problem.

 

Frau Speckmann erklärt, dass sie für die Grundschulen zuständig sei. Man habe noch freie Schulplätze zur Verfügung. Im Moment habe man ein Problem hinsichtlich des Schülertransportes. Es seien keine weiteren Busse zu bekommen. Weiterhin habe man 33 Schüler im Grundschulbereich, die im Moment nicht auffindbar seien. Man habe zu der Problematik einen Runden Tisch mit vielen Beteiligten  gebildet, um zu schauen, wie man eine Zielverfolgung aufnehmen könne.  

Bei den Auffangklassen sei auch ein Schulwechsel möglich.

 

Frau Besser ergänzt die Ausführungen im Hinblick auf die Förderschulen. 

 

Frau Keller erklärt, dass man im Bereich der Sekundarstufe 1 eine Warteliste mit knapp 200 Personen habe. Im Bereich der Sekundarstufe 2 (Berufskollegs), in die auch die unbegleiteten minderjährigen Ausländer  fielen, seien 60 Personen auf der Warteliste. Die Berufskollegs würden zum 01. Februar nächsten Jahres neue Klassen eröffnen und somit könne erst dann ein Teil des Bedarfes gedeckt werden.

 

Frau Köppen fragt, ob es möglich sei, eine Übersicht der nichtversorgten Schüler  zu liefern. Dabei gehe es ihr um die Situation insgesamt.

 

Frau Kaufmann sagt zu,  die Übersicht, die das Kommunale Integrationszentrum sowieso erstelle, dem Protokoll beifügen zu lassen. Die Zahlen veränderten sich allerdings laufend.

 

Herr Goldbach macht deutlich, dass es in dem Bereich ein ständiges Kommen und Gehen gebe. Der Bereich der EU-Zuwanderung sorge für hohe Zahlen von Abwanderung und noch höhere Zahlen von Zuwanderung. Man bekomme regelmäßig Meldungen von denjenigen, die abgemeldet wurden, weil sie nicht mehr dort wohnten, wo sie angemeldet waren. Man überprüfe dann mögliche Auswirkungen auf Schul- und Kitaplätze. Durch die hohe Fluktuation würden die Systeme natürlich zusätzlich belastet. 

 

Frau Kaufmann berichtet, dass die Stadt Hagen bis vor kurzem auf Platz 3 der Zuwanderungsreferenzen in Nordrhein-Westfalen  gestanden habe. Gerade  sei man von Platz 15 auf Platz 20 gerutscht. Da habe sich eine deutliche Veränderung ergeben. 

Reduzieren

 

Reduzieren

 

Reduzieren

Anlagen