26.04.2016 - 7 Betreuung von unbegleiteten minderjährigen Ausl...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Di., 26.04.2016
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:10
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Goebels berichtet, daß es aktuell 142 minderjährige unbegleitete Flüchtlinge in Hagen gibt. Es haben drei Familienzusammenführungen stattgefunden. Alle UMF sind in Hagen gut versorgt in Regelgruppen bzw. in Jugendhilfeeinrichtungen, die durch das LJA begangen wurden.
Das Thema Beschulung ist immer noch sehr problematisch, es gelingt nur ca. 50 % der UMF zu beschulen.
Viele Flüchtlinge sind bereits in Sportvereinen. Ein weiteres Gespräch findet in der nächsten Woche beim Stadtsportbund statt.
Ein weiteres Thema sind erfahrene Traumata. Einige von den jungen Flüchtlingen weisen Traumata auf. Hierzu werden Traumagruppen trägerübergreifend angeboten.
Weiterhin ist eine Unterbringung in Pflegefamilien geplant. Die Überprüfungen der Familien laufen bereits. Partner ist hier der Sozialdienst katholischer Frauen e.V.
Frau Köppen weist darauf hin, dass die ab Januar 2016 aufgenommenen UMF nicht beschult werden können und dass diese wahrscheinlich auch im Sommer 2016 keinen Schulplatz bekommen werden.
Frau Kaufmann teilt zur Schulsituation mit, dass die Lage am entspanntesten im Grundschulbereich ist. Im Sek I Bereich und bei den Berufskollegs fehlen die Leher/innen.
Der Schulbehörde ist das Problem bekannt, man ist hier im Gespräch und man ist auch im Gespräch mit Berufskollegs über Erweiterungen in diesem schulischen Zweig.
Frau Kaufmann bittet um einen Auftrag des JHA, sich mit der Bezirksregierung Arnsberg an einen Tisch setzen zu dürfen und diesen Zustand als Appell zu nutzen, dass hier dringend Abhilfe geschaffen werden muss.
Auch Herr Goebels ist der Meinung, dass aus der Politik heraus hier Druck gemacht werden muss. Die Jugendhilfe könnte dieses Problem in Hagen mit zur Verfügung gestellten Mitteln stemmen, da man gut aufgestellt ist.
Des Weiteren regt Herr Goebels einen Fachtag zur Traumaarbeit an.
Der JHA beauftragt und ermuntert einmütig die Verwaltung, in diesem Sinne vorzugehen und weiter zu arbeiten.
