12.05.2016 - 5.24 Aktionsbündnis "Für die Würde unserer Städte"Re...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr König merkt an, dass  die Kommunen lt. Erklärung vom 27.04.2016 die Resolution bereits entsprechend verabschiedet hätten. Er fragt, warum diese Vorlage nicht eher eingebracht worden ist. Dies sei keine Vorlage, die im Rahmen der Dringlichkeit nachträglich auf die Tagesordnung gesetzt werden müsse.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz antwortet, dass viele Stadträte bereits einen Ratsbeschluss gefasst haben und die Stadt Hagen sich hier einreihen möchte.

 

Frau Sauerwein begrüßt die neue Form der Gemeindefinanzierung. Alle im Rat vertretenen Fraktionen sollten überlegen, wie diese Resolution unterfüttert werden könne. Wenn dieser Punkt im Bundesrat auf der Tagesordnung stünde, sollte eine große Delegation aus dem Rat oder auch mit Bevölkerung hieran teilnehmen. In den Medien sollte stärker auf die Zwänge hingewiesen werden, unter denen gearbeitet werden muss.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz bedankt sich für den Hinweis.

 

 

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Beschluss:

  1. Der Rat der Stadt Hagen beschließt folgende Resolution:

 

Der Rat der Stadt Hagen appelliert an Herrn Bundesratspräsidenten Stanislaw Tillich und die Damen und Herren Ministerpräsidenten der Länder, vor allem an Frau Ministerpräsidentin Hannelore Kraft, zeitnah im Deutschen Bundesrat eine öffentliche Plenardebatte zur nicht mehr gegebenen Gleichheit der Lebensverhältnisse zwischen reichen Kommunen  und den um ihre kommunalpolitische Gestaltungsfähigkeit kämpfenden Kommunen in großer Finanznot anzuberaumen. Verwiesen wird auf das Beispiel des Deutschen Bundestages, dessen Fraktionen dem Aktionsbündnis „r die Würde unserer Städte“ eine derartige Plenardebatte im Februar 2015 zugesagt, Wort gehalten und am 24. September 2015 geführt hatten. Jetzt muss bald eine Debatte im Deutschen Bundesrat folgen.

 

Dem auf Zeit geschlossenen, parteiübergreifenden Aktionsbündnis „r die Würde unserer Städte“ gehört auch die Stadt Hagen an. Sie macht sich die Forderung der finanzschwachen Kommunen nach einer grundlegenden Neuordnung des Kommunalen Finanzsystems durch eine politische Initiative noch in dieser Legislaturperiode des Deutschen Bundestages  ausdrücklich zu eigen und bittet die Parlamentarier aller politischen Ebenen, sowohl in der Ausübung ihres Mandats als auch innerhalb ihrer jeweiligen Parteigremien dafür zu werben, dass die den Kommunen seit Jahrzehnten versprochene aber nie verwirklichte Neuordnung endlich kommt. Sie ist dringender denn je!

 

Der Rat der  Stadt Hagen bekennt sich ausdcklich zur Umsetzung der eigenen Spar- und Konsolidierungsmaßnahmen und schließt sich  der Forderung des Aktionsbündnisses  nach weiterer finanzieller Bundes- und Landesunterstützung als Hilfe zur Selbsthilfe an. Er beschließt diese Resolution als selbstbewusst auftretendes Kommunalparlament und nicht in der Haltung eines Bittstellers. Denn wie überall in den finanzschwachen Kommunen ist die Finanznot auch hier zum größten Teil eine Folge von Gesetzen, die Bund und Länder über Jahrzehnte den Kommunen ohne ausreichende Gegenfinanzierung übertragen haben.

 

Zur dringend notwendigen Neuordnung des Finanzsystems gehört zwingend eine politische Vereinbarung zwischen Bund und Ländern zum Abbau von Altschulden unter Mitwirkung der Kommunalen Spitzenverbände. Die Schuldenlast ist inzwischen auch in Hagen derart hoch, dass sie ohne staatliche Hilfe niemals abgebaut werden kann. Helfen kann nur der Gesetzgeber, der bei denen, die jetzt SOS rufen, Jahrzehnte lang Leistungen bestellt, dafür jedoch nicht ausreichend bezahlt hat!

 

Wer die Kommunen im Ringen um die Wiedergewinnung kommunaler Gestaltungsfähigkeit unterstützt, sichert den ansonsten gefährdeten sozialen Frieden und damit unsere Gesellschaftsordnung. Die Bewältigung sozialer Herausforderungen so auch die aktuelle Unterbringung von Flüchtlingen gelingt in Deutschland nur dank seiner Kommunen und deren ehrenamtlich engagierten Bürgerinnen und Bürgern. Dabei haben die finanzschwachen Kommunen ebenso viel geleistet wie die sogenannten reichen Kommunen. Die Forderung nach einer Plenardebatte im Deutschen Bundesrat mit Hinweisen auf Bund-Länder-Gespräche hinter verschlossenen Türen zurückzuweisen, betrachten wir als eine Brüskierung der Kommunen, die wir keinesfalls hinnehmen werden!

 

  1. Der Rat der Stadt Hagen stimmt der „Mainzer Erklärung“ sowie der „Mainzer Forderung“, wie sie  als Anlage der Vorlage beigefügt sind, zu.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

x

Einstimmig beschlossen

 

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Anlagen zur Vorlage

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