25.05.2005 - 4.1 Vorschlag der SPD-Fraktion zur Tagesordnung ge...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Mi., 25.05.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Frau Herms weist darauf
hin, dass der Antrag als Bürgerinnenantrag in den Frauenbeirat eingebracht und
dort einstimmig beschlossen wurde. Beispiele aus anderen Städten zeigten, dass
ein solcher Beschluss nicht zu Mehrbelastungen führen müsse. Sie bitte daher,
dem Antrag so zuzustimmen.
Herr
Gerbersmann hält den Antrag in bezug auf das private Verhalten der
Bürger für löblich. Für ihn sei ein entsprechendes Logo bei Kaufentscheidungen
ein echtes Kriterium. Was die Tätigkeit der Stadt Hagen angehe, sei er jedoch
der Auffassung, dass man sich mit einem solchen Antrag nur selber beruhige. Man
könne weder die städtischen Tochterunternehmen verpflichten noch glaube er,
dass für die übliche Dienstkleidung entsprechende Textilien zu bekommen seien.
Die CDU-Fraktion werde diesen Antrag deswegen ablehnen.
Frau Kingreen freut sich
über diesen Antrag. Er sei der dritte dieser Art. Der Rat habe seinerzeit schon
den Ausschank von fair gehandeltem Kaffee und den Einkauf von fair gehandelten
Blumen beschlossen. In Hagen gebe es schon gebündelte Kampagnen zu fair
gehandelter Kleidung und auch ein Kaufhaus, welche entsprechende Kleidung anbiete.
Sie schlage vor, den Prüfauftrag zu verabschieden und die Verwaltung zu bitten,
in der Frage mit dem Allerweltshaus zusammenzuarbeiten.
Herr Thielmann erklärt für
die FDP-Fraktion, dass diese den Antrag nicht unterstützen werde. Seine
Fraktion glaube, dass es in diesen Zeiten wichtigere Dinge als solche
Prüfaufträge gebe.
Frau Herms weist auf die
skandalösen Arbeitsbedingungen hin. Es gebe bereits Stadtverwaltungen, die sich
der Kampagne angeschlossen haben. In Düsseldorf werde bereits die
Berufsfeuerwehr mit fair gehandelter Dienstkleidung ausgestattet. Sie bitte eindringlich
darum, diesem Prüfauftrag zuzustimmen.
Herr
Sondermeyer erklärt für die PDS, dass diese dem Antrag zustimmen
werde. Nach den Gesetzen der Marktwirtschaft werde Ware nur produziert, wenn
diese auch nachgefragt werde. Deswegen sei es wichtig, auf fair gehandelte
Waren umzusteigen.
Frau
Kuschel-Eisermann weist darauf hin, dass der Beschluss im Frauenbeirat
nicht einstimmig gefasst worden sei.
Herr
Marscheider erklärt für die Bürger für Hagen, dass diese dem Antrag
ebenfalls nicht zustimmen werden.
Frau Herms widerspricht
der Auffassung von Frau Kuschel-Eisermann und empfiehlt dieser, das nächste
Protokoll zu beanstanden, weil dort der einstimmige Beschluss dokumentiert sei.
Beschluss:
Der Rat der
Stadt Hagen unterstützt die Kampagne für “saubere” Kleidung des
NordSüdForums im Rahmen der Lokalen Agenda 21 für den sozialverträglichen
Einkauf von Dienstkleidung und Textilien für die Stadt Hagen und ihre
Tochterunternehmen.
Der Rat
fordert die Verwaltung auf, den Gremien Vorschläge zur kurzfristigen Umsetzung
vorzulegen.
