28.04.2005 - 4.3 Dringlichkeitsantrag der SPD-Fraktion gemäß § 6...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4.3
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 28.04.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Herr Demnitz weist
vorsorglich darauf hin, dass in dieser Angelegenheit möglicherweise
schutzwürdige Belange von Einzelpersonen berührt werden können, die einer
Diskussion in öffentlicher Sitzung entgegenstehen. Sofern gewünscht, müsste
dieser Tagesordnungspunkt in der nichtöffentlichen Sitzung erneut aufgerufen
werden.
Herr Demnitz erklärt, dass
er bereits unverzüglich nach Bekanntwerden der Angelegenheit eine umfassende
rechtliche Prüfung und Würdigung des Sachverhaltes veranlasst habe. Die
Ergebnisse werde er in der Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am
12.05.2005 in Form einer Tischvorlage zur Verfügung stellen. Soweit sich aus
der rechtlichen Prüfung bereits vor dem 12. Mai Handlungsnotwendigkeiten auf
städtischer Seite ergeben, werde er ggf. auch im Vorfeld der weiteren
politischen Beratungen die erforderlichen Maßnahmen treffen.
Er habe von
dem betreffenden Mitarbeiter einen Brief erhalten, der die Angelegenheit aus
seiner Sicht darstelle.
Frau Grehling ergänzt, dass
in der Presse unterschiedliche Darstellungen in der Sache erschienen seien.
Zunächst habe es geheißen, das Kunstwerk sei dauerhaft verändert, jetzt sei es
doch zu reinigen, ohne in die Substanz des Kunstwerkes eingreifen zu müssen.
Der Künstler habe zugesagt, von weiteren Maßnahmen abzusehen, sofern der Urzustand
zügig wieder hergestellt werde.
Herrn Weber geht es um
die Frage, wie die Stadt Hagen mit dem eigenmächtigen Handeln eines
Mitarbeiters umgehe. Durch diese Aktion sei ein Kunstwerk in seinem äußeren
Erscheinungsbild stark verändert worden. Das führe zu der Frage, wie man in Hagen
mit öffentlicher Kunst umgehe und welche Wertschätzung man international renommierten
Künstlern entgegenbringe. Er halte diesen Akt für eine Sachbeschädigung. Es
gehe hier auch nicht um die Putzfrau, die ein Beuys-Kunstwerk aus Unwissenheit
zerstört habe, sondern um das verantwortliche Handeln von Mitarbeitern in
Führungspositionen. Er danke für die Zusage des Oberbürgermeisters, im nächsten
Haupt- und Finanzausschuss die Ergebnisse zu diskutieren, halte einen Termin
nach der Landtagswahl aber für sinnvoller.
Herr Thielmann ergänzt, dass
es um ein Kunstwerk gehe, welches nicht im Besitz der Stadthalle, sondern im
Besitz der Stadt Hagen sei. Er bitte den Oberbürgermeister, dass dieser den
städtischen Mitarbeiter auffordere, die Lackierung am Kunstwerk unverzüglich zu
entfernen und zwar so, dass die Patina nicht beschädigt werde.
Herr Demnitz sagt dies zu
und greift gleichzeitig den Vorschlag von Herrn Weber auf, den Bericht in der
Ratssitzung vom 25.05.2005 vorzulegen.
