28.04.2005 - 2.1 Dringlichkeitsantrag der CDU-Fraktion gemäß § 6...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 2.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 28.04.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- OB/A Amt des Oberbürgermeisters
- Bearbeitung:
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr
Gerbersmann erklärt, dass es der CDU-Fraktion wichtig sei, kein
Präjudiz für oder gegen das Kirchenbergbad zu schaffen. So etwas würde die
offene Diskussion mit der Bürgerschaft von vorne herein erschweren.
Die bisherige
Herangehensweise sei nicht optimal gewesen. So gebe es einen Dissens zwischen
den Aufgaben des Aufsichtsrates und des Vorstandes einerseits und den politischen
Notwendigkeiten andererseits. Die Stadt Hagen, als Besteller der Leistung, werde
sich entscheiden müssen, was sie zukünftig an Leistungen will und was auch bezahlbar
ist. Die CDU-Fraktion bitte den Rat, dem vorgelegten Beschlussvorschlag zu
folgen.
Herr Thielmann ist der
Auffassung, dass sich keine Partei gegen das Befüllen des Kirchenbergbades
ausgesprochen habe. Dazu solle die Bürgerschaft aber auch wissen, dass
hierdurch eine Einsparmaßnahme von 350.000 Euro wegfalle. Er bitte um das Vertrauen,
dass hier nichts vorweg genommen werden solle. Es werde in aller Offenheit mit
Verbänden, Vereinen und der Bürgerschaft über die Zukunft der Hagener Bäder
diskutiert werden. Im übrigen habe der Rat dies schon vor vier Wochen
beschlossen. Deswegen sei der Punkt 2 des CDU-Antrages überholt. Der Punkt 3
sei überflüssig.
Herr Weber stimmt seinen
Vorrednern, was die Befüllung des Bades angeht, zu. Er hält den Punkt 3 des
Antrages der CDU-Fraktion jedoch für kontraproduktiv, weil er dem bisher
Gesagten widersprechen würde. Er halte es für besser, das Papier der HVG in die
politische Beratung zu bringen.
Die HVG könne
nicht nur nach wirtschaftlichen Gesichtspunkten handeln sondern müsse auch die
Bedürfnisse der Bürgerschaft im Auge behalten. Hier gebe es sicherlich eine
Interessenkollision, die politisch gelöst werden müsse.
Herr
Sondermeyer vermisst die Bestandsgarantie des Bades über den Termin
der Landtagswahl hinaus.
Im übrigen
verweist er auf den grundgesetzlich garantierten Schutz behinderter Menschen.
Dieser solle auch im Kirchenbergbad realisiert werden. Schließlich gebe es hierfür
entsprechende Fördertöpfe.
Herr
Marscheider erklärt für die Fraktion der Bürger für Hagen, dass
auch sie für die Befüllung des Bades sei aber aus ökologischer Sicht sei dies
wegen des großen Wasserverlustes ein Versenken von Euros in die Wiese. Er bitte
um getrennte Abstimmung, sofern die CDU den Punkt 3 nicht zurückziehe.
Herr Riechel sagt für die
Fraktion Bündnis 90 /Die Grünen aus, dass diese ebenfalls den Punkten 1 und 2
zustimmen könne. Der Punkt 3 sei eher überflüssig.
Die HVG habe
einen Verlust von 6,5 Mio. aus dem Bereich der Bäder und einen heftigen Verlust
aus dem ÖPNV-Bereich zu tragen. Deswegen sei die HVG gehalten, diese Verluste
zu minimieren. Er halte es für geboten, hier ein abgestimmtes Gesamtkonzept zu
entwickeln.
Herr Flebus erklärt für
die Ratsgruppe der Republikaner, dass diese ebenfalls der Befüllung zustimmen.
Herr Demnitz lässt
getrennt über die einzelnen Punkte des Beschlussvorschlages der CDU-Fraktion abstimmen.
Beschluss:
1.
Der Rat fordert den HVG-Aufsichtsrat auf, den
Schwimmbetrieb im Kirchenberg-Schwimmbad für die Sommersaison 2005 durch
Auffüllen des 50-Meter Schwimmbeckens sicher zu stellen.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig beschlossen
2.
Die Verwaltung wird aufgefordert, alle Fakten, die
Nutzung der Hagener Schwimmbäder durch Schulen, Vereine und andere
Einrichtungen betreffend, offen zu legen.
Abstimmungsergebnis:
einstimmig beschlossen
3.
Der Oberbürgermeister wird als Vertreter des Eigentümers
der HVG aufgefordert, aus den Ergebnissen der Gutachten, die der HVG am
Wochenende vorgelegt werden, eine Vorlage für den Rat auszufertigen, die einen
konkreten Beschlussvorschlag beinhaltet.
Abstimmungsergebnis:
mit Mehrheit abgelehnt
