27.10.2015 - 7 Sachstand Flüchtlinge und Asylbewerber in Hagen...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Herr Gierke berichtet über den Sachstand der Flüchtlinge und Asylbewerber in Hagen. 

 

In Hagen müsse man nach dem Flüchtlingsaufnahmegesetz aktuell 2254 Flüchtlinge aufnehmen. Tatsächlich habe man aber nur 2006  Flüchtlinge aufgenommen. Das hieße, dass man mit dem heutigen Tage liege man mit 248 Personen im Soll. Daher erfülle man die Aufnahmequote aktuell  nur  mit 89 %.

Täglich kämen ca. 10.000 Flüchtlinge pro Tag nach Deutschland, von denen nach dem Königsteiner Schlüssel 2.000 Flüchtlinge nach NRW weitergeleitet würden. Hagen müsse nach einem entsprechenden Verteilerschlüssel ca. 1 % davon aufnehmen. Die Zahl verändere sich um  weitere 20 Flüchtlinge täglich, die Hagen aufnehmen müsse. Hochgerechnet auf den Monat seien das 600 Personen. Dabei könne es zu Abweichungen kommen. In Bezug auf die Belegungskapazitäten stünden aktuell noch ca. 200 Plätze in Übergangsheimen und Wohnungen zur Verfügung. 1200 Plätze seien in den Notunterkünften des Landes NRW belegt. Man sei händeringend auf der Suche unter anderem nach Unterkünften, in denen mehrere Hundert Menschen untergebracht werden könnten.  Das gestalte sich derzeit sehr schwierig.

Er freue sich, mitteilen zu können, dass die ehrenamtliche Arbeit in den kommunalen Einrichtungen gut funktioniere. Es gebe auch nach wie vor eine große Spendenbereitschaft innerhalb der Stadt. Seit einigen Wochen  gebe es auch ein Spendenkonto „Flüchtlingshilfe Hagen“, auf dem schon fast 20.000 € eingezahlt worden seien.

 

Frau Sauerwein fragt, ob man eine Übersicht über die unbegleiteten Frauen habe. Wie seien diese untergebracht?

 

Herr Gierke erklärt, dass sich die Unterbringung dieser Frauen unkompliziert gestalte. Bei den Zugewiesenen handele es sich um ein Drittel alleinstehende Männer, deren Unterbringung in Wohnungen in der Vergangenheit oft zu Problemen geführt hätte.

 

Frau Timm-Bergs bedankt sich für den ausführlichen Vortrag.

Sie fragt, wieviel Quadratmeter für wie viele Personen vorgesehen seien?

 

Herr Gierke erklärt, dass man keine klare Quadratmeterzahl habe. Man versuche, einen wohnungsähnlichen Standard im unteren Bereich zu gewährleisten. Das Verfahren sei abhängig von vielen Faktoren.

 

Auf eine Frage von Frau Timm-Bergs nach der Betreuung der Flüchtlinge, erklärt Herr Gierke, dass man eine kontinuierliche Betreuung gewährleisten wolle. Es gebe Objektbetreuer,  die  teilweise durch Mitarbeiter von Wachdiensten ergänzt würden.

Daneben gebe es auch mobile Objektbetreuer. Die sozialpädagogische Betreuung werde durch 4 Sozialarbeiter gewährleistet. Es sei sehr wichtig, hier auch frühzeitig die integrativen Maßnahmen einzuleiten.

 

Herr Ostermann möchte wissen, ob schon einmal versucht worden sei,  aus dem Kreis der Flüchtlinge Menschen mit bestimmten Qualifikationen wie z.B. Lehrer dafür zu gewinnen,  niederschwellig in der Flüchtlingsgemeinschaft selbst tätig zu sein.

 

 

Herr Goldbach macht deutlich, dass das ein sehr guter Hinweis sei. Man habe ähnliche Ideen entwickelt. Er müsse zugeben, dass man noch nicht so weit sei, weil in der Prioritätenbearbeitung immer zuerst die Unterbringung dieser Menschen stehe. Klar sei, dass man an dem Punkt  nicht stehenbleiben könne. Eine Fragestellung müsse sein, wie man diese Menschen beschäftigen könne. Es gebe verschiedene Ansätze, die man zusammenführen müsse. Man habe an dem Runden Tisch eine Gruppe, die sich mit dem Thema Beschäftigung auseinandersetze. Man müsse sich überlegen, wie man es schaffe, die Menschen, die dauerhaft hier blieben, zu integrieren.

Er bedankt sich für den Hinweis.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

             

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