13.04.2005 - 9 Umsetzung von Kompensationsmaßnahmen im Rahmen ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 9
- Sitzung:
-
Sitzung des Landschaftsbeirates
- Gremium:
- Naturschutzbeirat
- Datum:
- Mi., 13.04.2005
- Status:
- öffentlich (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
1.) Rückbau der Wannebachstr.
Herr Blauscheck berichtet,
dass in der Vergangenheit für die Ausweisung von Gewerbeflächen entlang der
Verbandsstr. die Entsiegelung und Sperrung der Wannebachstr. geplant war.
Da die Maßnahme bis dato noch nicht realisiert wurde und jährlich Hunderte von
Amphibien auf der Wannebachstr. überfahren werden, erkundigt er sich nach dem
Sachstand. Laut Herrn Weiß äußerte der STEA damals Bedenken bzgl. der
Maßnahme, da diese außerhalb des Plangebietes lag. Der STEA hat daraufhin
angeregt, die Straße mittels herausnehmbarer Pfosten zu sperren. Dies wurde
jedoch vom RAT nicht beschlossen. Aufgrund der Tatsache, dass der Verkehr auf
der Verbandsstr. stark zugenommen habe und die Wannebachstr. aufgrund der
Beampelung der Verbandstr. verstärkt als Umfahrung genutzt wird, regt Herr
Blauscheck an, das Signal des STEA aufzunehmen und die Sperrung und die
Entsiegelung der Wannebachstr. erneut zu prüfen. Unter Beteiligung von Herrn
Fähmel, Herrn Dr. Braun, Herrn Hilker und Herrn Thiel
wird erörtert, ob man versuchen soll, die Maßnahme seitens der Verwaltung
durchzusetzen oder ob man mit dem Anliegen an die Politik treten soll. Sodann
wird die Verwaltung damit beauftragt, zu prüfen, welche Gründe gegen eine
Sperrung und Entsiegelung der Wannebachstr. sprechen. Ferner soll die
Verwaltung Alternativen zu einer Sperrung und einer Entsiegelung darstellen.
Das Ergebnis soll in der Sitzung am 20. Juni vorgestellt werden.
2.) Umsetzung der Auflage des
Planfeststellungsverfahrens Klärwerk Vorhalle Effi
zienzkontrolle Amphibienleiteinrichtungen
Herr Wiemann erläutert, dass in die
Genehmigung zum Ausbau der Zuwegung zum Klärwerk Vorhalle eine Nebenbestimmung
aufgenommen wurde, wonach der Träger der Maßnahme den BUND Hagen mit einer
Effizienzkontrolle der Amphibiendurchlässe beauftragen sollte. Da das damalige
Amt 66 der Ausbauträger war, hat das Umweltamt bereits mehrmals auf die
Umsetzung der Nebenbestimmung hingewiesen. Herr Zillner erklärt, das
sein Amt für die Straßenunterhaltung zuständig sei und sieht die Zuständigkeit
beim Umweltamt Hagen. Aufgrund der schlechten Haushaltssituation der Stadt
Hagen regt er an, eine Effizienzkontrolle durch die Zivildienstleistenden des
Umweltamtes durchzuführen. Herr Blauscheck stellt klar, dass der BUND
die Entwicklung der Amphibienpopulation seit Jahren im Bereich Kaisbergaue
beobachte und somit als Einziger die notwendige Erfahrung für das erforderliche
Monitoring besitze. Ferner ärgert es ihn, dass er seit Jahren keine klaren
Aussagen zu dem Thema erhält. Herr Dr. Braun bittet darum, dass Thema
zunächst verwaltungsintern zu klären. Auf die Frage von Herrn Zillner
nach den Kosten für die Maßnahme, erklärt sich Herr Blauscheck bereit,
einen Kostenvoranschlag des BUND vorzulegen. Sodann wird einstimmig
beschlossen, dass die Verwaltung eine Darstellung zur konkreten und
kurzfristigen Umsetzung der Auflagen des Planfeststellungsverfahrens Ausbau
Klärwerk Vorhalle zur Effizienzkontrolle der Amphibienleiteinrichtungen an der
Kaisbergstr. vorlegen soll.
Abstimmungsergebnis:
Einstimmig beschlossen
