21.01.2015 - 9 Sachstandsbericht Verlagerung Historisches Cent...

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Wortprotokoll

Herr Huyeng bedauert, dass zum jetzigen Zeitpunkt noch keine Zahlen, wie es gewünscht war, vorlegen zu können. Derzeitig befinde man sich noch in Gesprächen mit dem LWL. Zwischenzeitlich sei der Betriebswirt Herr Fischer, als Ersatz für Frau Klotzbach, mit beteiligt worden. Es werde nun versucht, zu einem möglichst frühen Zeitpunkt die Darstellung der Zahlen nachzuholen. Was sich aber bereits jetzt abzeichnen würde ist, dass ein Umzug, wie vom Ausschuss im Rahmen der Konsolidierung beschlossen, mit sehr vielen offenen Fragen verbunden sei.

 

Herr Söhnchen möchte von Herrn Huyeng einen genauen Zeitpunkt genannt bekommen, zu wann die gewünschten Zahlen im Rahmen einer Vorlage dem Kulturausschuss vorgelegt werden können. Er möchte verhindert wissen, dass der Kulturausschuss selbst, aufgrund einer verspäteten Vorlage unter zeitlichen Druck geraten würde.

 

Herr Huyeng macht deutlich, dass schon alleine die Problematik mit dem LWL nicht bis zur nächsten Sitzung im Februar geklärt werden könne.

 

Herr Walter möchte gerne wissen, ob denn auch über andere räumliche  Alternativen für das Historische Centrum nachgedacht würde. Herr Walter vermutet, dass ein Umzug in den Keller des Osthaus Museums auch für den LWL keine adäquate Lösung darstellen werde, und hier dann die Gefahr bestünde, die Fördergelder zurückzahlen zu müssen, und zusätzlich noch für weitere Förderungen in den kommenden Jahren nicht berücksichtigt zu werden.

Als alternative Räumlichkeiten könnten z.B. auch die Büros der Verwaltung des  Fachbereichs angedacht werden, oder aber auch das Verbleiben des Historischen Centrums in der Wippermannpassage. Herr Walter äußert klar und deutlich, dass für ihn jede andere Variante besser sei als ein Umzug des Museums in den Kellerbereich, dem er auch nicht seine Unterstützung geben werde.

 

Herr Fritzsche stimmt den Worten von Herrn Walter vollkommen zu und erinnert Herrn Huyeng daran, dass der Kultur- und Weiterbildungsausschuss seine Zustimmung zu der vorgelegten Konzeption des 3-Säulen-Modells nicht beschlossen habe, und diese ganze Konzeption mehr als kritisch angesehen habe. Zum aktuellen Zeitpunkt sei das Verbleiben des Historischen Centrums am bekannten Standort unübertroffen.

 

Herr Huyeng bestätigt, dass selbstverständlich nach Alternativen gesucht würde. Im Vordergrund stünde aber die von der Politik beschlossene Konsolidierungsmaßnahme, neben den anderen noch zu erfüllenden Konsolidierungsmaßnahmen, die von der Verwaltung umgesetzt werden müssen.

 

Herr Söhnchen wünscht von der Verwaltung regelmäßige Sachstandsmeldungen in dieser Angelegenheit, auch in der kommenden Ausschusssitzung, selbst dann, wenn noch keine finalen Ergebnisse vorgelegt werden können, und bittet zusätzlich die Verwaltung zur Kenntnis zu nehmen, dass der Kulturausschuss sich zwar der Konsolidierungsmaßnahme bewusst sei, aber die vorgestellte Souterrainlösung mehr als kritisch ansehe. Da sei man sich auch parteiübergreifend einig. Unkritisch sei, dass man von der vorgestellten Konzeption bereits das ein oder andere realisieren könne, allerdings müsse die Verwaltung gerade in Bezug auf die Souterrainlösung noch weiter nach anderen Lösungen suchen.

 

Herr Fritzsche möchte nochmal deutlich machen, dass der Ausschuss die Zahlen haben möchte, da man davon ausgehe, dass selbst bei einer Umsetzung der Souterrainlösung das Konsolidierungsziel nicht erreicht werden könne. Er glaube, dass zum damaligen Zeitpunkt des Beschlusses, die Rückbaukosten bzw. die Abwicklungskosten zu optimistisch kalkuliert wurden.

 

Herr Huyeng bestätigt Herrn Fritzsche in seiner Äußerung. Es sei zurzeit durchaus zweifelhaft, dass mit dieser Verlagerung des HCH das Konsolidierungsziel der Einsparung von 258.000 Euro erreicht werden könne. Deshalb sei die Verwaltung für jeden Vorschlag bzw. jede Alternative dankbar, die aber dazu führen müsse, dass Konsolidierungsziel zu erreichen. Es sei die vordringliche Aufgabe der Verwaltung nach Alternativen zu suchen.

 

Herr Fritzsche regt als Alternative an, auch Nachverhandlungen mit dem jetzigen Vermieter evtl. als Einsparpotenzial mit in die Überlegungen einzubeziehen.

 

Herr Walter gesteht zwar zu, dass die Konsolidierungsmaßnahme von der Politik beschlossen worden sei, warnt aber davor, dies um jeden Preis umsetzen zu wollen. Die Gefahr sei groß, dass man bei der Umsetzung der Konsolidierung das Stadtmuseum zerstöre, wie es z.B. in Wuppertal der Fall sei. Er sei schon immer dafür gewesen zu konsolidieren, aber er sehe durchaus mehrere Alternativen zu dem bisherigen Vorschlag. Momentan, sei schon die aktuelle Ausstellungsfläche des Historischen Centrums, vergleichbar mit den Städten Breckerfeld, Iserlohn, Schwelm und Lüdenscheid, die historisch unbedeutender seien als Hagen, was die Exponate anbeträfe.

Wenn man diese Fläche noch weiter reduzieren würde, wäre das gleichbedeutend mit auflösen, dann wäre Hagen geschichtslos und unbedeutend. Dieses würde dann auch Nicht-Hagener feststellen können und Hagen dann nichts mehr Interessantes abgewinnen können. Damit dieses nicht geschehe, sei hier auch die Politik ein Stück weit in der Verantwortung.

Deshalb solle man bei der Geschichte nicht denselben Fehler wie Anfang der Zwanziger Jahre machen, in denen man die Osthaus Sammlung hat ziehen lassen.

Es solle allen klar sein, was für bedeutende Dinge Hagen zu bieten habe. Er nennt hier auch die Blätterhöhle, die europaweit eine Bedeutung gefunden habe. In dem Zusammenhang schlägt Herr Walter vor, dass der Kulturausschuss mal einen Ausflug zur Blätterhöhle macht um sich vor Ort von den Wissenschaftlern die Bedeutung der Blätterhöhle deutlich machen zu lassen.

 

Herr Asbeck gibt zu Bedenken, dass es nicht Aufgabe des Ausschusses sein kann nachzurechnen welche andere Alternativlösung günstiger sei. Herr Asbeck befürchtet, und damit schließt er sich grundsätzlich den Ausführungen von Herrn Walter an, dass die Verwaltung die Aussichtslosigkeit der Berechnungsvorgaben in der früheren Vorstellung schon lange eingesehen habe und jetzt bemüht sei, dass irgendwie hinzubekommen.

Das hieße für ihn, wenn die Verwaltung erkenne, dass die Einsparung mit dieser Alternative nicht annährend zu erreichen sei, müsse dieses Projekt auch gestoppt werden. Der geforderte Konsolidierungsbetrag müsse dann durch andere Einsparungen in diesem Bereich realisiert werden.

 

Herr Fritzsche möchte nur nochmal anmerken, dass schon ganz andere Konsolidierungsmaßnahmen in Hagen als wegbrechend gemeldet wurden. Dann müsse man evtl. andere Maßnahmen finden. Außerdem müsse der Kämmerer, wie in der Presse mitgeteilt, ein 2 Millionen-Paket vorlegen. Demgegenüber sei der vorliegende Konsolidierungsbetrag nur ein Bruchteil davon.

 

Herr Söhnchen fasst das Diskussionsergebnis zusammen und erwartet von der Verwaltung in der nächsten Sitzung einen Sachstandsbericht zu diesem Thema und spätestens in der darauffolgenden Sitzung eine komplette Vorlage mit Zahlenmaterial.

 

 

 

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Beschluss:

 

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