21.01.2015 - 10 Sachstandsbericht zum Wasserschloß Werdringen-m...

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Wortprotokoll

Herr Dr. Belgin teilt mit, dass die Verwaltung am 23.12.2014 ein Schreiben des Schlossvereins über Herrn Oberbürgermeister Schulz erhalten habe, in dem der Schlossverein seine Kündigung mitteile.

Herr Dr. Belgin schlägt dem Vorsitzenden vor, dass zunächst Herr Klessa etwas zu den Gründen, die zu der Kündigung geführt haben, aussagen solle. Im Anschluss daran könne die Verwaltung auf die angeführten Argumente reagieren.

 

Herr Söhnchen erklärt sich damit einverstanden und übergibt das Wort an Herr Klessa.

 

Herr Klessa berichtet, dass für den Schlossverein  mehrere Faktoren zu der Entscheidung einer Kündigung geführt haben.

Zunächst sei hier der Altersdurchschnitt und die damit verbundenen Nachwuchssorgen des Vereins zu erwähnen.

Ausschlaggebende Gründe seien allerdings die, in der Vergangenheit, immer wieder auftretenden Probleme mit dem „Konzern“ Stadt, gewesen.

Zur Verdeutlichung möchte Herr Klessa den KWA-Mitgliedern gerne einen Vorfall kurz schildern.

In der Vergangenheit habe der Schlossverein für seine Besucher einen Tisch mit Stühlen im Schlosshof aufgestellt, damit die Besucher sich hier, unabhängig vom

Schlosscafe, etwas ausruhen konnten. Hierzu gehörte auch ein Bistrotisch mit einem Aschenbecher.

Die Stadt nahm Anstoß daran und forderte den Schlossverein auf, den Tisch und die Stühle, einschließlich des Bistrotisches mit Aschenbecher zu entfernen, da diese aus Plastik seien und damit nicht in das Gesamtkonzept des Wasserschlosses integrierbar wären.

In Bezug auf die Möbel sei dies, so berichtet Herr Klessa weiter, für den Schlossverein auch nachvollziehbar gewesen, allerdings fehle das Verständnis für die Entfernung des Aschenbechers, da dieser extra zur Reduzierung von Reinigungskosten für den Schlosshof, aufgestellt worden sei.

Seit Jahren gäbe es Bemühungen seitens des Schlossvereins, die überlassenen Räume, die stark renovierungsbedürftig seien, mit einem Anstrich zu versehen.

Solche Schönheitsreparaturen obliegen, gemäß dem geschlossenen Überlassungsvertrag zwischen dem Schlossverein und der Stadt, dem Schlossverein.

Zum besseren Verständnis für die Neumitglieder des KWA, erläutert Herr Klessa kurz die Vereinbarungen des bereits erwähnten, vor über 25 Jahren geschlossenen, Überlassungsvertrages.

Demnach wurde das Herrenhaus des Schlosses dem Schlossverein zwar gratis aber mit Auflagen überlassen. Die Auflagen bestünden darin, dass der Schlossverein dafür Sorge tragen zu habe, dass die, mit dem Denkmalamt, vereinbarte Öffnungszeit für das Schloss, gewährleistet würde. Dies geschehe nach Schilderung von Herr Klessa durch die unterschiedlichsten Veranstaltungen, bei denen die Räume des Schlosses durch den Schlossverein weitervermietet würden, und durch die Einhaltung der

Regelöffnungszeiten, die von ehrenamtlichen freiwilligen Helfern des Schlossvereins aufrechterhalten würden.

Vor diesem Hintergrund der stetigen Bemühungen der ehrenamtlichen Mitarbeiter des Schlossvereins, dass Schloss durch regelmäßig stattfindenden Veranstaltungen mit Besuchern am Leben zu erhalten, äußert Herr Klessa deutlich sein Unverständnis bezüglich der Reaktionen der Stadt auf die, wie bereits erwähnt, seit Jahren andauernden Bestrebungen des Schlossvereins mit Unterstützung der Stadt, die Räume wieder instand setzen zu können.

Die Reaktion, so berichtet Herr Klessa weiter, erfolgte seitens der GWH in schriftlicher Form und besage, dass Gespräche seitens der GWH zur Beteiligung der Stadt an den Kosten zur Instandhaltung erst wieder aufgenommen werden würden, wenn die vertragswidrigen Zustände im Schloss seitens des Schlossvereins beseitigt werden würden.

Diese Äußerung habe im Verein zu Verstimmungen und Frustration unter den Mitgliedern geführt und führe auch dazu, dass die Mitgliederzahl im Verein geschrumpft sei. Zurzeit verfüge der Verein nur noch zwischen ca. 90-100 Mitgliedern, die bereit seien ihre Zeit und ihr Geld für das Schloss einzusetzen. Dieses führe wiederum dazu, dass für diverse ehrenamtliche Tätigkeiten nicht mehr genug Mitglieder zur Verfügung stünden und dadurch unter Umständen mit Einnahmeverlusten für den Schlossverein zu rechnen sei.

Unter diesen Umständen seien die derzeitigen Zustände für den Verein unzumutbar, so dass es zur Kündigung kam.

Herr Klessa berichtet weiter, dass es im Vorfeld der Kündigung zu mindestens zwei weiteren Gesprächen mit Herrn Huyeng und Herrn Dr. Belgin gekommen sei.

In diesen Gesprächen wurde seitens der Stadt angedeutet, dass das Schloss unter Feuchtigkeit leide läge daran, dass sich nicht genügend und regelmäßig Besucher  im Schloss aufhalten würden. Nach Auffassung von Herr Klessa könne dies allerdings nicht der Grund für die Feuchtigkeitsschäden im Schloss sein.

Die vorhandenen Feuchtigkeitsschäden rührten eher vom undichten Mauerwerk im äußeren Wasserbereich. Dieses führe dazu, dass der Keller feucht sei und diese Feuchtigkeit allmählich nach oben zöge. Dieses sei der Stadt seit über einem Jahr bekannt. Hinzu käme, dass die Dachrinnen ebenfalls schon länger nicht mehr gesäubert würden und von dort ebenfalls die Feuchtigkeit an dem Mauerwerk hinunterlaufe.

Des Weiteren gäbe es seitens des Fachbereichs Kultur, die noch nicht ausgereifte Vorstellung, im Schloss Werdringen ein Spielzeugmuseum einzurichten. Nach Meinung von Herr Klessa stelle aber so ein aktives Mitmach-Konzept für Besucher, keine Alternative für die Räumlichkeiten im Schloss dar.

Herr Klessa gibt weiterhin zu bedenken, dass der Schlossverein mit Unverständnis zur Kenntnis genommen habe, dass die ehrenamtlich geleistete Arbeit nicht honoriert würde. In diesem Zusammenhang weist Herr Klessa auf das Schloss Hohenlimburg hin, bei dem aktuell ein jährlicher Zuschuss seitens der Stadt in Höhe von 10.000 Euro zugesagt wurde.

Der Schlossverein habe immer versucht, neben dem Museum und der Cafeteria, dass Leben im Schloss aufrechtzuerhalten, ist aber durch die genannten Vorfälle zu der Erkenntnis gelangt, dass die Stadt plane ihnen die oberen Räume zu entziehen, dadurch würde dem Schlossverein die Grundlage genommen,  weiteren Vorhaben durchführen zu können.

Zum Schluss bedankt sich Herr Klessa bei den Mitgliedern das KWA, das ihm heute die Möglichkeit gegeben wurde die Sicht des Schlossvereins darstellen zu dürfen.

 

Herr Söhnchen bedankt sich bei Herrn Klessa und übergibt das Wort an Herrn Dr. Belgin.

 

Herr Dr. Belgin verdeutlicht zunächst gegenüber Herrn Klessa die Reaktion der GWH, auf die zu beseitigenden Möbel im Schlosshof, er stellt aber auch klar, dass für die Raucher durchaus Verständnis gezeigt würde und ein Aschenbecher auch sicherlich an einer anderen Stelle einen Platz finden würde.

Herr Dr. Belgin antwortet auf die Äußerung von Herrn Klessa in Bezug auf die Wertschätzung von ehrenamtlichen Tätigkeiten, dass diese sehr wohl hoch geschätzt sei und insbesondere der Fachbereich Kultur auf diese ehrenamtliche Mithilfe angewiesen sei.

Herr Dr. Belgin sieht im Wasserschloss Werdringen allerdings noch weitere Probleme. Nach seinen Informationen habe der Schlossverein in den Neunziger Jahren sehr interessante und vielschichtige Veranstaltungen angeboten, die auch ein großes Publikum angezogen hätten. Diese interessanten Aktivitäten hätten allerdings leider im Laufe der Zeit stark abgenommen. Die Gründe hierfür seien ihm nicht bekannt.

Der aktuelle Stand zeige aber, bestätigt durch die Untersuchung der GWH, dass aufgrund der fehlenden Besucher kaum Luftmassenaustausch im Schloss stattfinden könne und dadurch die Struktur des Schlosses stark leide.

Herr Dr. Belgin berichtet weiter, dass seit Anfang des letzten Jahres mehrere gemeinsame Gespräche mit dem Kulturdezernenten, mit Herrn Kämper (Vorsitzender des Schlossvereins – Anmerkung der Schriftführerin) und Herrn Klessa geführt wurden, in denen der Fachbereich Kultur eine Zusammenarbeit mit dem Schlossverein angeboten habe. Insbesondere im Hinblick auf das Ende der Vertragslaufzeit. In diesen Gesprächen sei das Thema „Spiel“, nicht „Spielzeugmuseum“ für eine künftige Zusammenarbeit thematisiert worden. Angefangen von Ritterspielen bis Spielen in der heutigen Zeit mit elektronischen Medien.

Angedacht sei gewesen, den Schlossverein für das Thema „Spiel“ zu gewinnen, um dann 1-2mal im Jahr im Haupthaus des Wasserschlosses. sich in Form von Ausstellungen oder Präsentationen, dem Thema „Spiel“ zu widmen. Hierin, so bekräftigt Herr Dr. Belgin, sieht der Fachbereich Kultur eine Möglichkeit, dass Haupthaus des Wasserschlosses dem alten Leben zurückzuführen, da dass Thema „Spiel“ hochaktuell sei und sicherlich zahlreiche Besucher anlocken würde.

Dieser Vorschlag sollte als eine Handreichung für den Schlossverein gedacht gewesen sein. Es ginge hierbei nicht um eine neue Museumsgründung.

Ein weiterer Dissens zwischen dem Schlossverein und dem Fachbereich Kultur gab es im Hinblick auf den letztjährigen Mittelaltermarkt am Wasserschloss. Herr Dr. Belgin bedauere, dass es hier offensichtlich zu einer Terminkollision gekommen sei, die sich leider manchmal, aufgrund der sehr frühen Veranstaltungsplanung im Fachbereich Kultur, nicht vermeiden ließe. Der Termin des letztjährigen Mittelaltermarktes, der mit ca. 5.000 Besuchern sehr erfolgreich gewesen sei, wurde, so äußert Herr Dr. Belgin, dem Schlossverein ca. 7-8 Monate vor Veranstaltungsbeginn mitgeteilt.

 

Herr Söhnchen bittet um weitere Diskussionsbeiträge oder Rückfragen zu diesem Tagesordnungspunkt.

 

Herr Fritzsche interessiert die Mittelbindungsfrist bezüglich des Umbaus des Wasserschlosses und möchte gerne wissen, ob diese Mittelbindungsfrist abgelaufen sei und der Stadt Hagen keine finanziellen Nachteile dadurch entstünden, dass das Haupthaus evtl. ab Anfang nächsten Jahres der Öffentlichkeit zunächst nicht zur Verfügung stehen würde.

 

Herr Huyeng und Herr Dr. Belgin ist darüber nichts bekannt.

 

Herr Asbeck ist der Meinung, dass die heutigen Informationen nicht ausreichen, um über dieses Thema im KWA ausführlich diskutieren zu können. Er regt an, dass ein ausführlicher Bericht über die bestehenden Dissensen zwischen Stadt und Schlossverein und die bautechnischen Problematiken des Schlosses von der GWH vorgelegt werden solle. Erst dann könne man auf einer soliden Grundlage überlegen, inwiefern man positiv auf die aktuelle Situation einwirken könne.

Herr Asbeck stimmt Herrn Dr. Belgin zu, dass das Wasserschloss mit Leben gefüllt werden solle, am Besten durch die Unterstützung von ehrenamtlichen Kräften.

 

Frau Buchholz möchte gerne wissen, ob die Kündigung der Räume für den Schlossverein bedeute, dass dieser sich auflöse oder evtl. auch woanders weitermachen würde und wo der Schlossförderverein dann seine Zukunft sehe. Frau Buchholz unterstützt die Anregung von Herrn Asbeck und möchte zusätzlich noch vertiefend die Entwicklung des Verhältnisses zwischen der Stadt und dem Schlossverein beleuchtet wissen.

Sie versteht, dass der Verein aufgrund des demografischen Wandels Schwierigkeiten habe ehrenamtliche Mitglieder zu halten bzw. auch zu gewinnen.

Ihr war bisher aber nicht ganz klar, dass der Mittelaltermarkt nicht von dem Schlossverein mitgetragen wurde. Sie vertritt die Meinung, dass man als Ehrenamtlicher viel mehr Handlungsspielräume habe, als ein Hauptamtlicher und möchte schon allein aus diesem Grund die Möglichkeiten durchleuchten, wie man das Verhältnis retten könne.

In erster Linie interessiere sie aber, ob diese Kündigung nur ein Ende eines Mietverhältnisses bedeute oder aber ein Ende des gesamten Schlossvereins.

 

Herr Dr. Geiersbach möchte an die Worte von Frau Buchholz anknüpfen und findet es sehr bedauerlich, dass hier ein ehrenamtlicher Verein aufgeben wird. Immerhin sei ein ehrenamtlicher Verein mit einer Mitgliedergröße von ca. 90-100 Mitgliedern durchaus als beachtlich anzusehen. Er fragt sich, ob in der Vergangenheit nicht mehr Aufwand hätte aufgewendet werden können, um den Verein deutlich mehr mit einzubinden.

Herr Dr. Geiersbach greift die Worte von Herrn Asbeck auf und bestätigt, dass eine Perspektive für das Wasserschloss Werdringen fehle. Dies beträfe nicht nur die Bausubstanz sondern auch die perspektivische Konzeption für dieses Gebäude, in den Reihen der bestehenden Museen und Häuser in Hagen. Des Weiteren sieht er die Problematik der Bausubstanz ebenfalls als wichtig an. Nach seinen Informationen seien in der Vergangenheit selbst elementare Arbeiten, wie das Reinigen der Dachrinnen, vernachlässigt worden.

Herr Dr. Geiersbach sieht in diesem Thema zwei Arbeitsfelder, zu denen eine entsprechende Vorlage der Verwaltung, zur weiteren Beratung im Kultur- und Weiterbildungsausschuss vorgelegt werden solle. Zum Einen, die konzeptionelle Frage des Gebäudes, zum anderen die Perspektive der Bausubstanz.

 

Herr Dr. Fischer merkt an, dass der Ausschuss vor Jahren viel häufiger vor Ort getagt habe, unter anderem auch am Wasserschloss, und er regt an, dass eine der nächsten Sitzungen dort abgehalten werden solle einschließlich einer Vor-Ort-Besichtigung.

 

Herr Huyeng bestätigt, dass der Ausschussvorsitzende bereits für die heutige Sitzung angeregt habe, diese im Wasserschloss abzuhalten. Leider wäre dieses aufgrund der derzeitig kalten Witterung nicht zumutbar, sei aber für eine der kommenden Sitzungen angedacht. Weiterhin bestätigt Herr Huyeng, dass die Verwaltung schon längere Zeit über eine perspektivische Konzeption für das Wasserschloss nachdenke. Der Mittelaltermarkt sei zwar ein voller Erfolg gewesen und hätte die Besucherzahlen für das Jahr 2014 nach oben gebracht, allerdings seien diese Veranstaltungen leider nur singuläre Ereignisse. Die Verwaltung habe in der Vergangenheit bereits öfter angedeutet, eine zukünftige Konzeption in den KWA einbringen zu wollen, um dann darüber im Ausschuss diskutieren zu können.

Herr Huyeng gibt Herrn Dr. Geiersbach Recht, dass die Aktivitäten des Schlossvereins in den letzten Jahren stark abgenommen hätten. Dieses sei letztendlich auch die Kritik der GWH gewesen, die sagt, mit Unterstützung durch einen Raumphysiker, es brauche mehr Leben in den Räumlichkeiten um den erforderlichen Luftaustausch herbeiführen zu können. Es gäbe sicherlich auch noch andere Schäden, die dringend behoben werden müssten, wie z.B. das Ausgraben der Wassergräben.

Vor diesem Hintergrund und aufgrund der sich abzeichnenden negativen Entwicklung der Veranstaltungen im Schloss sei es  zu einer Kontaktaufnahme durch den Fachbereich Kultur mit dem Schlossverein gekommen. In diesen Gesprächen sollten Lösungen gefunden werden, um das Schloss positiver zu besetzen, damit wieder mehr Besucher den Weg dorthin finden würden, und die Attraktivität des gesamten vorhandenen Freizeitgebietes dort gesteigert würde.

Herr Huyeng stellt nochmals klar, dass kein Spielzeugmuseum angedacht gewesen sei. Vielmehr solle „Spiel“ dargestellt werden, insbesondere in der Interaktion. Dieses sollte gemeinsam verwirklicht werden und es waren für die Zukunft, seitens des Fachbereiches, auch noch weitere Gespräche mit dem Schlossverein geplant gewesen, bis zu diesem Zeitpunkt als überraschender Weise die Kündigung eingegangen sei.

Die aktuelle Situation sei nun Anlass, in der nächsten oder übernächsten Sitzung weiter über die Zukunft des Wasserschlosses zu diskutieren. Insbesondere auch durch die Vorstellung einer Stellungnahme durch die GWH. Die Verwaltung sei nun gehalten Ideen zu entwickeln, wie nach der Kündigung weiter zu verfahren sei. Der Schlossverein signalisiere als letzten Satz der Kündigung, weitere Gesprächsbereitschaft und

Herr Huyeng geht davon aus, auch gerade in Anerkennung der ehrenamtlichen Tätigkeiten der Schlossvereinsmitglieder, die über Jahre hinweg hervorragende Arbeit geleistet haben, wieder in Gespräche mit dem Schlossverein zu kommen.

 

Herr Klessa antwortet zunächst auf die Frage von Frau Buchholz, dass eine Auflösung des Vereins weder beschlossen noch diskutiert worden sei. Es sei auch nicht im Ziel und Zweck der Satzung enthalten, dass der Verein zwingend Räumlichkeiten mieten müsse, allerdings würden die Aktivitäten des Vereins durch Veranstaltungen in den oberen und auch unteren Räumlichkeiten des Schlosses finanziert.

In den Gesprächen mit der Verwaltung, über eine zukünftige gemeinsame Konzeption zum Thema „Spiel“, zeichnete sich schon sehr deutlich ab, dass die Verwaltung die obere Etage zurücknehmen würde und der Schlossverein sich damit auf die untere Etage, heißt 1 Raum und die Küche, beschränken müsse. Damit wären allerdings viele Veranstaltungen für den Schlossverein nicht mehr durchführbar.

Herr Klessa widerspricht der Darstellung von Herrn Dr. Belgin insofern, dass der Schlossverein nicht über den Termin des Mittelaltermarktes in Kenntnis gesetzt wurde. Dadurch sah sich der Schlossverein gezwungen, einen bereits geschlossenen Vertrag mit einem potenziellen Mieter aufgrund dieser Terminüberschneidung, zu kündigen.

Des Weiteren beklagt Herr Klessa, dass auch keine genaue Abstimmung mit dem Schlossverein im Rahmen des Muschelsalates erfolgt sei. Erheblich habe den Schlossverein gestört, dass die Stadt ohne Rücksprache, über den Strom des Schlossvereins verfügt habe, dies sei im Rahmen des Muschelsalates soweit gegangen, dass dort, aufgrund der fehlenden Abstimmung, der Tatbestand des Diebstahls erfüllt worden sei. Dem Schlossverein seien zusätzliche Mehrkosten in Höhe von 140 Euro entstanden, die von der Stadt zurückgefordert worden seien und dann auch erstattet wurden.

Enttäuscht zeigt sich Herr Klessa über die, in diesem Zusammenhang getätigte Bemerkung von Herrn Huyeng, der geäußert haben soll, „dass sich der Schlossverein nicht über so ein paar Kröten aufregen solle“.

Der Wahrnehmung der Stadt, dass sich weniger Publikum im Schloss aufhalte, widerspricht Herr Klessa.

Der Schlossverein böte mehr Veranstaltung, Vermietungen und Ambientetrauungen an, als in der Vergangenheit. Dadurch sei auch mehr Publikum im Schloss. Einzig das Schlossfest im Sommer finde nicht mehr statt, da dieses aber auch immer im Schlosshof stattgefunden habe, habe diese Tatsache auch keine negativen Auswirkungen auf den Luftaustausch im Schloss selbst.

Um im Winter einen Luftaustausch zu gewährleisten würde der Verein regelmäßig durchlüften, dieses wiederum treibe die Heizkosten, die der Verein selbst tragen müsse, enorm in die Höhe.

 

Herr Eiche möchte wissen, ob der Schlossverein denn grundsätzlich bereit wäre, weiter zu arbeiten, wenn beide Seiten aufeinander zugingen und sich die aktuelle Situation zum positiven wenden würde.

 

Herr Dr. Blank möchte gerne korrigierend darstellen, dass eine rechtzeitige Information über den Termin des Mittelaltermarktes, per Email, an den Schlossverein stattgefunden habe. Aus Sicht der Verwaltung hätte es auch die Möglichkeit gegeben, beide Termine parallel stattfinden zu lassen. Es konnte aber leider keine Einigung zwischen der Stadt und dem Schlossverein herbeigeführt werden, so dass der Schlossverein letztendlich seinen Termin abgesagt habe.

 

Herr Huyeng stimmt Herrn Dr. Fischer und Herrn Asbeck zu und erachtet ebenfalls eine ordentliche Vor- und Aufbereitung des gesamten Themas als sinnvoll.

Zuletzt möchte Herr Huyeng klar stellen, dass er die von Herrn Klessa erwähnte Äußerung nicht getätigt habe.

 

Herr Söhnchen fasst zusammen, dass aufgrund des komplexen Themas, der Kultur- und Weiterbildungsausschuss in einer der nächsten beiden Sitzungen eine schriftliche Verwaltungsvorlage erwarte, die zum einen eine konzeptionelle Perspektive, und zum anderen auch die bautechnische Problematik enthalte. Herr Söhnchen möchte darauf hinweisen, eine der nächsten Sitzungen im Wasserschloss Werdringen durchzuführen, damit sich die Mitglieder des KWA vor Ort ein genaueres Bild über die örtlichen Gegebenheiten machen können. Er appelliert an die Verwaltung, dass der Ausschuss bei dem Thema „Werdringen“ weiterhin bestens informiert sein möchte und auch an der zukünftigen Konzeption des Schlosses  beteiligt werden möchte.

 

Herr Söhnchen bedankt sich bei Herrn Klessa für sein Erscheinen im heutigen KWA. 

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Beschluss: