21.01.2015 - 7 Sachstandsbericht zum Thema TanzRäume

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Frau Knoche berichtet kurz, anhand der vorliegenden Berichtsvorlage über die Gründe, die dazu geführt haben, dass das Tanzfestival „TanzRäume“ im Jahr 2015 nicht zu realisieren sei.

 

Herr Söhnchen meint, dass nach seinem Kenntnisstand das Projekt „TanzRäume“ einen Netzwerkgedanken mit zwei weiteren Kommunen bzw. Kreisen verfolge. Er möchte gerne wissen, was unter Berücksichtigung der aktuellen Situation, an Netzwerkgedanken verloren ginge.

Des Weiteren fragt er, ob auch alternative Raummöglichkeiten zum Theater in Betracht gezogen würden. Hier gäbe es doch ein Angebot aus der Vergangenheit vom Betreiber des Elbersgeländes.

Als letztes möchte Herr Söhnchen gerne wissen, wieso in diesem Jahr ein eigenes Tanzfestival seitens des Theater entstanden sei, wo doch bereits ein Tanzfestival in Planung gewesen sei.

 

Frau Knoche antwortet darauf, dass es dem Theater aufgrund einer Erbschaft möglich sei, dieses Jahr einmalig, ein eigenes Tanzfestival durchzuführen.

Weiterhin erläutert Frau Knoche, dass „TanzRäume“ in der Tat eine Kooperation mit den Kommunen Siegen und Iserlohn gewesen sei. Nichtsdestotrotz sei es immer ein großer finanzieller Aufwand gewesen. Was aber weiterhin bedacht werden sollte, möchte man dauerhaft ein Tanzfestival wie „TanzRäume“ mit den begrenzten finanziellen Mitteln des Kulturbüros fördern, oder möchte man weitere Projekte initiieren, wie z.B. „Von hier aus“, um damit andere Wege der Kulturförderung zu bestreiten.

Man solle bedenken, dass Hagen mit dem Hagener Ballett ganz viel guten Tanz zur Verfügung habe, und in Zeiten beschränkter finanzieller Mittel solle man weitergehend gut überlegen, wofür man dauerhaft die Mittel ausgeben möchte.

 

Herr Dr. Fehske möchte gerne anmerken, dass es sich bei der Erbschaft um eine Schenkung für den Theaterförderverein gehandelt habe, mit der Auflage des Finanzamtes, diese Mittel in einem begrenzten Zeitraum auszugeben. Dies war letztendlich nur durch die Realisierung dieses Projektes möglich, ansonsten hätte der Theaterförderverein Schwierigkeiten bekommen, dieses Geld überhaupt annehmen zu können.

 

Herr Asbeck bekräftigt die Aussage von Frau Knoche und sieht den Tanz in Hagen, insbesondere mit Ricardo Fernando, als hervorragend vertreten an, auch über Hagen hinaus. Dieses solle man auch durchaus weiter fördern und vertreten. Allerdings sei es schon die Intention des Kulturausschusses gewesen, dass Projekt „TanzRäume“ nach Möglichkeit weiter zu realisieren. Der Kulturausschuss möchte schon gerne auf den aktuellen Stand gehalten werden, wenn es sich abzeichnen würde, dass „TanzRäume“ auch im nächsten Jahr nicht weiter verwirklicht werden könne. Dann könne man im Vorfeld noch darüber diskutieren, ehe alle Türen zugeschlagen seien.

 

Herr Huyeng erläutert dazu, dass das Problem der Durchführung von „TanzRäume“ in den Kosten der Infrastruktur läge. So sei auch die Idee entstanden, dieses Projekt gemeinsam mit dem Theater Hagen durchzuführen. Dort liege die komplette Infrastruktur vor. Wähle man einen anderen Veranstaltungsort, wie vor 2 Jahren am Elbersgelände, kämen die Kosten für die erforderliche Bühnen,- Licht,- und Tontechnik hinzu. Herr Huyeng pflichtet Herrn Asbeck bei und sieht das Ballett,  insbesondere mit Ricardo Fernando, als eine besondere Stütze des Theaters an. Nicht umsonst bekäme Herr Ricardo Fernando im April dieses Jahres in Essen, eine deutschlandweite Auszeichnung.

Unter Berücksichtigung der vorhandenen Infrastruktur im Theater würde aber weiter versucht das Projekt „TanzRäume“ in den kommenden Jahren mit dem Theater Hagen gemeinsam durchzuführen, da sei man sich auch mit dem Theater einig.

 

Herr Söhnchen hinterfragt nochmal, ob das Projekt „TanzRäume“ nur mit dem Theater gemeinsam zu realisieren wäre. Er meint, dass eine Kostenzusage des Betreibers Elbersgelände für diese Veranstaltung vorgelegen habe.

 

Herr Huyeng stellt nochmal klar, dass das Problem die Kosten der Infrastruktur seien und nicht des Geländes selbst.

 

Herr Dr. Belgin möchte den Blick auf die Kostenstruktur des Festivals richten. Die letzte Veranstaltung im Jahr 2013, habe ca. 90.000€ gekostet, dies liege deutlich über dem Gesamtetat des Kulturbüros. In 2013 bestand letztmalig die Möglichkeit, Mittel aus dem Europa Projekt CURE zu erhalten. Aktuell sei nicht in Aussicht, dass Fördergelder für das Projekt „TanzRäume“ fließen könnten. Herr Dr. Belgin stellt klar, dass die Verwaltung gerne alles an Projekten erhalten möchte was ginge, aber dieses Projekt sei ein zu großer Kostenfaktor, sollte es außerhalb des Theaters auf einem Gelände ohne passende Infrastruktur aufgeführt werden. Es soll hier gegenüber den KWA-Mitglieder nicht der Eindruck entstehen, dass das Projekt „TanzRäume“ einfach so aufgegeben würde, ohne überhaupt den Versuch unternommen zu haben, es zu realisieren.

Mit den Kooperationspartnern Siegen und Iserlohn sei man weiterhin in Gesprächen und hier ergeben sich evtl. auch andere Projekte über die nachgedacht werde.

Letztendlich könne es durchaus sein, dass aufgrund der Kostenfrage dieses Projekt ganz aufgegeben werden müsste.

 

Herr Dr. Geiersbach schlägt vor, im Anschluss an die diesjährige Tanzveranstaltung des Theaters alle Erfahrungen sämtlicher Protagonisten zusammenzuziehen. Dann hätte man den direkten Vergleich zwischen dem Projekt „TanzRäume“ und der entsprechenden Theaterveranstaltung. Dieser Austausch könne dann in Form eines „Runden Tisches“ ab Sommer 2015 stattfinden. Dort könne man sich auch, zwecks vertiefender Planung der Finanzierung des Projektes im Jahr 2016, mit Herrn Christian Isenbeck austauschen, der sich in der Vergangenheit geäußert habe, sich durchaus ein größeres Engagement auch für den Bereich Technik vorstellen zu können.

 

Herr Huyeng möchte nochmal ausdrücklich betonen, dass der Tanz in Hagen, durch das Ballett eine herausragende qualitativ hohe Rolle auch weit über die Grenzen von Hagen hinaus spiele. Die Stadt Hagen sei mit seinem Tanz mit dem Land Nordrhein-Westfalen an erster Stelle und zwar bundesweit. Herr Huyeng betont an dieser Stelle ausdrücklich, dass er dafür stehe, Sorge dafür zu tragen, ein solches Projekt gemeinsam mit dem Theater Hagen nach vorne zu bringen.

 

Herr Söhnchen fasst die Wortbeiträge zusammen und stellt fest, dass die Berichtsvorlage so zur Kenntnis genommen wurde. Zusätzlich greift er die Anregung von Herrn Dr. Geiersbach auf und bittet die Verwaltung erweiternd darum, im Sommer 2015 einen Runden Tisch zu initiieren um eine Veranstaltung „Tanz in Hagen 2016“ realisieren zu können.

 

 

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Beschluss:

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

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Zur Kenntnis genommen