25.11.2015 - 6 Flüchtlingskinder: Flucht, Entwurzelung, Traum...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Sitzung:
-
Sitzung des Jugendhilfeausschusses
- Gremium:
- Jugendhilfeausschuss
- Datum:
- Mi., 25.11.2015
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:
Herr Steinkamp stellt einen Baustein in der psycho-sozialen Versorgung von Flüchtlingskindern vor, den man entwickelt und an mehreren Stellen realisiert habe
(siehe Anlage zu TOP 6).
Herr Reinke zeigt sich überrascht über die Aussage, dass Therapieplätze nicht zur Verfügung stünden. Es handele sich um ein schwieriges Thema und er sei dankbar, dass die Inhalte den Ausschussmitgliedern in Form einer Broschüre zur Verfügung gestellt worden seien.
Frau Witt merkt an, dass sie es für sinnvoll halte, die geplante Supervision für Lehrer auch auf den Bereich der Erzieher auszuweiten. Gebe es derartige Überlegungen?
Herr Steinkamp betont, dass man am Anfang stehe und das mit den Ressourcen mache, die zur Verfügung stünden. Es müsse innerhalb der Stadt noch vernetzt werden. Seiner Meinung nach gehörten die Erzieher klar dazu.
Weiterhin nimmt er Bezug auf die Frage von Herrn Reinke. Man müsse sich fragen, unter welchen Bedingungen Therapie stattfinde. Man verfolge eher die Ausrichtung, den Kindern dort Hilfestellung zu geben, wo sie seien.
Herr Sondermeyer weist darauf hin, dass nicht nur Kinder, sondern auch Erwachsene von traumatischen Erlebnissen betroffen seien. Es sei sehr schwierig, Hilfe zu bekommen.
Frau Kaufmann merkt an, dass man das so nicht stehenlassen könne. Sie habe kürzlich die Kinder- und Jugendpsychatrie in Herdecke besucht. Man habe dort auch die Ambulanz sehen dürfen und ein gutes Angebot zur Schulung der eigenen Mitarbeiter erhalten. Es gebe eine enge Vernetzung und eine gute Zusammenarbeit. Grundsätzlich sei Hagen in dem Bereich gut aufgestellt.
Herr Goebels ergänzt die Ausführungen von Frau Kaufmann. Man stehe in engem Kontakt miteinander. Gerade in Bezug auf die minderjährigen unbegleiteten Flüchtlinge habe man vor dort eine Kooperation zugesagt.
Herr Lohmann betont, dass ihn die Konzentration auf das Thema Flüchtlingskinder störe. Er könne aus der Praxis heraus sagen, dass die Traumatisierung der Flüchtlingskinder nicht ausgeprägter sei als die psychische Situation vieler anderer Kinder. Das dürfe man nicht aus den Augen verlieren. Dass sei generell ein großes Thema.
Herr Fischer weist darauf hin, dass sich die Situation verschärft habe. Das sei mit den vorhandenen Ressourcen nicht zu schaffen.
Herr Goebels unterstreicht die Ausführungen von Herrn Lohmann. Seine Ausführungen in Bezug auf die Kinder- und Jugendpsychatrie habe sich auch auf alle Kinder bezogen und nicht nur auf Flüchtlingskinder. Das Thema der stationären und ambulanten Betreuung von Kindern sei sicher ein eigenes Thema, das man gesondert aufbereiten müsse.
Herr Reinke hält das für einen guten Vorschlag, den man im neuen Jahr gerne aufgreife. Er bedankt sich bei Herrn Steinkamp für den Vortrag und sein Engagement.
Anlagen
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1
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(wie Dokument)
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227,6 kB
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