09.09.2015 - 6 Betreuung von Kindern von Flüchtlingen und Zuwa...

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Kaufmann berichtet, dass man am gestrigen Tage eine große Veranstaltung in Hagen- Delstern gehabt habe. Sie stelle dabei immer wieder fest, dass öffentlich die verschiedenen Aufgabenfelder  vermischt würden. Es sei eindeutig, dass die Kinder der Familien, die in den Notunterkünften des Landes untergebracht seien,  keine Schulpflicht hätten. Dort würde allerdings auf ehrenamtlicher Basis auch Sprachunterricht angeboten. Die erhobenen Zahlen unterschieden nicht zwischen EU-Zuwanderern und anderen Gruppen. Man versuche, alle Kinder zu integrieren.

 

Frau Haack stellt die  aktuellen Zahlen zur  Betreuung der Kinder von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern unter 6 Jahren vor (siehe Anlage zu TOP 6).

 

Sie beantwortet eine Frage von Herrn Reinke im Hinblick auf die nicht versorgten Kinder. In Bezug auf die starke Fluktuation der Menschen habe man sich entschieden, mit der Containerlösung zu arbeiten. Der Bedarf könne individuell angepasst werden.

 

Weiterhin erläutert sie  nach Nachfrage von  Frau Engelhardt  die Gründe für das Vorhandensein von  blockierten Kindergartenplätzen, dadurch verursacht,  dass Eltern sich nicht entscheiden könnten. 

 

Frau Hamann ergänzt die Ausführungen dahingehend, dass wie schon von Frau Haack beschrieben, viele EU-Zuwanderer nicht motiviert seien, ihre Kinder in Kindertageseinrichtungen zu schicken. Wichtig sei es, daran zu arbeiten und diese Eltern zu überzeugen. Das von Herrn Goldbach erwähnte EHAP- Projekt habe genau diese Zielgruppe von Bulgaren und  Rumänen. Ein wesentliches Ziel sei es, dort intensiver einzusteigen, um ein Verständnis zu entwickeln, wo die Hemmnisse seien und wo man ansetzen könne.

 

Herr Reinke fragt nach der Situation der Kinder von Flüchtlingen und EU-Zuwanderern im Schulbereich.

 

Frau Kaufmann gibt einen Überblick über die aktuellen  Zahlen aus dem Schulbereich  vor (siehe Anlage 2  zu TOP 6).

 

Herr Goldbach ergänzt die Ausführungen dahingehend, dass man als Kommune die allererste Aufgabe im schulischen Bereich in Form von Beschulung und guter sprachlicher Förderung in den Mittelpunkt zu stellen habe. Diese Aufgabe mache bereits Riesenprobleme. Er sei nicht der Meinung, dass jedes EU-Zuwanderer-Kind in das OGS-System integriert werden müsse.

Auch im Bereich der Offenen Kinder-und Jugendarbeit gebe es teilweise Probleme durch starken Zulauf bestimmter Gruppen. Dazu habe er die klare Meinung, dass Offene Kinder-und Jugendarbeit für alle da sei und so müsse es auch bleiben. Für diese bestimmte Zielgruppe der jugendlichen Zuwanderer könnten spezielle Projekte zusätzlich angeboten werden. Die Träger von Offener Jugendarbeit müssten ihren Kern bewahren. Der bestehende Kinder- und Jugendförderplan verfolge Zielsetzungen unterschiedlichster Art und diesen  dürfe man nicht aus dem Blick verlieren. 

 

Herr Fischer beschreibt die Situation in Wehringhausen. Man sei sich der Kernaufgaben bewusst, habe aber schlichtweg das Problem, dass Jugendliche nicht nach den Vorgaben sortieren könne. Da komme eine große Menge von  rumänischen Jugendlichen  und die bisherigen Besucher blieben in der Folge fern. Das Problem sei außerdem das gute Miteinander im Stadtteil, dass durch derart große Mengen von Jugendlichen gefährdet sei. Man sei gerade dabei, ein Nachbarschaftsforum durchzuführen. Man stehe vor mehreren Herausforderungen gleichzeitig.

 

In Bezug auf den Offenen Ganztag ist er der Meinung, dass dieser auch für diejenigen sei, die die Förderung zu Hause nicht bekämen. Es sei eindeutig  Landes- und Bundesaufgabe, diese Zuwanderung zu unterstützen, um für diese Kinder Perspektiven zu schaffen.  

 

Frau Hamann stellt fest, dass man in Hagen im Bereich der 1-6-Jährigen eine ganze Menge tue. Für die Über-6-Jährigen fehlten außerschulische Angebote. Man habe in der Tat ein Ressourcen- und Versorgungsproblem. Diese Kinder bräuchten mehr als reinen Unterricht in Schulen.

 

Frau Haack macht aus Sicht von Jugendhilfeplanung deutlich, dass das Problem durchaus erkannt sei. In der nächsten Woche treffe sich die Moderatorengruppe und man werde das als Thema beraten.

 

Herr Fischer findet das sehr hilfreich und regt an, dass die Trägervertreter an dieser Runde teilnehmen könnten.

 

Herr Reinke bittet die Verwaltung, die Thematik für die nächste Sitzung des Jugendhilfeausschusses aufzubereiten.

 

Herr Goldbach betont, dass man einen Werkstattbericht, aber kein abschließendes Konzept werde liefern können. Hilfreich werde es sicher auch sein,  Institutionen mit ins Boot zu nehmen.

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Anlagen

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