25.02.2015 - 8.6 Sachstand Böhfeld

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Hennemann bedankt sich bei der Verwaltung über die ausführliche Vorlage.  Jedoch hätte er sich diese Vorlage bereits im letzten Jahr gewünscht. Er möchte über die Ergebnisse des Gespräches, das am 23.02.2015 zwischen dem Landwirt und der Stadt Hagen stadtgefunden haben, informiert werden. Weiterhin fragt er nach, wie oft die Bauanfrage des Landwirtes, die am 26.03.2015 auslaufe, erneuert werden, könne.

 

Herr Kroll macht auf die gewerblichen Leerstände – altes Geländes der Firma MAN, die halb abgerissen Hallen an der Kabeler Straße gegenüber des Realmarktes und das Gelände einer ehemaligen Spedition-   im Bereich Bathey aufmerksam. Er merkt an, bevor weitere neue gewerbliche Flächen ausgewiesen würden, sollten die vorhandenen Brachflächen erst wieder vermarktet und genutzt werden.

 

Herr Erlmann erwähnt ebenfalls den guten Inhalt der Vorlage. Insbesondere die vermutlich daraus resultierende  Erschließung eines Wohnbaugebietes in Hengstey.  Besonders erfreulich sei die ausführliche Darstellung der alten historischen Bergbauflächen. Er merkt an, dass es in den zwanziger Jahren in dem Bereich einen Kohletagebau gegeben haben soll. Dieser soll anschließend verfüllt worden sein. Gibt es darüber weitere Unterlagen und ist dieses der Stadt bekannt, möchte er weiter wissen. 

 

Herr Löher fragt nach, was das vorliegende Gutachten gekostet habe.

 

Herr Heiermann merkt an, dass er es sehr dreist und unverschämt finde, wie man den Landwirt über so eine lange Zeitdauer im Unklaren lasse. Er könne sich dem Beschlussvorschlag des Landschaftsbeirates mit entsprechendem Zusatz anschließen. 

 

Herr Gerbersmann bittet Herrn Heiermann zur Kenntnis zu nehmen, dass es hier um nicht ganz einfache Abwägungen von unterschiedlichen Interessen gehe und seine Formulierungen nicht angebracht seien. Es handle sich am Böhfeld um die letzten größeren zusammenhängenden Entwicklungsflächen die in Hagen noch vorhanden seien. Dies seien die zurzeit landwirtschaftlich genutzten Flächen. Aus diesem Grunde bedürfe es einer gründlichen Auswertung aller zur Verfügung stehenden ausführlichen Informationen.

Herr Gerbersmann macht weiterhin deutlich, dass die bereits bestehenden Brachflächen, die von Herrn Kroll angesprochen worden seien, in vielen Fällen für die Gewerbesuchenden unbrauchbar und unattraktiv seien und man Unternehmen aber im Hagener Bereich ansiedeln möchte. Man müsse langfristig für die Zukunft planen.

 

Herr Bleja führt aus, dass es Gespräche mit dem Landwirt, dem Gutachter und der Landwirtschaftskammer gegeben habe. Es werde nach einer einvernehmlichen Lösungsvariante, die für die Stadt und den Landwirt tragbar sei, gesucht.  Der Gutachter solle eine Größenordnung festlegen, die für den Landwirt erforderlich sei, um eine Perspektive für die Zukunft zu haben.

Die Zurückstellung der Bauvoranfrage sei erfolgt, jedoch habe der Rat der Stadt bereits eine Veränderungssperre beschlossen. Es gibt Vereinbarungen, dass man auch im Sinne des Landwirtes  so schnell wie möglich zu einer Entscheidung komme.

Am 18.12.2014 habe es Gespräche mit dem RVR in Essen gegeben. Die Regionalplanung erkenne den Bedarf von weiteren Gewerbeflächen in Hagen an. Die Projekte Cargobeamer und die Entwicklung des Böhfeldes müssen im Zusammenhang gesehen werden, genauso wie die verkehrliche Machbarkeit.

Herr Bleja macht deutlich, dass es sehr schwierig sei, an Informationen, die in Verbindung mit dem Bergabbaugebiet und somit auch über die genauen Standorte der Bergbaustollen stehen, zu gelangen. Man sei auch auf ehrenamtliche Mitarbeit angewiesen, um an Informationen zu gelangen.

 

An der weiteren Diskussion beteiligen sich die Herren Kohaupt, Mosch, Bleja, Gerbersmann, Löher und Fritzsche.

 

Vor der Abstimmung erklärt sich Herr Lux  befangen und nimmt nicht an der Abstimmung teil.

 

 

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Beschluss:

 

 

Die BV-Nord nimmt die Vorlage der Verwaltung mit folgendem Zusatz zur Kenntnis:

 

Die BV-Nord empfiehlt dem Rat der Stadt endgültig auf das Böhfeld als Gewerbegebiet zu verzichten, da

 

-          die Kosten für die Entwicklung des Gebietes insgesamt für die Stadt zu hoch sind,

 

-          die Flächen für die Landwirtschaft erhalten bleiben müssen und

 

-          der Bereich Böhfeld dem Landschaftsschutz dient.

 

 

 

 

 

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Abstimmungsergebnis:

 

 

x

Einstimmig beschlossen

 

Dafür:

14

Dagegen:

0

Enthaltungen:

0

 

Herr Lux hat an der Abstimmung nicht teilgenommen.

 

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Anlagen zur Vorlage