23.04.2015 - 3.2 Personal- und Organisationsbericht 2014

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Wortprotokoll

Herr Dr. Bücker spricht die Altersstruktur der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung an.  Mehr als die Hälfte der Verwaltung erwarte bald den Ruhestand oder die Pensionierung. Er macht darauf aufmerksam, dass eine gute Personalentwicklungsplanung angestoßen werden sollte. Er fragt, ob finanzielle Probleme entstünden, wenn die Pensionsrückstellungen anfallen. Der Krankenstand innerhalb der Verwaltung liege im Vergleich zum Städtetag prozentual über dem Durchschnitt. Er fragt, ob es eine genaue Analyse hierzu gebe.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz erläutert, dass seit vielen Jahren extrem wenige Einstellungen erfolgt sind. Aufgrund von Haushaltskonsolidierung wurde die Ausbildung vorübergehend eingeschränkt. Einstellungsstopp, Einschränkungen bei den Ausbildungsverhältnissen und Altersregelungen führen dazu, dass der vorhandene Personalbestand altert. Es wird deutlich erkennbar, dass die Verwaltung auch in Abstimmung mit der Personalvertretung im notwendigen Umfang für die eigene Nachwuchssicherung selbst auszubilden muss. Hierbei ist zwischen den finanziellen Möglichkeiten und dem, was zukünftig benötigt wird, abzuwägen. Langfristige Personalentwicklung setze voraus, dass man in schwierigen Zeiten nicht ganz auf Ausbildung verzichte. Wenn man sich hinsichtlich der Krankenquote statistisch mit dem Städtetag vergleiche und eine kleine Gruppe herausnehme, entstünden durchaus statistische Abweichungseffekte. Für eine zukunftsweisende Personalpolitik sind Arbeitszufriedenheit, die Frage des Führungsstils sowie die Frage des Umgangs miteinander innerhalb der Verwaltung sehr wichtig. Stellenabbau, Belastung und Krankenquote dürfe nicht in einer Kausalität betrachtet werden.

 

Herr Reinke geht auf das Mieter-Vermieter-Modell auf S. 18 des Berichtes ein. Mit der Rückführung der GWH sei nach seinem Kenntnisstand nicht beschlossen worden, dass das Mieter-Vermieter-Modell anders gestaltet werden soll. Bereits in der Kommission für Beteiligungen und Personal habe er um Erläuterung an dieser Stelle gebeten.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz erklärt, dass eine entsprechende Projektgruppe mit einer entsprechenden Projektverfügung auf den Weg gebracht worden ist, die sich mit diesen Fragen auf der Fachebene sehr intensiv und detailbezogen beschäftigt. Mit der Darstellung in Personal- und Organisationsberichten findet keine Vorfestlegung zur künftigen strategischen Ausrichtung und auch nicht zu Detailfragen statt. Die Projektgruppe habe den Auftrag, dieses bestimmte Modell zu entwickeln und die Prozesse zu beschreiben.

 

Herr Röspel führt aus, dass im HSP beschlossen worden ist, eine gewisse Personalsumme einzusparen. Daneben wurde eine Kopfzahl errechnet. In den letzten Jahren seien fast 480 Stellen abgebaut worden. Er fragt, ob es einen Anhaltswert gebe, wie der Zielerreichungsgrad im Rahmen des HSP-Prozesses bisher verlaufen ist und ob es eine Perspektive gebe, den Sparknoten in diesem Bereich etwas zu lockern.

 

Herr Oberbürgermeister Schulz antwortet, dass zum jetzigen Zeitpunkt die Sparbemühungen nicht eingestellt werden sollten.

 

Herr Keßen erläutert, dass durch die Genehmigung des HSP dokumentiert wurde, dass die Verwaltung bezüglich der Konsolidierung der Personalkosten im Plan liegt. 250.000 Mio. € müssen noch aufgrund der Tarifsteigerungen im laufenden Geschäft kompensiert werden. Auf Themen wie z. B. Flüchtlinge müsse weiterhin flexibel reagiert werden.

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Beschluss:

Der Personal- und Organisationsbericht 2014 wird zur Kenntnis genommen.

 

Die Vorlage wird insofern am 07.05.2015 realisiert.

 

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Abstimmungsergebnis:

x

Zur Kenntnis genommen

 

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Anlagen zur Vorlage