18.06.2015 - 6.24.1 Grundschule Gebrüder-Grimm: Schließung des Lehr...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.24.1
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 18.06.2015
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 14:10
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB48 - Bildung und Kultur
- Bearbeitung:
- Dietmar Bock
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Schmidt berichtet, dass nach Untersuchungen des DLRG zur Schwimmfähigkeit nach dem Austritt aus der Grundschule in den 80 er Jahren 90 % der Kinder am Ende des 4. Schuljahres schwimmen konnten. Heute seien es noch 50 %. Dies habe auch damit zu tun, dass auf kommunaler Ebene Schwimmhallen geschlossen worden sind. Der Vorlage könne man entnehmen, dass das Lehrschwimmbecken für eine Ersparnis in Höhe von jährlich 3.500,00 €, zzgl. 27.500,00 € Investitionskosten,geschlossen werden soll. Herr Kiszkenow und er werden dieser Vorlage nicht zustimmen.
Herr Dr. Bücker ergänzt, dass inzwischen 800 Bäder in Deutschland mit der Konsequenz geschlossen worden sind, dass immer weniger Menschen schwimmen können. Das Lehrschwimmbecken sollte aufrechterhalten werden.
Frau Pfefferer spricht sich für die Aufrechterhaltung von Schwimmbecken aus und möchte dieser Vorlage nicht zustimmen.
Herr Dr. Geiersbach erläutert, dass der Schulausschuss und die Bezirksvertretung Nord die vorliegende Vorlage abgelehnt haben. Er bittet darum, im Rat ein breites Votum für eine Ablehnung zu erreichen. Es könne nicht sein, dass eine Reparatur an einer Stelle zum Anlass genommen werde, eine ganze Einrichtung zu schließen. Dies dürfe nicht zur Methodik werden.
Herr Eiche stimmt den Ausführungen von Herrn Dr. Geiersbach zu. Er fragt, ob die Kosten für die Fahrten zum Westfalenbad in der Einsparung mit eingepflegt worden sind.
Herr Gerbersmann erklärt, dass auch zukünftig bei Reparaturmaßnahmen in Einrichtungen darüber nachgedacht werden müsse, ob diese Reparaturen in dieser Einrichtung auch wirtschaftlich seien. Auch angesichts des Alters dieses Schwimmbeckens ist die Verwaltung zu der Erkenntnis gekommen, dass diese Reparatur nur der Anfang von weiteren erforderlichen Reparaturmaßnahmen ist. Hier soll ein 1 m tiefes Schwimmbecken abgeschafft werden. Stattdessen wird den Kindern angeboten, im Westfalenbad in einem normalen und auch in einem tieferen Becken schwimmen zu lernen.
Frau Kaufmann informiert darüber, dass in der Schule keine Gefahr bei der Wassernutzung bestehe. Das Lehrschwimmbecken wurde deshalb stillgelegt, weil aus Sicht der GWH Messungen schlechte Werte ergeben haben. Die Investitionen belaufen sich auf ca. 20.000,00 € zzgl. der Kosten für die Umlegung der Waschmaschine.
Herr Thielmann vertritt die Auffassung, dass Kinder schwimmen lernen sollten, bevor sie in die Schule kommen. Man könne nicht alles in die Schule transportieren. Bei der Einrichtung des Westfalenbades wurde darauf gedrängt, dass dort eine Konzentration stattfinde.
Herr Kohaupt trägt den Auftrag an die Verwaltung aus der Bezirksvertretung Nord vor: „Der Schwimmunterricht ist bis auf weiteres zu gewährleisten. Die Verwaltung wird beauftragt, Synergieeffekte zu prüfen, wie z. B. die Vermietung an den Werkhof, Polizeisportverein und Bethel vor Ort, und in der nächsten Sitzung zu berichten.“ Hier sei eine Refinanzierung möglich. Er weist darauf hin, dass das Schwimmbecken Vorhalle in großem Maße durch die Vereine fortgenutzt werde. Wenn die Vorlage so beschlossen werde, müssten dort die Belegungszahlen überprüft werden.
