11.09.2014 - 6 Bericht über den Prozess der Kulturentwicklungs...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 11.09.2014
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:05
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Berichtsvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Beate Hauck
- Beschluss:
- ungeändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Söhnchen weist zu Beginn des Tagesordnungspunktes auf den nächsten Termin der Kulturentwicklungskonferenz am 25.10.2014 hin und appelliert an die Mitglieder des Kulturausschusses, daran teilzunehmen. Anschließend übergibt er das Wort an Herrn Huyeng.
Herr Huyeng schließt sich dem Appell von Herrn Söhnchen an und betont, dass bei der vergangenen Kulturentwicklungskonferenz, lediglich 3 Vertreter aus dem KWA anwesend waren obwohl der Ausschuss in Zukunft ganz konkret mit den Ergebnisses der Kulturentwicklungsplanung konfrontiert werden würde. Weiterhin lobt Herr Huyeng die qualitativ gute Arbeit der gesamten Kulturentwicklungskonferenzen und die hervorragende Umsetzung der Arbeit durch Frau Hauck und deren Team.
Frau Hauck berichtet über den Prozess der Kulturentwicklungsplanung 2013/2014 und deren Ergebnisse anhand der Vorlage und Tischvorlage (sh. Anlage 5). Hier betont sie insbesondere den respektvollen und wertschätzenden Umgang der Bürgerinnen und Bürger miteinander während des gesamten Prozesses. Die Hagener Bürgerinnen und Bürger äußerten während des Prozesses ihre wohlwollende Haltung gegenüber der Hagener Kultur und den Wünschen nach Verbindlichkeit der Veranstaltungen und dass bestehende Kultureinrichtungen gesichert werden sollten. Ein weiterer dringender Wunsch der Bürgerinnen und Bürger bestand darin, an der weiteren Entwicklung beteiligt zu sein, etwa in Form eines Kulturforums mit zwei Kulturkonferenzen jährlich. Diese Form der Bürgerbeteiligungsprozesse können zukünftig vom Land NRW finanziell unterstützt und gefördert werden.
Als ein konkretes Ergebnis aus den Kulturentwicklungsplanungen ging u.a. hervor, dass die Bürgerinnen und Bürger die Erstellung einer Kulturplattform mit einem Veranstaltungskalender und einem Kulturstadtplan wünschen. Daraus sollten alle Termine und Informationen zu entnehmen seien, die die Hagener Kultur- und Veranstaltungslandschaft betreffen werden. Um dieses umzusetzen wird es in Zukunft einen neuen Internetauftritt der Stadt Hagen im Bezug auf den Veranstaltungskalender geben. Zur besseren Koordinierung von Veranstaltungen in Hagen werden von der Kulturverwaltung sämtliche Veranstalter in Hagen angeschrieben, mit der Bitte ihre Veranstaltungen mit entsprechenden Terminen zwecks Aufnahme in den Veranstaltungskalender mitzuteilen. Des Weiteren werde eigens hierfür ein runder Tisch einberufen bei dem es hoffentlich gelingen werde eine lückenlose Veranstaltungskoordinierung zu erreichen.
Sie stellt auch klar, dass bei diesem Verfahren sicherlich nicht alle Veranstalter zu erreichen seien. Sie ist aber ganz zuversichtlich einen Großteil abdecken zu können.
Weiterhin sieht sie es als Bereicherung der Kulturkonferenzen an, dass sich dort die unterschiedlichsten Bürgerinnen und Bürger mit unterschiedlichen Kompetenzen treffen würden und auch weiter treffen wollten und auch bereit sind ihre Kompetenzen zu Gunsten des Kulturentwicklungsprozesses in Hagen zusammenzufügen.
Abschließend stellt Frau Hauck für die zweite Kulturkonferenz am 25.10.2014 die Bildung der ersten runden Tische zur Problemlösung, z.B. die Verbesserung des öPnv, in Aussicht.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Hauck für die umfangreiche Berichterstattung und bittet nun um Wortbeiträge, Fragen oder Meinungen zu diesem Thema.
Herr Walter gibt zu Bedenken, dass bei der ganzen Planung zu berücksichtigen sei, bei den Bürgerinnen und Bürgern nicht Erwartungen zu wecken, die so nicht erfüllbar seien. Der Wunsch sei sicherlich auch bei ihm da, dass Kultur nicht mehr als freiwillige Leistung angesehen werden würde, dies sei aber aufgrund landesrechtlicher Vorschriften leider nicht möglich. Als Gegensatz zu den runden Tischen im Rahmen der Kulturkonferenzen sieht Herr Walter die aktuelle Entwicklung des Stadttheaters Hagen. Hier sei das Ziel ebenfalls, die Einrichtung Theater für die Stadt Hagen langfristig zu sichern.
Genau hier sieht Herr Söhnchen auch die Aufgaben eines Kulturpolitikers und beschreibt es als Gradwanderung. Er äußert die Meinung, dass die Aufgabe sicherlich sei, an den Konferenzen teilzunehmen, zuzuhören und mitzusprechen, aber auch den einen oder anderen Wunsch kritisch anzusprechen, ohne dabei das Bürgerengagement im Keim zu ersticken.
Frau Heukeroth stimmt Herrn Walter zu, dass der Kulturausschuss auch das Sparziel im Auge haben müsse. Weiter berichtet sie von ihren anderen Eindrücken, die sie auf allen Kulturkonferenzen an denen sie teilgenommen hat, gewonnen hat. Dort wären u.a. Menschen zusammen gekommen, die man auf breitem Wege nicht erreicht hätte und die mit Erwartungen erschienen seien zu partizipieren an Kunst und Kultur. Ihrer Meinung nach sei ein Teil von Partizipation auch ein Teil der Integrations- und Inklusionspolitik dieser Stadt, wodurch einige Projekte den Charakter der Freiwilligkeit der Leistung verlieren würden. Des Weiteren verdeutlicht sie, dass bei dem Bürgeranliegen „bessere Vermarktung der bestehenden und hochwertigen Konzepte“ auch über die Stadtgrenzen hinaus, nicht nur das Theater oder die Museen gemeint wären, sondern auch die Konzepte, die von jüngeren Leuten wie z.b. die Pelmke gefüllt werden würden. Wenn man es jetzt schaffen würde, die bestehenden Konzepte, die aktuell nicht alle vom Kulturausschuss begleitet würden zu vernetzen, und zwar durch entsprechende Vermarktungskonzepte, einem Kulturkalender oder auch Stadtbegehungen und evtl. ein virtuelles Museum, bestünde die Chance, hier doch einen großen Anteil mit dem Kulturausschuss begleiten zu können. Ihrer Meinung nach handele es sich bei den genannten Bereichen um Ideen, die aus bestehenden Mitteln finanziert werden können.
Sie betont, dass hierfür die Wertschätzung aller Kulturteilnehmenden und das Ausweiten von Kulturteilnehmenden erforderlich sei. Hier sei der Kulturkalender ein guter Anfang.
Frau Hauck möchte zu den Anmerkungen von Herrn Walter klarstellen, dass niemand die Kulturkonferenzen als Wunschkonzert angepriesen hätte. Sie äußert ihren Eindruck, dass sich keiner der Teilnehmenden verschließen werden würde, wenn die Politik sich problematisch zu einigen Vorhaben äußern würde, im Gegenteil sie habe den Eindruck gewonnen, dass dann die Möglichkeit bestünde einen Konsens zu finden.
Abschließend freut sich Frau Hauck auf eine anregende weiterführende Diskussion bei der nächsten Kulturkonferenz am 25.10.2014.
Herr Söhnchen bedankt sich bei Frau Hauck und wünscht ihr weiterhin viel Glück am 25.10.2014, dort, mit hoffentlich großer Beteiligung des Kulturausschusses und kulturinteressierten Politikern.
Anlagen
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(wie Dokument)
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254,1 kB
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