25.11.2014 - 4 Sachstand Flüchtlingskinder in Hagen

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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

 

Frau Haack und Frau Osbahr berichten über Flüchtlingskinder in Hagen (siehe Anlage zu TOP 4).

 

Frau Cramer nimmt Bezug auf eine Frage, die auch im Schulausschuss thematisiert worden sei. Seien die Kinder, die die Starterklassen besuchten, mit Fahrkarten versorgt? Bekämen die Eltern auch Fahrkarten, damit sie  ihre Kinder begleiten könnten? Wie sei der Weg zur Schule geregelt?

 

Frau Kaufmann antwortet, dass die Eltern keine Fahrkarte bekämen. Das müsse anders geregelt werden. Grundsätzlich bemühe man sich um eine wohnortnahe Versorgung. Eltern müssten allerdings Wege in Kauf nehmen. Hier sei ein guter Ansatz für ehrenamtliche Unterstützung.

Sie berichtet außerdem, dass sie am heutigen Tag ein Gespräch mit der Bezirksregierung Arnsberg geführt habe, in dem es unter Anderem um die Besetzung der Stelle im Kommunalen Integrationszentrum gegangen sei. Die Ausschreibung laufe in Kürze ab und es lägen Bewerbungen für die Stelle vor, so dass man hoffe, die Stelle bald besetzen zu können. 

 

Frau Buchholz begrüßt es, die Kinder in den Regeleinrichtungen zu integrieren. Ihr stelle sich die Frage, wie das in den Kindertageseinrichtungen organisiert werde. Gebe es ein Betreuungskonzept? Wie sehe die Finanzierung aus?

 

Herr Goldbach macht deutlich, dass auch hier bis heute  die Regeln des Landes uneingeschränkt  gelten würden. Die Meldung müsse bis zum 01. März vorliegen. Alles, was bis dahin nicht angemeldet sei, werde auch nicht finanziert. Man werde speziell dieses Problem in Richtung Landesjugendamt transportieren. Eine Flexibilisierung wäre dringend notwendig.  

 

Frau Kaufmann beschreibt die traurige Situation, in der die Familien sich befänden. Die Kinder hätten keinerlei Außenkontakt. Es gebe da dringenden Handlungsbedarf.

Auf die Frage nach einer Finanzierung bei dieser Betreuungspflege habe es bei der Bezirksregierung leider keine Antwort gegeben. Es werde sich nichts an der grundsätzlichen Finanzierungsquote des Landes  ändern und man müsse das aus eigener Kraft stemmen. Man sei dankbar dafür , dass es die Möglichkeit gebe, über Spenden die Stellen zu finanzieren.

 

Herr Lohmann bedankt sich für die Ausführungen von Frau Haack und Frau Osbahr. Das sei eine beeindruckende Leistung. Man habe ja 40 freie Plätze im U-3-Bereich.  Für ihn stelle sich die Frage, warum die Kinder nicht in die Einrichtungen geschickt würden. Da die Eltern aus ganz verschiedenen Kulturkreisen kämen, sei es nicht selbstverständlich, ihre Kinder in eine Kindertagesstätte zu schicken. Wie könne man das erreichen und wie bände man die Eltern in den Prozess ein? 

 

Frau Haack merkt an, dass das im Vorfeld nicht als Problem erkannt worden sei.

Es sei ganz wichtig, mit dem Kommunalen Integrationszentrum und der Zuwanderungsberatung zusammenzuarbeiten. Eine Beratung durch andere Familien sei da ein wichtiges Instrument.

 

Herr Koslowski nimmt Bezug auf eine Meldung in den Medien, nach der die Landesregierung Geld für 300 Lehrer-  und andere Stellen investieren wolle. Wisse man bereits, ob Hagen auch davon profitiere?

 

Frau Kaufmann antwortet, dass es noch keine konkreten Angaben  dazu gebe. Sie hoffe natürlich, dass Hagen auch bedacht würde.

 

Herr Goldbach macht deutlich, dass die finanzielle Hauptlast auch weiterhin bei der Stadt sein werde.  Er beschreibt die personelle Situation der Schulen in Hagen.

 

Herr Reinke bittet, die Begrifflichkeiten „soziale Betreuung von Flüchtlingskindern“ und die „Betreuung der Kinder in Kindertageseinrichtungen“ voneinander zu trennen. Das seien zwei verschieden Dinge.

Er weist darauf hin, dass am kommenden Montag der Runde Tisch zu dem Thema „Flüchtlinge“ tagen werde. Er hoffe, dass man von dort zu einer breiteren Hilfebasis kommen werde.

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Anlagen