09.02.2005 - 4 Ärztliche Versorgung im Männerasyl
Grunddaten
- TOP:
- Ö 4
- Sitzung:
-
Sitzung des Sozialausschusses
- Zusätze:
- mündlicher Bericht
- Datum:
- Mi., 09.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Herr Dr. Bent weist zu Beginn seiner
Ausführungen auf die Problematik der vorläufigen Haushaltsführung ( § 81 GO NW)
hin, insoweit ist es zur Zeit nicht möglich finanzielle Bindungen einzugehen.
Überdies stehen die hierauf basierenden politischen Vorgaben des Rates der
Eingehung einer finanziellen Bindung entgegen. Unabhängig hiervon stellt Herr
Dr. Bent die nachfolgenden vier Lösungsvarianten dar:
1. Alternative:
Ein Arzt führt Untersuchungen durch und leitet den Patienten dann zur weiteren
Versorgung in die vorhandenen medizinischen Strukturen weiter. Dieses müsste
durch Begleitung mit einem Sozialarbeiter, einer Pflegekraft oder ähnlichen
Personen geschehen.
2. Alternative:
Der Arzt vor Ort diagnostiziert und führt kleine Behandlungen wie
Wundbehandlungen etc. durch. Weiterhin behandelt er die von ihm
diagnostizierten Befunde selbst mit Medikamenten die auf Vorrat vorliegen und
gibt dem Patienten diese Medikamente mit.
Eine Ausgabe
von Medikamenten ist aber gem. Arzneimittelgesetz nur für die Akutversorgung
möglich. Sollte der Bewohner Medikamente benötigen, die nicht im Depot
vorhanden sind, oder eine Behandlung einer chronischen Erkrankung erforderlich
sein, müsste mittels eines Privatrezeptes die Versorgung des Patienten
erfolgen.
Anfallende
Kosten wie die Praxisgebühr, Gebühren für Medikamente etc müssten hierbei von
der Stadt aufgebracht werden, obwohl die Kosten für die medizinische Versorgung
diese Personenkreises eigentlich von anderen Leistungsträgern erbracht werden
müssten.
3. Alternative:
Diese Alternative besteht in der Versorgung der Bewohner des Männer-
Asyls in einer
Sprechstunde vor Ort als Zweitdependance eines Kassenarztes.
Dieses Konzept
wurde allerdings auf Initiative des Gesundheitsamtes bereits im Jahr 2002 über
einen Zeitraum von ca. ½ Jahr praktiziert. Der ärztliche Kollege stellte seine
Tätigkeit allerdings ein, da die zugesagte schnelle und reibungslose Abwicklung
nach seinen Angaben nicht funktionierte.
4. Alternative:
Eine weitere Alternative kann in einer Zusammenarbeit mit dem schon in
Hagen bestehenden Projekt der Diakonie in Luthers kleinem Waschsalon
bestehen.
Ärzte des Gesundheitsamtes können dort mitarbeiten. Eine Kooperation er-
scheint sinnvoll und wird auch von den Mitarbeitern der Diakonie
begrüßt. Allerdings
bestehen auch hier Finanzierungsprobleme.
Der Ausschuss einigt sich nach
Diskussion der Vorschläge auf folgende Vorgehensweise:
Eine bereits bestehende Arbeitsgruppe
des Lions Clubs Hagen soll laut Herrn Haensel aktiviert werden. Diese wird bis
Ende Februar das benötigte ärztliche Material zur Verfügung stellen. Mit diesem
Material werden Ärzte des Gesundheitsamtes ihre Tätigkeit in den Räumlichkeiten
von Luthers kleinem Waschsalon aufnehmen.
