16.02.2005 - 2 Vorschlag der CDU-Fraktion zur Tagesordnung gem...

Beschluss:
geändert beschlossen
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Wortprotokoll

Zusammenfassung des Diskussionsergebnisses:

Frau Suda verweist auf die mitversandte Anlage und erkundigt sich, ob inzwischen alle die gleiche Variante des Antrages vorliegen haben. Da dies nicht der Fall ist, wird der aktuelle Antrag kopiert und verteilt.

 

Frau Kramps verliest den neuen gemeinsamen Antrag der CDU-, SPD- und FDP-Fraktionen. Ziel sei es, mit diesem Konzept den gesamten Kulturbereich auf ein modernes und attraktives Fundament einer professionellen Vermarktung zu stellen.

 

Herr Hartmann, Herr Klippert und Herr Behm  sind mit dem vorliegenden Antrag einverstanden.

 

Herr Behm hält es für geboten, eine Verlagerung der Zuständigkeit von Frau Hobein weg unbedingt zu vermeiden.

 

Frau Grehling zeigt Verständnis für diese Sorge und unterstützt, dass natürlich die Projektleitung und die Erkenntnisse, die bereits vorliegen auch weiterhin berücksichtigt werden. Sie bittet Frau Hobein, den letzten Stand der Gespräche in den Arbeitskreisen mitzuteilen.

 

Frau Hobein geht nun ausführlich auf den derzeitigen wissenschaftlichen und denkmalrechtlichen Stand der Knochenfunde ein.

Zunächst sei es am wichtigsten, dass sich bei den wissenschaftlichen Untersuchungen die bisherigen Vermutungen bestätigen. Es werde sich ein Prozess nach und nach entwickeln und im Laufe dieser Erkenntnisse werden sich weitere entsprechend renommierte Wissenschaftler in jeder Phase hinzugesellen.

Auf Anregung des Arbeitskreises habe sie die Projektleitung übernommen.

 

Bei der denkmalrechlichen Seite gehe es um ein bestimmtes Verfahren, welches festlege, wo die beweglichen Dinge verbleiben. Die Entscheidung in diesem Verfahren liege bei der Regierungspräsidentin. Im Sinne des Gesetzes seien die Stadt Hagen und der Regionalverband Ruhr jeweils zu 50 % Eigentümer dessen, was man gerade besichtigt habe und dessen was sich noch in der Höhle befinde.

 

Erschwerend sei die Tatsache, dass auch andere Museen die mögliche Bedeutung der Funde erkannt haben. Sollte es  sich im Ergebnis um einen Fund mit nationaler Bedeutung handeln, wolle das Landesmuseum für Archäologie in Herne dies auch gerne präsentieren.

Die Stadt Hagen habe hilfsweise ein Ablieferungsbegehren gestellt, sollte bis März auch der Landschaftsverband Westfalen-Lippe ein solches Begehren stellen, verlagere sich die Entscheidung auf Minister Vesper.

 

Frau Kramps hatte bei einem Besuch die Gelegenheit, den Direktor des Landschaftsverbandes über die Position der Stadt Hagen zu informieren. Sie habe dort deutlich gemacht, dass der Platz der Knochenfunde nur hier sein könne. Der Direktor habe einen Besuch in Hagen zugesagt und auch die Bereitschaft, einen für alle tragbaren Kompromiß zu finden. Sie sei sehr positiv gestimmt und hoffe, dass alle gemeinsam an der Sache arbeiten werden.

Herr Gläser gibt den Hinweis, er habe in der Kluterthöhle als Kind gespielt und schon damals habe es einen Lehrer gegeben, der bei seinen amateurhaften Forschungen auf Knochenfunde gestoßen sei.

 

Herr Dr. Fischer  möchte wissen, welches wissenschaftliche Kaliber die beteiligten Leute haben und welche Institute dahinter stehen. Dies sei ihm sehr wichtig.

 

Frau Hobein antwortet, es handele sich um Fachwissenschaftler, die aktuellste Forschungsergebnisse vorweisen können und wiederholt einige Namen.

 

Frau Grehling möchte Herrn Dr. Fischer  diese Sorge nehmen und ergänzt, man habe sich in der Arbeitsgruppe einvernehmlich darauf verständigt, mit den Beteiligten voranzugehen, die auch jetzt dabei seien. Dies sei die Gewähr für eine positive Weiterentwicklung.

 

Herr Meier findet es schon in dieser Phase wichtig, die Vermarktung mit im Blick zu heben und auch die Presse immer mit einzubinden.

 

Frau Hobein  antwortet, dies werde schon initiiert.

 

Frau Suda läßt nun über den gemeinsamen Antrag abstimmen, dem sich auch die Fraktion Bündnis 90/Die Grünen und die Fraktion Bürger für Hagen angeschlossen haben.

 

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Beschluss:

1.      Die Verwaltung wird beauftragt, ein Gesamtkonzept zur touristischen Vermarktung der Hagener Museen und Kultureinrichtungen unter der Überschrift “Hagen- Stadt der Zeitreise” zu erstellen. Zentraler Bestandteil des Konzepts soll die Präsentation der Hagener Knochenfunde im Wasserschloss Werdringen sein. Sie sollen einen historischen Einstieg in eine Zeitreise durch verschiedene Epochen der Siedlungs-, Arbeits- und Kulturgeschichte der Stadt darstellen , die neben dem Wasserschloss unter anderem das Stadtmuseum, Schloss Hohenlimburg, das Hagener Freilichtmuseum, Haus Harkorten, den Hohenhof, das Karl Ernst Osthaus- und das künftige Schumacher-Museum umfassen soll.

 

2.      Unberührt davon bleiben zunächst die jeweiligen museumseigenen Konzepte.

 

3.      Die Verwaltung legt dem Kultur- und Weiterbildungsausschuss zu seiner Sitzung am 16. März eine erste Konzeptskizze vor.

 

4.      Nach Vorlage des fachlichen Konzepts wird das Konzept in das Hagener Stadtmarketinggesamtkonzept integriert.

 

5.      Der Hagener Oberbürgermeister wird gebeten, unter diesen Zielsetzungen seine Gespräche mit den Hagener Akteuren zu den Zielen und Inhalten des Hagener Stadtmarketings und seinen notwendigen organisatorischen Veränderungen zu führen. Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss regt an, ggf. einen runden Tisch unter Beteiligung der Politik  und der Nachbargemeinden einzuberufen.

 

6.      Das Gesamtkonzept des Hagener Stadtmarketings ist den Gremien nach der Sommerpause vorzulegen.

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Abstimmungsergebnis:

 

x

 Einstimmig beschlossen

 

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