08.05.2014 - 7 Reduzierung der Öffnungszeiten in den Hagener M...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 08.05.2014
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Ulrike Derksen
Wortprotokoll
Herr Huyeng erörtert den Sachstand aus den Diskussionen zu den Öffnungszeiten des Kunstquartiers.
Am 11.04.14 gab es ein Treffen mit Vertretern des Emil Schumacher Museums, dem Förderverein des ESM, dem Freundeskreis des Osthaus Museums, dem Karl Ernst Osthaus-Bund und der Kulturverwaltung. Alle Vertreter der ehrenamtlich tätigen Vereine kamen zu dem Ergebnis, dass die Aufsichtsdienste der beiden Museen nicht durch ehrenamtliche Kräfte ersetzt werden könnten.
Um das Konsolidierungsziel zu erreichen, werde die Verwaltung weitere Gespräche mit der GWH führen.
Die Emil Schumacher Stiftung habe in dem Gespräch nochmal ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die vertraglich festgelegten Öffnungszeiten von 42 Stunden wöchentlich eingehalten werden müssen.
Einig waren sich die Beteiligten darüber, dass die Öffnungszeiten im Kunstquartier an Werktagen um eine Stunde, also von 10.00 Uhr auf 11.00 Uhr, nach hinten verschoben werden könnten, ohne die Gesamtöffnungszeiten zu verändern. Geprüft werden müsse noch, ob dieses Ziel kostenneutral umgesetzt werden könnte.
Herr Söhnchen verweist auf die falsche Formulierung in der Vorlage in C, letzter Absatz, Zeile 3. Es muss heißen: „…um jeweils 1 Stunde nach hinten zu verschieben.“
Er fragt nach, warum es bei einer Verschiebung der Öffnungszeiten teurer würde und wann die Gespräche mit GWH geführt werden.
Herr Huyeng bittet die Punkte A und B der Vorlage zu beschließen, da diese nicht das Kunstquartier betreffen.
Die abschließenden Gespräche mit der GWH konnten aus Urlaubsgründen noch nicht stattfinden. Geprüft würden derzeit noch die Stundensätze und die Springertätigkeiten seitens der GWH.
Durch eine Verschiebung der Öffnungszeiten könne es längere Hausmeisterzeiten geben; derzeit werde noch geprüft, ob die Umsetzung kostenneutral wäre.
Herr Asbeck stellt nochmal klar, dass es an den besonderen Anforderungen im Museum liege, dass dort keine ehrenamtlichen Kräfte eingesetzt werden könnten. Weiterhin benötige man jemanden im Fachbereich, der den Einsatz der Ehrenamtlichen organisiert; dies führe wiederum dort zu Mehraufwand. Es seien eher fachliche Bedenken und nicht die fehlende Bereitschaft der Vereine. Zu überlegen wäre, ob vielleicht bei Bedarf zusätzliche Dienste durch Ehrenamtliche übernommen werden könnten, z.B. bei Anreise großer Besuchergruppen.
Herr Fritzsche bittet, im Falle eines heutigen Beschlusses der Reduzierung der Öffnungszeiten ( Punkte A und B der Vorlage), auch die Öffentlichkeit rechtzeitig darüber zu informieren.
Herr Huyeng entschuldigt sich für das Versäumnis des Fachbereichs, die Schließung des 1. Mai nicht in der Öffentlichkeit angekündigt zu haben.
Herr Dücker bittet auch darum, die Veränderungen der Öffnungszeiten in den Printmedien und in den elektronischen Medien mitzuteilen.
Er habe befürchtet, dass ehrenamtliche Kräfte nicht in Museen einzusetzen seien. Da eine externe Ausschreibung der Aufsichtsdienste nicht möglich sei, hoffe er, dass mit der GWH andere Einsparungsmöglichkeiten gefunden werden. Der neue KWA müsse sich nun mit den Konsolidierungsvorgaben beschäftigen.
Frau Nigbur-Martini fragt nach, welche Bedenken die Versicherung beim Einsatz von ehrenamtlichen Kräften habe und wie hoch die Einsparungssumme bei Reduzierung der Öffnungszeiten, wie unter Punkt A und B der Vorlage vorgeschlagen, wäre.
Weiterhin fragt sie nach, wie sich eine Reduzierung der GWH-Kosten ergeben könne.
Herr Huyeng erklärt, dass sich evtl. durch die Reduzierung von Springerdiensten eine Einsparung erzielen lasse.
Herr Dr. Belgin fügt hinzu, dass es Verhandlungen über die Reduzierung von Aufsichten mit der GWH gebe. Es gebe aber eine bestimmte Schmerzgrenze, d.h., Aufsichten könne man nur soweit reduzieren, dass die Ausstellung nicht gefährdet ist. Dies sei mit der Versicherung abzuklären. Bei einer Reduzierung der Aufsichtskräfte müsse man über systemische Veränderungen nachdenken und die verbleibenden Aufsichtskräfte entsprechend qualifizieren.
Herr Dr. Belgin teilt mit, dass er mit der Assekuranz Kuhn & Bülow gesprochen habe, die die Werte versichert und die Prämie für die Erstrisikoversicherung des Museums finanziert. Diese habe auch erhebliche Bedenken beim Einsatz ehrenamtlicher Aufsichtskräfte, da es sich um Aufgaben mit sehr hoher Verantwortung handelt. Herr Dr. Belgin erläutert, dass Aufgaben, wie z.B. Abschließen des Hohenhofs, und Aufgaben in sensiblen Bereichen nur von hauptamtlichen Mitarbeitern übernommen werden können.
Frau Derksen erörtert die Konsolidierungszahlen, die nach Beschluss der Punkte A und B der Vorlage insgesamt erreicht wären:
A ) HCH 1. Schließung 6 Wochen Sommerferien… 15.812,30 €
2. 2 Wochen Weihnachtsferien… 4.969,58 €
B) Museum Ur-und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen
1. Kalenderwoche nach dem 3. Adventswochen-
ende bis 25.12.
2. erste und zweite Kalenderwoche Januar 5.873,14 €
Insg. 26.655,02 €
Konsolidiert wurde bereits:
Schließung des 1. Mai (beschlossen im KWA 20.03.14):
HCH 451,78 €
Kunstquartier 1.581,23 €
Schließung des HCH in der Karnevalswoche:
(beschlossen im KWA 13.02.14) 3.162,46 €
Insg. 31.850,49 €
Demnach verbleibe ein Sollbestand zur Konsolidierung von 30.149,51 €.
Herr Dr. Geiersbach sagt, dass ihm die Ausführungen zum Einsatz von Ehrenamtlichen nicht gefallen haben. Natürlich verursache dies zunächst Probleme, u.a. in der Organisation. In den Büchereien organisieren die Vereine den Einsatz.
Er bittet Herrn Huyeng, den Vorschlag „Reduzierung eines Springerdienstes im Aufsichtsbereich“ näher zu erläutern.
Herr Huyeng antwortet, dass zurzeit an einer Lösung zusammen mit der GWH gearbeitet werde. Sobald diese Lösung vorliege, werde er sie dem KWA mitteilen.
Herr Söhnchen stellt klar, dass die Entscheidungen hierzu dann der KWA der neuen Legislaturperiode treffen müsse. Er bittet über die Punkte A bis C der Vorlage abzustimmen.
Beschluss:
Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss beschließt die Reduzierung der jetzigen Öffnungszeiten der städtischen Museen wie folgt:
A Das Stadtmuseum wird wie folgt geschlossen:
- 6 Wochen Sommerferien und die erste Kalenderwoche nach den Sommerferien, wenn diese Woche noch mit Ferientagen beginnt (für 2014: 07.07.-23.08.2014) und
- 2 Wochen Weihnachtsferien vom 23.12. beginnend, einschließlich der ersten Schulwoche im Januar, wenn die Woche mit Ferientagen beginnt
B Das Museum für Ur- und Frühgeschichte im Wasserschloss Werdringen wird
wie folgt geschlossen:
- Die Kalenderwoche nach dem 3. Adventswochenende bis einschließlich 25.12. und
- die erste und zweite Kalenderwoche des Monats Januar
Das Museum wird am 2. Weihnachtstag und „zwischen den Tagen“ geöffnet.
C Kunstquartier Hagen
Der Sachstand der Verhandlungen für die Reduzierung von Öffnungszeiten im Kunstquartier wird zur Kenntnis genommen.
