13.02.2014 - 7 Veränderung der Öffnungszeiten der städtischen ...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 7
- Gremium:
- Kultur- und Weiterbildungsausschuss
- Datum:
- Do., 13.02.2014
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 16:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB49 - Museen und Archive
- Bearbeitung:
- Ulrike Derksen
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Röspel schickt voraus, der KWA werde heute wohl auch zu diesem Thema in 1. Lesung beraten.
Herr Asbeck verweist auf die Berechnung, die in Bezug auf die zusätzliche Schließung des Kunstquartiers am Dienstag vorgenommen wurde. Sie zeige, dass die interne Verteilung der Kosten immer zu Lasten der Kultur erfolge. Seiner Meinung nach ist der von der GWH zugrunde gelegte Stundensatz von 32,27 € für den Aufsichtsdienst zu hoch. Sollte sich das nicht anders lösen lassen, müsse man doch eine private Vergabe ins Auge fassen.
Frau Nigbur-Martini fragt, ob es zu den Punkten A, B und C auch Statistiken gibt.Die Statistik in der Vorlage beziehe sich nur auf Punkt A.
Bezüglich des Betrages von 32,27 € fragt sie, ob es einen Vertrag mit der GWH gebe. Sie möchte wissen, wieviel von dem Betrag bei den Mitarbeitern tatsächlich ankommt.
Zudem zeigt sie sich entsetzt über die Besucherzahlen, seit dem Kulturhauptstadtjahr mit 50.000 Besuchern habe sich die Besucherzahl halbiert, man sei davon ausgegangen, zumindest diese Zahlen durch ein von der Fraktion Hagen Aktiv immer wieder eingefordertes gemeinsames Marketingkonzept zu halten. Zukünftig werde man jedenfalls nicht mehr Besucher anziehen, indem man das Museum weniger öffne.
Herrn Fritzsche hat der Betrag von 32,27 € auch irritiert, aber wenn die GWH zurück zur Stadt geholt werde, müssten die Overheadkosten ja wegfallen und im Bereich der internen Verrechnungen günstiger werden.
Er möchte wissen, wie sich die Reduzierung der Öffnungszeiten im Emil Schumacher Museum mit den vertraglichen Verpflichtungen verträgt.
Herr Dücker könnte möglicherweise mit den Schließungszeiten zu Punkt B und C einverstanden sein. Bei Punkt A müsse man noch einmal die Zahlen der GWH genau anschauen. Zur Zeit werde starke Werbung für den Tourismus in dieser Stadt betrieben, eine zusätzliche Schließung am Dienstag würde sich da kontraproduktiv auswirken. Man müsse ernsthaft überlegen, ob die Summe nicht an anderer Stelle kompensiert werden könnte. Die Attraktivität des Museums dürfe auf keinen Fall konterkariert werden.
Herr Dr. Geiersbach interessiert sich auch für die Besucherzahlen an den einzelnen Wochentagen. In anderen Museen sei es üblich, montags zu schließen und dienstags wieder zu öffnen, ob Hagen eine Ausnahmerolle einnehmen solle, müsse man gut überlegen.
Das gleiche gelte auch für das Wasserschloss Werdringen, möglicherweise könnte dort über eine saisonale Schließung nachgedacht werden. Die Stadt Hagen halte teure Einrichtungen mit hohen jährlichen Fixkosten vor und verfüge über wertvolle Bestände, die man den Besuchern auch nicht vorenthalten sollte.
Er fragt, ob die vorgeschlagene zusätzliche Schließung im Historischen Centrum auch für das Archiv gelten soll.
Herr Huyeng merkt an, der KWA habe innerhalb der Maßnahmen des HSP die Reduzierung der Öffnungszeiten bereits beschlossen. Nichts anderes werde jetzt mit Einzelvorschlägen umgesetzt. Die Besucherzahlen seien insgesamt sehr genau ausgewertet worden, im Ergebnis wurde die Reduzierung der Öffnungszeiten den tatsächlichen Bedürfnissen der Besucher angepasst.
Bezüglich des angesprochenen Betrages von 32,27 € handele es sich um Kalkulationen der GWH, die er nicht anzuzweifeln habe. Darin enthalten seien die Overheadkosten und Kosten für Krankheits- und Urlaubsvertretungen. Ob ein privates Unternehmen beauftragt werden solle, sei letztlich eine politische Entscheidung, bisher habe er aber verstanden, dass genau das nicht gewollt sei.
Auf die Frage nach dem Vertrag mit der Emil Schumacher Stiftung könne er hier sagen, dass die veränderten Öffnungszeiten, so wie sie hier jetzt vorgeschlagen werden, nicht den vertraglichen Gegebenheiten entsprechen. Mittlerweile haben sich jedoch die finanziellen Bedingungen der Stadt Hagen verändert und auf dieser Basis wolle man dann auch mit der Stiftung verhandeln und weitere Gespräche führen.
Frau Pinkvoss kritisiert, der KWA sei über die Grundlagen, die zu der Entscheidung geführt haben, den Dienstag zusätzlich zu schließen, nicht genügend informiert worden. Sie bittet, Zahlen und Überlegungen und auch die Ergebnisse der Gespräche mit der Schumacher Stiftung möglichst konkreter zur 2. Lesung am 20.03. vorzulegen.
Herr Röspel schlägt zum Stundensatz von 32,27 € vor, eventuell Vergleichszahlen beim Theater einzuholen.
Frau Nigbur-Martini fragt, ob die Statistiken der Besucherzahlen des Wasserschlosses Werdringen und des Historischen Centrums zur Verfügung gestellt werden können. Auch den Vertrag mit der GWH würde sie gerne einmal einsehen.
Herr Dr. Belgin erinnert an 2009, seinerzeit haben Herr Gerbersmann und er selbst den Versuch unternommen, eine private Firma für den Aufsichtsdienst zu beschäftigen, was aber vom Regierungspräsidenten abgelehnt worden sei. Begründung war, dass die Stadt Hagen über genügend eigenes Personal verfüge, das für den Aufsichtsdienst zu qualifizieren sei. Somit sei man an die GWH gebunden. Der Vertrag mit der GWH liege ihm nicht vor, die Verwaltung sei aber ohnehin an die GWH gebunden.
Herr Röspel hält fest, die Verwaltung könne prüfen, ob es eine vertragliche Grundlage zur Zusammenarbeit mit der GWH gebe und dann hier demnächst darüber berichten.
Frau Derksen erläutert, aufgrund der Dienstanweisung des Oberbürgermeisters unterliege man einem Abnahmezwang.
Frau Nigbur-Martini ist dennoch der Meinung, es müsse eine Grundlage geben, aufgrund derer die Leistungen ausgetauscht werden.
Frau Derksen stellt klar, die Politik selber habe dies so beschlossen, was von Herrn Röspel auch so bestätigt wird.
Er fragt noch einmal nach den Statistiken.
Frau Derksen berichtet, es gebe seit Ende letzten Jahres Statistiken zu Besucherzahlen des Wasserschlosses und des Historischen Centrums. Die hier vorgeschlagenen zusätzlichen Schließungszeiten resultieren aus Erfahrungswerten der dortigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Frau Klos-Eckermann hätte gerne zu dieser Sitzung die entsprechenden Statistiken für das Kunstquartier gehabt.
Frau Derksen sagt zu, diese Unterlagen und Statistiken zur 2. Lesung nachzureichen.
Herr Dr. Geiersbach regt an, über andere Alternativen nachzudenken, er rät davon ab, das Kunstquartier dienstags zusätzlich zu schließen.
Herr Röspel schlägt vor, heute lediglich die zusätzliche Schließung des Historischen Centrums in der Karnevalswoche zu beschließen und alles weitere in der 2. Lesung zu diskutieren.
Man erwarte dann die Statistiken und Unterlagen für die 2. Lesung im März, auch über die Ergebnisse der Gespräche mit der Schumacher-Stiftung solle dann berichtet werden.
Beschluss:
Der Kultur- und Weiterbildungsausschuss beschließt zu Punkt B (Historisches Centrum) des Beschlussvorschlages, dass das Historische Centrum zusätzlich in der Karnevalswoche geschlossen bleiben soll.
Der KWA vertagt alle weiteren Punkte des Beschlussvorschlages auf die nächste KWA-Sitzung und betrachtet die heutige Beratung als 1. Lesung.
Anlagen zur Vorlage
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1
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334,3 kB
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2
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(wie Dokument)
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94,4 kB
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