24.02.2005 - 15 Wirtschaftsplan GWH für das Wirtschaftsjahr 2005
Grunddaten
- TOP:
- Ö 15
- Sitzung:
-
Sitzung des Rates der Stadt Hagen
- Gremium:
- Rat der Stadt Hagen
- Datum:
- Do., 24.02.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:00
- Anlass:
- normale Sitzung
- Beratung:
- öffentlich
- Vorlageart:
- Beschlussvorlage
- Federführend:
- FB65 - Gebäudewirtschaft
- Bearbeitung:
- Dieter Althaus
- Beschluss:
- geändert beschlossen
Wortprotokoll
Herr Jochen
Weber verweist auf den einstimmigen Beschluss des Betriebsausschusses GWH, der
unter anderem vorsehe, dass für die Sanierung im Küchenbereich der Stadthalle
zusätzlich 875.000 Euro bereitgestellt werden. Hier sei man der Argumentation
der Verwaltung gefolgt, die von erheblicher Gefahr im Verzuge gesprochen habe.
Mittlerweile haben Recherchen ergeben, dass es sich um das Wiederaufleben eines Beschlusses aus dem Jahre 2002 handele. Unter anderem solle für die Modernisierung der Kücheneinrichtung ein Betrag von rund 380.000 Euro verwendet werden.
Er wolle
deswegen den Rat bitten, den Beschluss in Bezug auf diesen Punkt auszusetzen
und erst nach einer erneuten Beratung durch den Betriebsausschuss GWH erneut
einzubringen.
Im übrigen sei
oft die Fachlichkeit im Betriebsausschuss GWH durch die Verwaltung nicht
besetzt. Er bitte, diesen Mangel zukünftig zu beheben.
Der Ausschuss
bitte den Rat in der Sache Dachsanierung Hauptschule Altenhagen die
zusätzlichen Mittel bereitzustellen.
Frau Grehling gibt zu
bedenken, dass die Maßnahmen vom zeitlichen Ablauf aufgrund von Vergabefristen
nicht mehr in diesem Jahr zu realisieren sind, wenn der Beschluss nicht gefasst
werde und schlägt vor, den Beschluss der GWH dahingehend zu ergänzen, dass auch
alternative Finanzierungskonzepte geprüft werden können. Sie schlägt folgende
Beschlussergänzung vor:
“Die
Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche Gegenfinanzierung im städtischen
Haushalt über die Veränderungsliste zum Haushaltsplanentwurf 2005
sicherzustellen. Dabei sind ggf. die Prüfungsergebnisse zur alternativen
Finanzierung entsprechend mit zu berücksichtigen.”
Herr Demnitz versteht den
Beitrag von Herrn Weber so, dass im Ausschuss mehr auf die
Gebäudeinstandsetzung abgehoben wurde und nicht auf die Renovierung der Küchenteile.
Insofern sei dies eine andere Beratungsgrundlage.
Herr
Gerbersmann hält die Situation für unglücklich, weil
unterschiedliche Aussagen im Raum stehen. Er empfehle auf jeden Fall, den
Beschlussvorschlag um den Vorschlag der Kämmerin zu ergänzen.
Weiterhin
wolle er wissen, bis wann die Vergabe erfolgt sein müsse und ob die Möglichkeit
bestehe, dies bis zur nächsten Sitzung des Betriebsausschusses GWH zu klären.
Für Herrn
Jochen Weber spricht nichts dagegen, die alternativen Finanzierungskonzepte
in den Beschluss mit aufzunehmen. Für ihn bestehe jedoch kein Spielraum, die Gelder
für die Küchensanierung zur Verfügung zu stellen. Er bittet den Rat, die Gesamtsumme
von 875.000 Euro zum jetzigen Zeitpunkt nicht zur Verfügung zu stellen.
Herr Demnitz schlägt die
Ergänzung des Beschlusses durch einen Sperrvermerk vor.
Herr Riechel findet es
erstaunlich, dass der Vorsitzende des Betriebsausschusses seinen eigenen
Beschluss im Rat wieder zurückziehe. Schließlich sei doch recht eindeutig
formuliert, wofür die Gelder bei der Stadthalle verbraucht werden sollen.
Außerdem
kritisiert er die Abwesenheit von Herrn Kliewe, der sicherlich zur Klärung beitragen
könne.
Herr Thielmann spricht sich
für einen Beschluss im Rat aus, der die Ergänzung der Kämmerin enthalte sowie
einen Vorbehalt einer erneuten Beratung im Betriebsausschuss GWH.
Herr Ramrath schließt sich
dem Wortbeitrag von Herrn Thielmann an.
Herr Romberg ist ebenfalls
über die Entwicklung dieser Angelegenheit irritiert, weil es im
Betriebsausschuss um bauliche dringend erforderliche Maßnahmen in der
Stadthalle ging, die nur in der veranstaltungsarmen Zeit durchgeführt werden
könnten. Sollte eine erneute Beratung erforderlich werden schlägt er vor, die
ursprünglich für den 01. März 2005 geplante Betriebsausschusssitzung
durchzuführen.
Herr Demnitz schlägt vor,
so zu verfahren, wie die Kämmerin vorgeschlagen habe und der Maßnahme Sanierung
Stadthalle im Küchenbereich mit 875.000 Euro unter dem Vorbehalt einer erneuten
Beschlußfassung durch den Betriebsausschuß GWH und den Rat zuzustimmen.
Frau Suda schlägt vor,
dass der Haupt- und Finanzausschuss ebenfalls beteiligt werde.
Beschluss:
1.
Der Wirtschaftsplan der Gebäudewirtschaft Hagen für das
Wirtschaftsjahr 2005 einschließlich der Anlagen wird beschlossen.
2.
Die Maßnahme Dachsanierung Hauptschule Altenhagen wird
mit 560.000 Euro zusätzlich in den Wirtschaftsplan aufgenommen.
3.
Der Maßnahme Sanierung Stadthalle im Küchenbereich mit
875.000 Euro wird unter dem Vorbehalt einer erneuten Beschlußfassung durch den
Betriebsausschuß GWH, den HFA und den Rat zugestimmt.
4.
Die Verwaltung wird beauftragt, die erforderliche
Gegenfinanzierung im städtischen Haushalt über die Veränderungsliste zum
Haushaltsplanentwurf 2005 sicherzustellen. Dabei sind ggf. die Prüfungsergebnisse
zur alternativen Finanzierung entsprechend mit zu berücksichtigen.
