27.01.2005 - 7 Vorschlag der CDU-Fraktion zur Tagesordnung gem...

Beschluss:
ungeändert beschlossen
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Wortprotokoll

Herr Gerbersmann führt aus, dass die CDU-Fraktion den Antrag vorsorglich gestellt habe. Inzwischen habe das Thema zusätzliche Aktualität bekommen, da der Landschaftsverband beabsichtige, ein Ablieferungsbegehren zu stellen. Seiner Meinung nach sei es selbstverständlich, dass die Knochenfunde dort ausgestellt würden, wo sie auch gefunden worden seien, zumal sie als Ausstellungsobjekte in das Museum für Ur- und Frühgeschichte passen würden. Er spricht sich dafür aus, die von der Verwaltung vorbereitete Resolution parteiübergreifend zu verabschieden.

 

Frau Grehling weist unter Bezugnahme auf die vorliegende Resolution auf die Möglichkeiten hin, die sich aus den Knochenfunden für die Stadt Hagen ergeben könnten.

 

Frau Hobein berichtet ausführlich über die auf Hagener Stadtgebiet geborgenen Knochenfunde und den Stand der Untersuchungen zur Altersdatierung.

 

Herr Jochen Weber unterstützt die Ausführungen von Herrn Gerbersmann und betont, dass sich die Stadt Hagen die Chance auf Ausstellung der Knochenfunde auf keinen Fall entgehen lassen dürfe.

 

An der weiteren Diskussion zum Verbleib der Knochenfunde im Hagener Museum für Ur- und Frühgeschichte beteiligen sich Herr Flebus und Frau Kramps.

 

Herr Demnitz stellt die als Tischvorlage ausliegende Resolution zur Abstimmung.

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Beschluss:

Der Rat der Stadt Hagen verabschiedet die nachfolgende Resolution:

 

Resolution

 

des Rates der Stadt Hagen zu den in Hagen entdeckten Höhlenfunden

 

Wir, die Bürgerinnen und Bürger der Stadt Hagen, leben in einer geschichtsträchtigen Stadt.

 

Im April 2004 wurden in einer Höhle in Hagen vom Arbeitskreis Kluterthöhle
e. V. im Zusammenhang mit einem Auftrag der Unteren Landschaftsbehörde Hagen menschliche und tierische Skelettteile, Holzkohlenstücke sowie Steinartefakte gefunden. Diese Höhlenfunde sind zu 50 % Eigentum der Stadt Hagen. Das Ergebnis einer von der Universität Kiel vorgenommenen 14C-Analyse eines Knochenfragmentes war, dass zumindest dieses Schädelteil ca. 10.700 Jahre alt ist und aus dem frühen Mesolitikum stammt. Die Altersbestimmung des Schädelfragmentes gibt einen Hinweis darauf, dass der Fund und die Fundstelle von großer wissenschaftlicher und öffentlicher Bedeutung sein könnten.

 

Wir Hagenerinnen und Hagener sind stolz auf unser Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen, das im November 2004 dank einer Förderung des Landes Nordrhein-Westfalen eröffnet wurde.

 

Das Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen verfügt über alle konservatorischen und wissenschaftlich erforderlichen Möglichkeiten, jetzt und zukünftig alle Hagener Funde aus dem Bereich der Ur- und Frühgeschichte zu sammeln, zu bewahren, zu erforschen und darzustellen.

 

Die Hagenerinnen und Hagener erwarten, dass die für Hagen so bedeutenden und identitätsstiftenden Funde im Museum für Ur- und Frühgeschichte Wasserschloss Werdringen dauerhaft präsentiert werden. Denn für das Verständnis in unserer Stadt ist es zwingend notwendig, die Funde im Zusammenhang des Fundortes aufzubewahren, zu betreuen und zu präsentieren.

Die Hagenerinnen und Hagener haben ein Recht darauf, ihren Ursprung zu verstehen, um auf dieser Basis ihre Zukunft gestalten zu können.

 

Deshalb unterstützt die Stadt Hagen alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler bei den notwendigen Untersuchungen dieser Funde und der Fundorte. 

 

Der Rat der Stadt Hagen beauftragt die Verwaltung, die wissenschaftliche Erforschung der Höhlenfunde und des Fundortes voranzutreiben, zu befördern und zu begleiten. Der Rat der Stadt Hagen unterstützt alle Maßnahmen zur konservatorischen Betreuung.

 

Wir Bürgerinnen und Bürger in Hagen bitten alle im Verfahren Beteiligten, Ihre Entscheidung zugunsten der Hagener Identität, zugunsten des lokalen und geschichtlichen Zusammenhangs für unsere Stadt zu fällen.

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Abstimmungsergebnis:

 

 

X

 Einstimmig beschlossen

 

 

 

 Mit Mehrheit beschlossen

 

 

 

 Einstimmig abgelehnt

 

 

 

 Mit Mehrheit abgelehnt

 

 

 

 Abgelehnt bei Stimmengleichheit

 

 

 

 Ohne Beschlussfassung

 

 

 

 Zur Kenntnis genommen

 

 

 

      

 

 

 

 

 

Dafür:

      

 

 

Dagegen:

      

 

 

Enthaltungen: