18.05.2005 - 6.7 Erweiterung des Bebauungsplangebietes für den B...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.7
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 18.05.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:10
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Hierzu liegt ein Schreiben von der
Objektentwicklung Junge&Hoenig vor, das als Anlage 5 Gegenstand der
Niederschrift ist.
Herr Weber teilt mit, dass schon in
der Februarsitzung der Plus-Markt beim Gelände Wolski thematisiert worden sei.
Der Verwaltung sei damals nichts bekannt gewesen. Vor einer Beschlussfassung
sollte die Bezirksvertretung Haspe beteiligt werden. Nun stehe aber in dem
ausgelegtem Schreiben, dass man seit zwei Jahren in intensiven Verhandlungen
mit der Verwaltung stünde. Herr Weber führt weiter aus, dass es für diesen
Bereich keinen Bebauungsplan gebe. Es sei zu prüfen, welche Bebauung man hier
wolle. Dabei müssten eventuelle Probleme für das Hasper Zentrum berücksichtigt
werden.
Herr Romberg führt aus, dass Aldi und
Lidl bereits da seien. Es stelle sich die Frage, ob das ausreiche und ob ein
weiterer Discounter zu Lasten des Einzelhandels in Haspe gehe. Andererseits
fände der Eigentümer nur Plus als Käufer. Falls man den Verkauf stoppe, hätte
man hier eine Brache.
Herr Schumacher betont, dass keine
Bauvoranfrage vorläge. Er verweist auf den aktuellen Plan an der Wand. Es
handele sich um eine nicht überplante Insel. Die Verwaltung begrüße den
Plus-Markt als quartiersbezogenes und fußläufiges Angebot zum Einkaufen. Es sei
keine Konkurrenz für Wehringhausen oder Haspe.
Herr Weber bestreitet dies. Bei der
Sperrung der Hestertbrücke habe man dies in der Hasper Innenstadt an den
Käuferzahlen ganz deutlich gemerkt. Die Einwohner auf der Hestert kauften
entweder in Haspe oder in Wehringhausen ein. Der Plus-Markt zöge diese Käufer
dort weg. Er warne vor einem weiteren Großmarkt.
Auch Herr Thieser ist verwundert, dass
die Verwaltung keine Probleme sehe. Es gebe schon eine Vielzahl von
Discountern, die ihre Gebäude in Billigbauweise errichteten. In zehn Jahren
könnten so viele Bauruinen entstehen. Auch bei Baumärkten sei dies zu
beobachten.
Herr Gockeln erklärt, dass ja ein
bestehendes Gebäude dafür abgerissen werden müsse. Dies habe eine Auswirkung
für den Nachbarbereich, wo sich auch städtische Grundstücke befänden. Er frage
sich, ob es andere Planungen für diese Flächen gebe.
Herr Schumacher sieht auch Probleme.
Plus sei kein Tante Emma Laden sondern groß und umsatzstark. Aber die
Einzelhandelsstruktur habe sich heute einfach gewandelt. Man müsse abwägen
zwischen der Versorgung der Hestert und der Schaffung von Konkurrenz. Es sei
die Frage, was wichtiger sei.
Herr Grothe meint, dass ein Markt von
700 Quadratmetern nicht zentrumsrelevant sei. Er sei wohnungsnah zur Versorgung
der Hestert und nach § 34 möglich.
Herr Romberg verneint wie Herr Weber
auch die Fußläufigkeit. Dafür sei es dort viel zu steil. Plus lebe nicht von
der Oma vor Ort. Dies zeigten schon die vielen geplanten Parkplätze.
Zielkundschaft sei Haspe und Wehringhausen.
Herr Gockeln meint,die Anwohner der
Hestert könnten sich aus Wehringhausen oder Haspe beliefern lassen. Dies sei
kein Problem. Die Zielrichtung der Kette sei die Filetlage des Grundstückes.
Auch er sieht die Abrissgefahr der Billiggebäude in vielleicht schon 20 Jahren.
Auch Herr Dietrich und Frau Bremser
schließen sich den Ausführungen an und wollen ein Bebauungsplanverfahren
einleiten.
Herr Weber schlägt folgenden
Beschlussvorschlag vor.
Beschluss:
Die Verwaltung wird beauftragt bis zur
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe am 23.06.05 einen Einleitungsbeschluss für
ein Bebauungsplanverfahren für den nicht beplanten Bereich zwischen Bahnlinie
und einer gedachten Linie Schützenstraße und Eugen-Richter-Straße sowie
Rolandstraße und Hördenstraße vorzubereiten.
