18.05.2005 - 6.2 Verkehrssituation Hasper Kreiselhier: Fortsetzu...
Grunddaten
- TOP:
- Ö 6.2
- Sitzung:
-
Sitzung der Bezirksvertretung Haspe
- Gremium:
- Bezirksvertretung Haspe
- Datum:
- Mi., 18.05.2005
- Status:
- gemischt (Niederschrift genehmigt)
- Uhrzeit:
- 15:10
- Anlass:
- normale Sitzung
Wortprotokoll
Zusammenfassung des
Diskussionsergebnisses:
Dieser
Punkt wird zusammen mit 7.15. behandelt.
Herr
Schumacher erklärt, dass seine Ausführungen auf dem Beschluss aus Februar 05
der Bezirksvertretung Haspe und auf einem Basisentwurf der Verwaltung aus 1999
beruhten. Die Vorschläge seien von den zuständigen Ämtern, der Polizei und der
Straßenbahn geprüft worden. Die Maßnahmen sollen die Verkehrssicherheit erhöhen
und Kosten sparen.
Zum Hasper
Kreisel erklärt er, es sei mit der Bezirksregierung geklärt worden, dass
“rote Teppiche” nicht zulässig seien, da sie verkehrsrechtlich
uneindeutig seien. Deshalb gebe es aber ausnahmsweise die Möglichkeit, für den
gesamten Kreisel einschließlich der Einmündungsbereiche eine Tempo-20-Zone
einzurichten und zusätzlich Zebrastreifen aufzubringen, und zwar
Tillmannsstraße/Swolinzkystraße, Swolinzkystraße/Kölner Straße,
Voerderstraße(ersetzt “roten Teppich”), Berliner
Straße/Tillmannsstr, Dreiecksinsel. Zebrastreifen seien nicht zulässig an
abknickenden Vorfahrten (Tillmannsstraße) und über Bussonderspuren(Kölner
Straße). Um Kosten zu sparen, sollen Lichtsignalanlagen abgeschaltet werden.
Die Tillmannsstraße zwischen Berliner- und Swolinzkystraße, die wegen des
abbiegenden Busses überbreit sei, solle auf eine Spur zurückmarkiert werden.
Diese Raumgewinnung solle z.B. für Grünbeete genutzt werden.
An der
Berliner Straße könnte ein Radfahrstreifen entstehen. Baumpflanzungen seien
vorgesehen aber etwas problematisch, da viele unterirdische Leitungen vorhanden
seien. Zur Bremswirkung solle die Bushaltestelle Basse Druck Richtung Haspe als
Fahrbahnhaltestelle statt Bucht umgewandelt werden. Aus demselben Grund sei eine
Einengung Höhe St. Bonifatius durch beidseitige Parkstreifen vorhanden. Eine
weitere optisch wirksame Einengung solle auf Höhe der Apotheke durch ein
Grünbeet und einen Baum entstehen, wobei ein Stellplatz entfiele. Die
vorhandenen Lichtsignalanlagen Berliner Straße/Hördenstraße, Berliner
Straße/Rolandstraße und Berliner Straße/Heilig-Geist-Straße sollten erhalten
bleiben.
Die Kosten
der Maßnahmen(Markierung, Demarkierung, Beschilderung, Demontage) beliefen sich
auf einmalig ca. 23.000,-€. Durch Abschaltung von zwei Lichtsignalanlagen
würden jährlich 10.000,-€ gespart.
Bei einer
Spontanzählung von sechs Minuten am 21.03.2005 um 13 Uhr (Osterferien) seien
hochgerechnet 350 Fahrzeuge pro Stunde im Hasper Kreisel gezählt worden (ca.
4.000 Kraftfahrzeuge in 24 Stunden). Dies zeige, dass der Kreisel als Weg in
Haspe sehr beliebt sei. Hier sei mehr Verkehr als eigentlich notwendig. Bei
einer Fußgängerzählung am 12.04.2005 von 11.30-11.40 Uhr seien 44 Fußgänger
gezählt worden(ca.260 Fußgänger in der Stunde). Aus der Empfehlung für
Fußgängerüberwege (ab 200-300 Kraftfahrzeuge pro Stunde und 50-100 Fußgängern
pro Stunde) ergebe sich also, dass die Aufbringung von Fußgängerüberwegen
möglich sei.
Frau Ader
fragt, warum man Zebrastreifen aufbringen wolle, wo doch ein “roter
Teppich” auffälliger sei.
Herr
Gockeln möchte genau wissen, warum Zebrastreifen billiger seien. Er möchte alternativ
die Kosten für “rote Teppiche” genannt haben.
Herr
Wedegärtner hat Sorge, dass durch die Erhöhung der Bordsteine an der
Haltestelle Basse Druck die Aufstellung des Kirmeszuges dort nicht mehr möglich
sei und bittet dies bei der Umgestaltung zu berücksichtigen.
Herr
Schumacher antwortet, dass ”rote Teppiche” auf jeden Fall teurer
seien als Zebrastreifen.
Herr Thieser betont, dass nur eine
farbige Gestaltung der Fahrbahn für Aufmerksamkeit sorge. Auch auf der
Voerderstraße solle die Ampel wegfallen. Er bezweifelt, dass es reiche, nur
einen Parkplatz vor der Apotheke wegfallen zu lassen. Es sei zu überlegen, ob
die Lösung einer Fahrbahnhaltestelle bei Basse Druck zu realisieren sei. Zwei
Punkte seien immer zu berücksichtigen, Fahrbahnüberquerung und
Fahrbahneinengung.
Herrn Romberg überzeugt die
vorgestellte Lösung mit dem Ziel Ampelabbau nicht. Auch nach Fertigstellung der
Südumgehung solle der Kreisel doch für den Einzelhandel angefahren werden. Es
solle eben nicht heißen “Autos raus”. Es entstünden außerdem auch
Kosten für Blumeninseln und Grünsteifen.
Frau Bremser wundert sich, warum hier
“rote Teppiche” rechtlich nicht möglich sein sollen, wo es sie doch
überall in den Städten an der Nord- und Ostsee gebe.
Es erfolgt eine Sitzungsunterbrechung
von 16.15-16.30 Uhr.
Herr Dietrich erklärt, dass die
CDU-Fraktion mit dem Vorgehen einverstanden sei, für die nächste Sitzung eine
Vorlage der Verwaltung einzubringen, wenn die Bedenken von Herrn Romberg
Niederschlag fänden. Auch der Vorschlag von Herrn Gockeln solle eingearbeitet
werden.
Herr Gockeln gibt zu Bedenken, dass
durch den Vorrang der Fußgänger an der Engstelle Swolinzky-und Kölner Straße
die Busse einen enormen Rückstau verursachten.
Herr Thieser signalisiert auch
Zustimmung zu einer Verwaltungsvorlage. Die Umsetzung solle nach Fertigstellung
der Südumgehung erfolgen. Als Problem bliebe die Aufbringung entweder von
Zebrastreifen oder “roten Teppichen”. Weiterhin sei die einspurige
Straßenführung zu überlegen, und auch der Parkraumbedarf für den Einzelhandel
sei zu berücksichtigen.
Herr Weber bestätigt diese
Vorgehensweise.
